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Die IT-Branche sucht 4.000 Fachkräfte - aber ist sie auch attraktiv genug als ihr Arbeitgeber?
Der IT-Wirtschaft in Österreich fehlen die Fachkräfte, 4.000 an der Zahl. Das gab die WKÖ vor rund zwei Wochen zu Protokoll und verkündete gar eine "lebenslange Jobgarantie" für Menschen, die sich für einen Berufsweg in der Branche entscheiden.
Dazu gab es zahlreiche Rückmeldungen von Lesern des WebStandards. Dort kritisierte man die Aussagen des WKÖ-Fachverbandsobmann Alfred Harl. Bemängelt wurden unter anderem schlechte Bezahlung, hohe Arbeitsbelastung und der schwache Kollektivvertrag. Wir haben bei WKÖ und der GPA-djp nachgehakt.
Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer meint, dass die Bedingungen in der Branche allgemein nicht schlecht sind. Jedoch: Auch er sieht die Betriebe durchaus in der Pflicht, sich durch Gesundheits- und Weiterbildungsangebote als Arbeitgeber zu attraktivieren - besonders für Frauen sowie Junge und Arbeitnehmer der Generation 50 plus.
Dies wird, zusammen mit entsprechend modernisierter Betriebsorganisation, in Zukunft immer notweniger werden. Er geht, wie viele, davon aus, dass Menschen in Zukunft länger im Erwerbsleben bleiben werden und das Durchschnitts-Pensionsantrittsalter - dieses liegt derzeit bei unter 60 Jahren - durch das Stopfen von Frühpensionslücken künftig merkbar ansteigen wird.
Aufgrund des schnellen Veraltens des Wissensstands werden seiner Ansicht nach insbesondere Weiterbildungsmaßnahmen wichtig sein, um Fachkräfte im fortgeschritteneren Alter im Berufsleben halten und Herausgefallene wieder hereinholen zu können.
In Sachen Weiterbildung sind WKÖ und Gewerkschaft damit auf einer Schiene, wenngleich letztere diesbezüglich zuwenig Willen Seitens der Unternehmen ortet. "Alle wollen gut ausgebildete Fachkräfte, aber ihre Ausbildung sollen sie von woanders haben", meint dazu Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, gegenüber dem WebStandard.
Ein Graben tut sich allerdings auf, wenn es um die Wahrnehmung des Status Quo geht. Im Gegensatz zu Gleitsmann attestiert Proyer der Branche sehr wohl problematische Zustände.
"Die goldenen Zeiten für Arbeitnehmer sind vorbei. Es wird für immer höhere Leistung immer weniger gezahlt", sagt der Gewerkschafter, der den IT-Bereich auch nicht mehr als den großen Jobmotor betrachtet. Die Unterscheide zwischen Schein und Sein sind seiner Ansicht nach groß. "Die Unternehmen im IT-Bereich stellen sich gerne als modern dar. Das ist oft nur Fassade. Organisation und Personalpolitik werden oft sehr konservativ geführt." Letzteres zeigt sich unter anderem auch daran, dass der Frauenanteil selbst unter den Metallern höher ist.
Mittlerweile werden auch oft All-In-Verträge abgeschlossen, dazu seien hohe Arbeitszeiten an der Tagesordnung, die Bezahlung hingegen erfolgt oft ohne Überzahlung auf dem Niveau des Kollektivvertrags
Ein Problem sind dazu Firmen, die ihre IT-Mitarbeiter zunehmend in branchenfremde Verträge, etwa jene des Handels, stecken und Lohndumping betreiben. Während Gleitsmann hier nur "wenige schwarze Schafe" sieht, erkennt Proyer mittlerweile Methode. "Die Branche ist alles andere als modern, höchstens neoliberal", erklärt er und fordert eine Rückkehr zu ordentlichen Dienstverhältnissen.(Georg Pichler, derStandard.at, 01.12.2012)
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Eine Umschulung in den Bereich der Krankenpflege oder Kindergartenpädagogik scheint ab 2013 sehr attraktiv zu werden. Die AK kündigt das Fachrkäfte-Stipendium an, dass nächstes Jahr in Kraft tritt.
weitere Infos gibts hier:
http://www.arbeiterkammer.at/online/fa... 70402.html
Mein Eindruck: in den letzten 5 Jahren saugen Werbeagenturen massiv ITler auf. Früher haben die hauptsächlich für Print und TV gearbeitet, heute, wo jeder Kunde seine Social App haben will, gehen die Budgets immer stärker Richtung IT-lastiges Marketing.
Illustrator zu beherrschen reicht da nicht mehr, heute sind das vielerorts Java, HTML5, Coca etc. Programmierer "mit grafischem Verständnis". Überhaupt ist mMn das Verständnis für Ästhetik in den letzten Jahren gewachsen (vgl. Corel-Draw Wahnsinn Mitte der 90er vs. reduzierte Designs heute; oder auch nur Sakkos mit Schulterpolstern!).
Diese Leute fehlen dann in "klassichen" IT-Berufen. Und zwar massiv. Eh klar: Werbebranche geiler ...
Mir geht es ziemlich auf die Nerven geht, dass ich im Fernsehen, auf Plakaten, im Internet, in Zeitungen, ... andauernd mit Werbung zugedröhnt werde. Schon allein deswegen bin ich nicht wahnsinnig gut auf die Werbebranche zu sprechen.
Aber in meinem letzten Job hatte ich unter anderem mit Onlinewerbung zu tun. Unglaublich, womit ich mich da herumärgern musste. Unbedienbare Software für Adserver, grottenschlechtes Werbematerial, schlechte Dokumentation, chaotische Vorgaben, kurze Deadlines, häufige Änderungen, ...
