Richard Stallman sieht in Apple "gefährlichsten Patent-Aggressor"

  • Richard Stallman sieht in Apple den größten Angreifer auf Softwarefreiheit
    foto: apa

    Richard Stallman sieht in Apple den größten Angreifer auf Softwarefreiheit

Free Software Aktivist verdeutlicht erneut seine Meinung über Softwarepatente

Der GNU-Gründer und Free Software Aktivist Richard Stallman erklärt Apple erneut zum Feind. Laut linux-magazin.de hat Stallman bei einer Rede in an der Santa Clara University in Silicon Valley wieder konkret seine Meinung zu Softwarepatenten geäußert. Diese seien eine große Gefahr, Apple mit seinen zahlreichen Gerichtsverfahren allen voran.

Unternehmen gegen Software-Patente

Kritisiert hat Stallman mitunter auch anwesende Fürsprecher von Softwarepatenten und meinte, nur eine Welt ohne Technologie sei noch schlechter als eine mit Softwarepatenten. In einem ArsTechnica-Interview erzählt Stallman, dass sich die Rezeption von Lesern oder Zuhörern geändert habe und schlussendlich sich sogar Unternehmen gegen Software-Patente einsetzen würden. 

Kein Live-Stream

"Bösewichte" wie Apple gewinnen laut Stallman zwar einige Verfahren, doch auch Apple würde am Ende gegen große Patenttrolle verlieren. Er bezeichnet Apple als gefährlichsten "Agressor" auf die Softwarefreiheit. Da die Santa Clara Law Faculty proprietäre Technik nutzt, blieb Stallmans Rede seinem Wunsch nach auch ungestreamt, wie linux-magazin.de weiter schreibt. Eine Ogg-Aufzeichnung für freie Clients soll aber noch folgen. (red, derStandard.at, 27.11.2012)

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Die Beschränkung...

...auf Softwarepatente ist eigentlich nicht angebracht - in der Hardwarepatentwelt gehts kaum angenehmer zu und sinnvoll und/oder förderlich für die Industrie oder Kreativität an sich oder gar nützlich für die Gesellschaft sind die Patente auch in diesem Bereich imho so gut wie nie. Schädlich hingegen sind sie sehr oft - kleinen, innovative Firmen wird das Leben dadurch oft unnötig schwergemacht.

alles

"frei" wäre möglicherweise gut und schön - würde jedoch nur funktionieren, wenn alle Bereiche mitmachen...
sobald einer aus der Reihe tanzt ist der Spaß vorbei!
D.h. soblad jemand einen Gegenwert für seine Leistung verlangt (z.B. weil er sich einbildet besser zu sein als ein anderer) dann funktioniert das System nicht mehr.
Z.B: ein "Free"-SW Entwickler möchte ein Auto haben - natürlich gratis, da er ja auch gratis arbeitet wäre es wohl billig, dass dies ein Fahrzeugentwickler ebenso macht...
Leute, das funktioniert so nicht in unserer Welt!

du hast diese ganze sache mit opensource usw. noch nicht wirklich behirnt, stimmts?

free (like free beer) =/= free (like free speech)

Wie kommen Sie auf die Idee, daß die Entwickler freier Software für Ihre Arbeit nicht bezahlt werden (wenn sie wollen)?

ach

ja? und wo soll das Geld herkommen?

Höhere Produktpreise sind letztendlich nur durch entsprechende (Schutz)Rechte durchsetzbar...
Patent = Schutzrecht; Entwickler verlangt Geld für seine Arbeit und Ideen, er selbst oder die ihn angestellte Firma möchte diese Investition irgendwie abgesichert haben; gut könnte sie eine Zeit lang den Vorteil ausnutzen als erster mit neuen Produkten auf dem Markt zu sein -> heutzutage kaum möglich, da copy-paste in China, Indien oder sonstwo meist schneller geht als gedacht: was also tun, wenn die kopierten Produkte um den halben Preis auf dem Markt sind? Geld von den Entwicklern zurückfordern?

Komplett falsch

Produktpreise sind nicht nur "nur durch" sondern meist überhaupt durch tausend andere Gründe durchsetzbar, z.B. bessere Qualität, Nutzbarkeit... man nennt das gemeinhin Marktwirtschaft/Wettbewerb.

Alle heute grossen Firmen sind *ohne* Patentschutz gross geworden (Microsoft, Apple, Facebook...). Sie haben alle ihre Investitionen *ohne* Patente mehrfach wieder hereingespielt.

