Achtseitige Anleitung für Fußgänger-Ampeln: Hohn für Stadt Düsseldorf

  • Die Stadt Düsseldorf hat ein eigenes Pamphlet zur Farbenlehre bei Ampeln verfasst.
    foto: apa/dpa/alexander rüsche

    Die Stadt Düsseldorf hat ein eigenes Pamphlet zur Farbenlehre bei Ampeln verfasst.

  • Die gesamte Broschüre zum Download - mit Schmankerl wie: "Die Ampel springt auf Grün. Der ideale Zeitpunkt für alle Fußgänger, jetzt loszugehen."

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Häme über Broschüre zu spezieller Gelb-Phase

Düsseldorf - Die Stadt Düsseldorf hat für ihre Bürger eine achtseitige Anleitung zum Überqueren von Fußgängerüberwegen mit Ampel erstellt. Nun ergießt sich Spott und Hohn über die Stadtverwaltung: "Wir sind doch nicht blöd", schrieb die Tageszeitung "Express" am Montag.

Hintergrund der Aktion ist, dass in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen besondere Fußgängerampeln mit Gelblicht im Einsatz sind. Deswegen erklärt die Stadtverwaltung Punkt für Punkt, wie das richtige Verhalten an einer Ampel funktioniert - nämlich genauso wie bei Auto-Ampeln. Auch eine Werbeagentur war daran beteiligt, diese Botschaft auf acht Seiten mit Fotos, Grafiken und Text zu verkünden.

Broschüre ist schon einige Jahre alt

Sätze wie "Die Ampel springt auf Grün. Der ideale Zeitpunkt für alle Fußgänger, jetzt loszugehen" sorgen nun auf Web-Plattformen für Schmunzeln. Und das obwohl die Anleitung alles andere als neu ist, wie Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, gegenüber der Tageszeitung erklärt: "Natürlich sind die Düsseldorf nicht begriffsstutzig oder so etwas. Aber ich muss zugeben, dass wir diese Broschüre, die es schon einige Jahre gibt, vielleicht mal überarbeiten."

Vor allem für Touristen und Menschen, die nach Düsseldorf zuziehen, sei das ein besonderes Service, um auf die Düsseldorfer Ampelbesonderheit hinzuweisen, so Blome. Ein bisschen Witz steckt ja doch  in der Anleitung, in der es am Schluss heißt: "Wer jetzt bei der Sicherheits-Phase Gelb am Überweg immer noch Rot sieht, ist entweder Autofahrer oder ein Fußgänger, der noch einmal in dieser Broschüre zurückblättern sollte." (APA/red, derStandard.at, 27.11.2012)

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Andererseits: Vielleicht sollte man solche Broschüren auch in Österreich verteilen. Bei uns checkt ja auch keiner, wie das mit den Fußgängerampeln funktioniert. Siehe die Schimpfereien über Grünphasen, die zu kurz sind, um die Straße bei grün zu überqueren...

Oje, schon wieder jemand, der supergscheit daher redet.

Noch einmal gaaaanz langsam:
Ich bin seit den letzten Jahren damit konfrontiert, dass, selbst wenn ich normale Gehgeschwindigkeit anwende, eine gesamte Grünphase niemals ausreicht, um die Strasse zu überqueren, selbst wenn ich gleich zu Beginn dieser Grünphase starte.

Das ist ein klares Signal, dass ich mich gefälligst zu beeilen habe und dass ich zu langsam bin, bzw dass ich gar keine ganze Grünphase verdient habe.

Auch wenn ich grad noch geduldet bin.

Grün bedeutet ich darf gehen, rot bedeutet, ich darf nicht gehen. Und wenn Sie die tief psychologische Bedeutung unterschätzen, bzw. Die mitgelieferte Bedeutung, die sich dann bewusst oder unbewusst ausbreitet, wenn man als Fussgänger nur bei rot queren kann... Naja.

"... eine gesamte Grünphase niemals ausreicht, um die Strasse zu überqueren..."

Muß sie auch nicht. Bei grün betreten Sie die Straße. Bei rot betreten Sie die Straße nicht mehr. Wenn die Ampel mitten drunter von grün auf rot schaltet, haben Sie genügend Zeit, um in Ruhe weiter zu gehen. Niemand verlangt von Ihnen, daß Sie die andere Straßenseite während der Grünphase erreichen.

Sehen Sie? Sie brauchen eine Broschüre. Oder Nachhilfestunden bei Helmi.

Na gut du einzig Gscheiter hier:

Ich darf zwar noch wenn es Grün ist, die Straße überqueren und muss nicht drüben ankommen wenn es noch Grün ist. Das ist eindeutig so! Aber was brignt es mir, wenn die Autofahrer mich schon fast weiterschieben, weil ich ca. 150m in 7 Sekunden zurücklegen muss?

Ach? Ist das so? In der Praxis kommt man sogar noch gut auf der anderen Straßenseite an, wenn man den Zebrastreifen nach dem Ende der Grünphase betritt. Es dauert eine ganze Weile, bis die Autos grün bekommen.

Wo in Wien

gibt es eine Straße, die 150m breit ist?!?

150m vielleicht nicht, aber am Ring zb:

Parkstreifen
Fahrbahn
Gleis
Gleis
Station
Gleis
Fahrbahn
Fahrbahn
Fahrbahn
Fahrbahn
Gleis
Station
Parkstreifen
Fahrbahn
Parkstreifen

Da legt man schon einige Meter zurück beim überqueren, wenn die Autofahrer Grün haben, fahren sie, genau wie die Bim.

