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Das Essen von Süßigkeiten ist unproblematisch, solange eine ansonsten ausgewogene Ernährung und sportliche Betätigung für Ausgleich sorgen, lautet die Überzeugung der Deutschen Leberstiftung.
Hannover - Die typischen Weihnachtsnaschereien wie Stollen, Zimtsterne und Marzipankartoffeln sorgen neben dem Genuss auch für eine hochkalorische Ernährung. Gibt es keinen Ausgleich durch gesunde Lebensmittel und sportliche Betätigung, kann eine so genannte Fettleber entstehen, geben Experten der Deutschen Leberstiftung Hannover zu bedenken.
Kommen noch weitere Faktoren wie etwa Alkohol oder Diabetes mellitus hinzu, kann sich eine Entzündung der Leber (Hepatitis) bilden, die mitunter einen chronischen Verlauf nimmt. Zu den Langzeitfolgen zählen Leberzirrhose (Vernarbung des Lebergewebes) und Leberzellkrebs.
Der Leberzellkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung und die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. Allerdings erkranken fast ausschließlich Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung daran. In den letzten 20 Jahren hat sich die Rate von Neuerkrankungen in den westlichen Ländern mehr als verdoppelt, wofür die Zunahme der Fettleberhepatitis im Rahmen eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und einer Adipositas verantwortlich gemacht wird.
"Vielfach bemerken es die Patienten gar nicht, dass eine Lebererkrankung vorliegt. Denn die Leber schmerzt nicht, wenn sie krank ist. Wenn wir es schaffen, die Fettleber früh zu entdecken und zu behandeln beziehungsweise eine Rückbildung durch die Änderung des Lebensstils zu erreichen, können wir damit die Entzündung und in der Folge den Leberzellkrebs vermeiden", erläutert Michael Manns, Vorstand der Deutschen Leberstiftung.
Die Symptome sind weitgehend unspezifisch und äußern sich durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Druck im Oberbauch. Stellt der Hausarzt fest, dass die Leberwerte (GPT, GOT und GGT-Wert) erhöht sind, kann eine rechtzeitig gestellte Diagnose die Behandlung im Frühstadium sicherstellen. "Viele dieser Erkrankungen sind heute gut behandelbar, man muss nur wissen, dass die Leber krank ist. Nach Bestimmung der Leberwerte beim Hausarzt und dem Verdacht auf eine Lebererkrankung ist es sinnvoll, einen Facharzt aufzusuchen, um die heute bereits erfolgreichen und möglichen Therapien auch einzusetzen", so Michael Mann. (red, derStandard.at, 27.11.2012)
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