Copy-Paste durch Chinesen? Sie wollen Patente wie Import-Zölle verwenden? Dumm nur, dass trotz Patenten in China produziert wird, aber bei uns zu Preisen verkauft, als ob sie hier entstanden wären - Monopol sei dank.

Kurzum: Ihre Argumentation ist auf so vielen Ebenen falsch, dass man gar nicht weiss wo anfangen mit korrigieren.

ein entwickler bekommt doch nicht für patente bezahlt, sondern für seine arbeit.

Fragen Sie Google, Nokia, IBM, Oracle, Novell, Intel, Samsung, Texas Instruments, Microsoft usw. usw., woher das Geld kommt. Ich nehm an: einfach ausm Jahresbudget.

Das sind (unter anderem) die Firmen, die Entwickler für die Programmierung freier Software bezahlen. (Und ich hab nur ein paar große aufgezählt. Andere Unternehmen wie basysKom, Collabora, Canonical, Igalia, Openismus oder Jolla kennt man vielleicht nicht, sie bringen aber ebenfalls genug Geld unters Entwicklervolk.)

Canonical ist ein ganz schlechtes Beispiel, weil es sich bis zum heutigen Tag finanziell nicht selbst tragen kann. Und Oracle ist ebenfalls ein schlechtes Beispiel, weil die einen extrem miesen Umgang mit Open Source haben.

und

damit das Geld ins Jahrsbudget kommt sind eben Patente NOTWENDIG!

Was für ein Quatsch

Woher holen Sie sich diese Information?

Firmen wurden ohne Patente gross, haben ohne Patente ihre "Investitionen hereingeholt" (ein Vielfaches davon, siehe Apple).

Patente sind nur NOTWENDIG, wenn sich eine Firma nicht mehr dem Wettbewerb stellen möchte (wie Apple jetzt, nachdem sie schon ein mehrfaches der Investition wieder hereingeholt haben) - diese wollen dann quasi eine Lizenz zum Gelddrucken, ohne Gegenleistung.

Statt Patenten sollte man diesen Firmen sagen: "Willkommen in der Marktwirtschaft", die gilt auch für unsereins "Arbeiter", wir stehen auch in Konkurrenz zu allen anderen. Für Firmen sollte es keine Ausnahme dieser Regel geben. Keine MONOPOL-Rechte in einer Marktwirtschaft, die von WETTBEWERB lebt.

Ich habe nichts über Patente gesagt. Ich habe nur Ihr schiefes Weltbild zurecht gerückt, wonach alle Entwickler freier Software für Luft und Liebe arbeiten. (Allein solche Äußerungen zeigen ja, wie gut Sie das Thema kennen...)

Wenn Sie schon über Patente auch noch reden wollen: Ich bin dafür, selbstverständlich. Das ursprüngliche Patentsystem war ein Segen für die Weiterentwicklung und Verbreitung von Erfindungen. Das, was heute so alles patentiert wird, hat damit aber nichts mehr zu tun. Genausowenig entspricht der restriktive Umgang mit patentierten Erfindungen dem Gedanken des Patentsystems. Patente sind also gut und notwendig. Es muß nur das mittlerweile völlig aus den Fugen geratene Patentsystem wieder repariert werden.

ja

klar - Sie scheinen ja den vollen Durchblick zu haben...
Sie sollten sich zunächst Ihr eigenes Weltbild zurecht rücken und überhaupt anfangen Gesamtzusammenhänge zu erfassen bzw. Sachverhalte vom Anfang bis zum Ende zu analysieren. (anfangen bitte bei diversen Rätselspassübungen "welcher Faden führt zu welchem Ausgang"...)

Darüber hinaus:
Kennen Sie den Unterschied zwischen einer Patentanmeldung und einem erteilten Patent?

Sie bleiben nicht gern bei einem Thema, gell? Handelt Ihr nächster Kommentar dann von Hundeerziehung? Ich hab den Punkt beantwortet, den klarzustellen mir wichtig war. Sie haben dazu nichts mehr zu sagen - thread closed.

ist

ziemlich lachhaft ihr neuer Kommentar - eine Klarstellung sieht anderst aus.
Schreiben Sie SW auch in so "klarer" Form?

Ich habe mich zu (Software)Patenten und zur SW Entwicklung im Kontext von Free Software geäußert - beides steht im kausalen Zusammenhang.