Was daran geil sein soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.
Es hat sich halt diesbezüglich in den letzten 10 Jahren viel getan. Photoshop, früher ein typisches Werkzeug der klassischen Grafiker, wird heute von vielen "ganz normalen" Menschen verwendet und - im Bereich ihrer Bedüfnisse - beherrscht. Ein Rechner ist heute ein Ding, das jeder, der sich eine Zeit lang schlau macht, selbst assemblieren und aufsetzen kann, weil die Technik stark vereinfacht wurde. Noch in den 80ern waren wir "EDV'ler" (heute IT-Beschäftigte) hochangesehene und -bezahlte Spezialisten. Thats progress, bro! Nur wehe, wenn es nicht so funktioniert, wie es soll. Obwohl, die Schlauen, des Englischen mächtigen, finden alle Infos im weltweiten Netz. Das effektive Suchen nach Infos ist die Herausforderung von heute.
Wir suchen schon seit Monaten für Wien einen IT-Consultant, finden aber keine entsprechenden Leute. Interessanter Weise finden wir zB in OÖ genügend hochqualifiziertes Personal, meist Abhänger der "Software"-FH-Hagenberg.
In Wien: null. nada.
Also entweder zahlen wir wirklich so wenig (Zielgehalt ca. 40-50.000 brutto), sind so ein unattraktiver Arbeitgeber oder es sind schlicht zu wenig Leute da ...
IMHO liegt es auch am Gehalt, sofern sie gerne Leute mit Praxis haben.
Für mich (Absolvent Wirtschaftsinformatik, Berufserfahrung > 10 Jahre) wären die 50.000 die unterste Schmerzgrenze, die ich aber auch nur dann akzeptieren würde, wenn mir mind. 20 Firmen schon abgesagt hätten.
Aber einen Frischling von der TU sollten sie für 40K- 50K schon bekommen.
Ich hab mir mal die Stellenanzeige angesehen und muss sagen, dass mich wundert, dass sich da niemand findet. Gehalt find ich grundsätzlich in Ordnung, rein vom Webauftritt wirkt der Arbeitgeber auf mich auch seriös und attraktiv.
Ich muss allerdings sagen, dass die Stelle eher nicht dem entspricht, was ich derzeit machen möchte (ich bin Software Engineering-Masterstudent an der TU Wien und stehe kurz vor meinem Abschluss), was an den genannten Technologien und gewünschten Qualifikationen liegt.
die Kluft die zwischen Unternehmervorstellungen und Arbeitsmarkt herrschen.
Leider gibt es genug Arbeitskräfte die einen "KV Handel" oder ein suboptimales Gehalt annehmen, meist unbedacht oder zwangsweise. Meistens haben Nerds halt nicht sooo die Softskills die man in Verhandlungssituationen benötigt und gehen davon aus, dass das Gegenüber sie mit Respekt und Anstand behandelt. Leider zu oft weit gefehlt. Den HR/HCM Abteilungen fallen doch immer wieder neue Sauereien ein um einen "Kandidaten" mundtot und unterbezahlt den Job dennoch annehmen zu lassen.
Es bewahrheitet sich doch das alte Sprichwort:
"Die Kunst der Mitarbeiterführung ist es beim Über den Tisch ziehen dem Gegenüber die Reibung als Nestwärme empfinden zu lassen"
fazit: IT jobs sind halt a ziemliche hockn, wo einerseits als worker zwar deine ruhe hast (weil kein mensch sich mir dir und dem thema befassen will), aber auch genausowenig honoriert und gelobt wirst für deine 'leistung'. weil auch schlecht diese nachvollziehbar ist. auch wird (notwendigerweise und kann nicht anders sein) einfach herumhandiert mit vielen vielen leerläufen und aufwand; das weiss natürgemäss auch niemand, und schon gar nicht die GL, zu schätzen (weil nicht planbar). so war ist und bleibt das eher ein underdog job mit permanenter nerd gefahr.
Es wird hier exemplarisch das Ahnungslosen-Modell abgehandelt, dass die EDP/EDV/IT-Branche so reizvoll macht, das war vor 25 Jahren bei Einführung der Satzsysteme ja ähnlich.
Ohne Kenntnis der zugrundeliegenden Techniken, Techniken, nicht der in den Menus verwendeten Begriffen (die in diesen Menus in anderen Sprachen als der des Herstellers manchmal sehr kurios sind), kann man mit jedem Graphikprogramm Müll produzieren. GIMP ist ohne eines der Bücher/Manuals, die üblicherweise von Mitautoren der GIMP-Suite verfasst sind und damit deren Programmierern ein Zubrot verschaffen, leider nicht sinnvoll verwendbar, jene GIMP-Bücher, die ins Deutsche übersetzt wurden, sind allzuoft nur kurios und in deutsch verfasste Bücher gibt es kaum, denn -->
denn die Autoren touren mit ihren Kursen durch Firmen und Veranstaltungen, da wären Bücher kontraproduktiv; auch ändern sich die Programme und ganze Kapitel würden obsolet. Das ist bei PS etwas besser, wer die Begriffe im _Englischen_ (!) kennt, kommt schneller zum Kern der Sache.
Aber: Ohne Ausbildung als Graphiker, Fotograf, Monteur etc. kommt auch aus den besten Programmen nix wirklich Gutes heraus, wer über Colorimetrie, Druckerfordernisse, Umbruch, Schriften und deren Wirkungen, also ganz schlicht: Wer nur das Programm bedienen kann, der kann halt das Programm bedienen, sonst nix. Ist so wie bei den Piloten: Hakt es irgendwo, frisst das Rätselraten über die Programm-Meldungen die Zeit, die für das Fliegen aus der Gefahrensituation -->
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