Erzählen Sie bitte wo das ist.
Das muss ich sehen :-)

Schwarzenbergplatz - Ring.

Geh beim TGI Friday los und komm bei der Bank Austria an. Dort wirst du meine Schilderung antreffen. Oder du schaust einfach bei Google Maps (ich kann es nicht verlinken, wenn mir das wer erklärt werde ich es machen!).

Schauen Sie doch noch mal Helmi an

Ich bin sicher, Sie finden passende Helmi-Folgen auf YouTube.

Eine Grünphase soll Sie nicht notwendigerweise über die gesamte Ringstraße bringen. Eigentlich ist die Sache so gedacht, daß Sie nur mindestens eine Fahrbahn sicher überqueren können. In Ihrem Beispiel sind das insgesamt drei Etappen: in der Mitte die an dieser Stelle 4spurige Hauptfahrbahn, vorher und nachher jeweils eine kurze Strecke über Nebenfahrbahn bzw. Straßenbahngleise. Zu kurz wären Grünphasen nur dann, wenn Sie es trotz 2 Rotphasen dazwischen nicht schaffen.

Es gibt Stellen, da sind die Fußgängerampeln bewußt so geschaltet, daß man gar nicht auf einmal drüber kommt: Da ist die erste Ampel grün und die zweite nach der Fußgängerinsel rot.

Ich werde 37 Ampelphasen abwarten um rüber zu kommen... glaubst ich hab soviel Zeit? Da fahr ich lieber mit dem Auto direkt in die Garage und erspare mir auf die Öffis zu warten und an den Ampeln zu warten.
Ich weiß auch nicht, warum du dich so angegriffen fühlst, aber seh es lieber als konstruktive Kritik, lieber Verkehrministeriummitarbeiter.

Beim letzten Absatz geb ich dir recht, die kenn ich auch, da ist es auch gut so. Da haben auf bestimmt Fahrbahnen die Autofahrer auch grün!

Wie viel Zeit Sie haben, ist mir eigentlich egal und nicht Thema hier. Ich hab nur festgestellt: Es ist gar nicht so abwegig, eine Broschüre über Fußgängerampeln zu veröffentlichen, weil auch in Österreich viel Leute alles vergessen haben, was man ihnen in der Volksschule dazu beigebracht hat. Sie selbst sind halt ein ideales Beispiel dafür.

Was hab ich denn vergessen?

Wenn es grün ist, darf ich die Straße überqueren. Anhand eines Beispiels hab ich dir aufgezeigt, dass das nicht immer möglich ist. Jetzt bist du beleidigt.

Alles oben nachzulesen. Wahrscheinlich brauchst du auch 26 Seiten Bedienungsanleitung, um die Klopapier Rolle richtig zu bedienen.

Sie haben vergessen, daß Sie bei grün nicht die Straße, sondern nur die Fahrbahn (z.B. bis zur nächsten Fußgängerinsel) überqueren können müssen. Weil Sie davon ausgehen, daß sich immer die ganze Straße ausgehen muß, halten Sie die Grünphasen fälschlich für zu kurz.

wenn irgendein Verkehrsplaner meint, es sei zumutbar, mehrere Grünpahsen abwarten zu müssen, um eine Straße zu überqueren, dann hat er den falschen Job.

Dass es für Fußgänger ok sei, einfach mal mitten auf der Straße auf einer Verkehrsinsel herumstehen zu müssen, weil sichs anders gar nicht ausgeht, ist neben den dämlichen Bettelampeln eine Riesenfrechheit. Alles muss sich dem Autoverkehr unterordnen.

Darüber kann man sich aufregen, wenn man sonst nichts zu tun hat. Ist mir im Prinzip nicht so wichtig. Erschreckend finde ich, daß erwachsene Menschen nicht wissen, was die Lichtsignale einer Ampel bedeuten.

Ehrlich gesagt interessiere ich mich vor einer Straßenüberquerung immer mehr für das Verkehrsaufkommen, als für die Ampelfarbe...

Ui. Jetzt vertehen nicht mal mehr die Rheinländer den Rheinländer Humor

Dabei hat mir der immer so getaugt.

grün blinken wäre auch viel zu komplizier gewesen...

diese verwirrung und diese enormen mehrkosten...nein das geht gar nicht.

Bitte nicht spotten!

In den Entstehungsprozess für die Anleitung waren zwei Soziologen, drei Psychologen, ein Völkerkundler, zwei Juristen und ein Ökologe sowie ein Mathematiker eingebunden. Die Gleichbehandlungskommission wachte darüber, dass niemand diskriminiert wird. An externe Berater wurden Honorare in Höhe von ... - Stop! Düsseldorf liegt nicht in Österreich.

plus Vertreter aller im Parlament vertretener Parteien inkl. derer Vorfeldorganisationen. Außerdem ARBÖ. ÖAMTC, Kuratorium für Verkehrssicherheit, Vertreter aller Religionsgemeinschaften, jedoch mehr Katholiken als alles andere. Außerdem noch ein Budgetrat und und und

Wenigstens muss man vorher keine Differentialgleichungen lösen

Hellau!

Wenn man in Österreich gelernt hat, was für einen Zweck ein Schutzweg für Fußgänger hat und wie man sich dort als Autofahrer verhält,

dann darf man auch über andere Völkerschaften lachen. So und jetzt gebt mir rot. Aber das schöne Ampel-Rot bittschön.

Wie in Österreich auch

ist das detsche Bildungssystem nicht mehr das allerbeste. Also muss man den jüngeren Leuten auch einfache Sachverhalte verständlich erklären oder?

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