Noch einmal der Kernpunkt: "Alles Frei" funktioniert nur dann, wenn alle Bereiche des Lebens mitmachen. (was jedoch nie der Fall sein wird)
Die jetzige Situation ist die, dass nur die (bzw. zumindest manche) SW Entwickler sich eine Freiheit wünschen um tun und lassen zu können was sie wollen. Klar werden manche Free SWE auch "bezahlt", das Geld muss aber woher kommen. Letztendlich profitieren wieder nur ein paar wenige von den billigen Free SWE..

Sie haben geschrieben:

"Z.B: ein 'Free'-SW Entwickler möchte ein Auto haben - natürlich gratis, da er ja auch gratis arbeitet"

Das habe ich widerlegt, indem ich Ihnen erklärt habe, daß die Entwickler natürlich nicht gratis arbeiten. Es war mir wichtig das zu tun, weil es ein häufiges Vorurteil ist bei Menschen, die keine Ahnung von freier Software haben.

Was Sie sonst noch so schreiben ist mir wurscht, weil unsere Meinungen ja gar nicht so weit auseinander gehen. Wie gesagt, ich bin nicht grundsätzlich gegen Patente. Wenn Sie partout streiten wollen, suchen Sie sich jemanden, der eine grundsätzlich andere Meinung vertritt als Sie.

Aja? Und wie können dann Softwarefirmen in Ländern überleben, in denen es keine Softwarepatente gibt? Hmmm? Da verwechselt mal wieder jemand Patente mit Urherberrecht und Copyright.

Nischenmärkte!
Zwischen Überleben und ganz gut leben gibt es große Sprünge. Wenn etwas lukrativ ist, dann sind Trittbretfahrer sehr schnell auf der Bildfläche.
Urheberrecht und Patentrecht sind unterschiedlich in der Tat, ergänzen sich aber!
Urheberrecht: 1:1 Kopie (z.B. gesamte Windows-DVD)
Patentrecht: Funktionalität einzelner Bestandteile (z.B. das Snap Feature in Win 8)
alles klar?

Es wird immer abstruser

Das Snap-Feature sollte schon gar nicht patentierbar sein! Wie trivial solls denn werden dürfen?

Ein tiling-window-manager unter Linux macht dasselbe (anordnen von Fenstern, als halb-Bildschirm, viertel... grosse Teile).

Wenn man dazu die Maus an die Seite des Bildschirms fahren muss, statt eine Tastenkombination zu drücken ist es patent-würdig?

Mein Gott, haben Sie überhaupt schon mal Software entwickelt oder besser: woher kommt diese komplette Ahnungslosigkeit?

Umm??

Is ihr Post ned eine Themenferfehlung? Es geht um Patente, weder um "freie Software" noch um "alles frei". Das sind ja wohl 2 völlig verschiedene paar Schuhe. Das man einen Geldgegenwert für eine erbrachte Leistung haben will, ja muss, ist ja wohl klar, das stellt ja wirklich niemand in Abrede. Dass man Konkurrenten abzocken muss, nur weil sie angeblich etwas tun oder herstellen worauf man selber ein Patent hält ergibt sich daraus nicht.

Schlechte Erfahrung

Vielleicht ist es ja nur eine überzogene Reaktion aus Ihren Anfängen, wo sie zu schleißig mit Ihren Entwicklungen umgegangen sind und der Gates sie ganz gewaltig über den Tisch gezogen hat. Ich glaub, das es eher an den Patentjuristen liegt, die den Hals nicht voll genug kriegen können, erinnert mich auch an EU-bürokraten die sich mit Gurkenkrümmung und Glühbirnen kümmern - diese Büro - kraten! In Ihrer Freizeit eigentlich auch nur Menschen und Konsumenten, oder?
Die gr0ßzügikeit eines Volvokonzerns, der in den 50/60ern den 3Punktsicherheitsgurt entwickelt hat und darauf das Weltpatent besaß, es freizugeben, weil es zu wichtig ist und viele Leben dadurch gerettet werden, trau ich den Amis und unserer Welt heute nicht mehr zu.

Au jaaaa, die armen Apple-Leute, sooo pöhse über den Tisch gezogen.... Und dann schimpf ma noch a bisserl über die EU (paßt immer, egal in welchem Zusammenhang) und schenken das nächste Stamperl ein.

Er bezeichnet Apple als gefährlichsten "Agressor" auf die Softwarefreiheit.

Hier sollten wohl noch Oracle und Microsoft genannt werden!

naja, ein spezifisches apple-problem ist natürlich auch noch die absolute minderwertigketi des gesamten systems...

da nehm ich doch lieber einen taschenrechner, bevor ich so ein krankes system verwende...

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