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In den vergangenen Jahren werden immer weniger der begehrten Perigord- oder Schwarzen Trüffel (Tuber melanosporum) gefunden. Nun konnte ein internationales Forscherteam erstmals nachweisen, dass dieser Rückgang mit der zunehmenden Sommertrockenheit im Mittelmeerraum zu tun hat. Ein weiterer Effekt dieser Entwicklung ist, dass bei gleichbleibendem Klimatrend die Art in den nächsten Jahrzehnten weiter nach Norden wandern und damit vermehrt auch in Zentraleuropa zu finden sein dürfte.
Die Gründe für die stetig abnehmende Trüffelproduktion während der letzten 40 Jahre waren bisher nicht bekannt. In den traditionellen Anbaugebieten Spaniens (Aragonien und Katalonien), Frankreichs (Périgord) und Italiens (Piemont und Umbrien) führte dies nicht nur zu lokaler Verunsicherung, sondern trieb global die Preise für den begehrten kulinarischen Leckerbissen in die Höhe. Mit bis zu 2.000 Euro/Kilogramm gehört der Périgord-Trüffel zu den kostbarsten Delikatessen.
Ein Vergleich der jährlichen Ertragszahlen von Périgord-Trüffeln in einzelnen Regionen Nordost-Spaniens (Aragonien), Süd-Frankreichs (Périgord) und Nord-Italiens (Piemont und Umbrien), den drei wichtigsten europäischen Anbauländern mit meteorologischen Aufzeichnungen seit den 1970er Jahren, zeigt nun einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Sommerklima und den darauf folgenden Trüffel-Erntemengen. Gleichzeitig ließ sich eine Abhängigkeit zwischen der Häufigkeit dieser kulinarisch begehrten wildwachsenden Speisepilze und dem Wachstum ihrer Wirtsbäume nachweisen.
Fällt zwischen Juni und August bei relativ geringen Temperaturen viel Niederschlag, ist mit einem gesteigerten Eichenwachstum und einer guten Trüffelernte zu rechnen. Sind die Sommer jedoch trocken und heiß, wirkt sich dies nicht nur negativ auf das Baumwachstum aus, sondern auch auf die winterliche Pilzproduktion zwischen November und Februar.
Unter Berücksichtigung zahlreicher Klimamodelle erwarten die Forscher eine weitere Zunahme der Trockenheit im Mittelmeerraum und einen dadurch anhaltenden Rückgang der Périgord-Trüffel in Spanien, Frankreich und Italien. Gleichzeitig betonen sie aber auch, dass durch den anhaltenden Klimawandel, der sich im Mittelmeerraum bereits heute negativ auf viele Waldökosysteme auswirkt, nördlich der Alpen günstigere ökologische Bedingungen für Trüffel zu erwarten sind. Sowohl das natürliche Vorkommen von Périgord-Trüffeln als auch deren Anbau in sorgfältig angelegten und gepflegten Plantagen könnte sich klimabedingt Richtung Norden verschieben, auch in die Schweiz.
Diese Prognose deckt sich mit neusten Erkenntnissen aus der Schweiz und Süddeutschland, die nicht nur eine allgemeine Zunahme des Pilzwachstums beschreiben, sondern besonders auf das unerwartet häufige Vorkommen von Burgunder-Trüffeln (Tuber aestivum) nördlich der Alpen aufmerksam machen. Diese bei uns heimische Trüffelart könnte in Zukunft stark an kulinarischer und somit wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen. (red, derStandard.at, 01.12.2012)
Abstract
Nature Climate Change: Drought-induced decline in Mediterranean truffle harvest
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erstmals konnte ein Forscherteam nachweisen, dass ein Pilz sich vom Wasser ernährt, und eine Trockenheit mit dem Rückgang der Population der Pilzen zusammenhängt.
Aha.
Vielleicht sollten wir Cern wirklich nicht subventionieren.
Jeder gute Trüffler und Schwammerlsucher hätte das ..... ach egal ... wozu?
Dagegen ist die Dürre in der Sahel-Zone ja geradezu ohne Folgen!
Zuerst die Kaviar-Probleme und jetzt noch DAS! Da nützen Hummer, Austern und Wildlachs kaum noch etwas, höchstens wenn sie an Safran-Mousse serviert werden...
PS.: Wieviel Millionen Menschen hungern?
scheint die Durchschnittsbevölkerung nicht besonders oft Trüffel zwischen die Beisserchen zu bekommen. Dieses Sommertrockenheit-TrüffelWeniger Problem sollte vielleicht in eine eigene Rubrik "Eliten" sortiert werden.
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