Investor verklagt Hewlett-Packard

Geschönte Zahlen, irreführende Informationen: Die verlustreiche Übernahme der Softwarefirma Autonomy hat ein Nachspiel

Washington - Hewlett-Packard ist wegen der Bilanzaffäre bei der kürzlich übernommenen Softwarefirma Autonomy verklagt worden. Es ist eines der ersten Verfahren gegen den High-Tech-Konzern, der vor einer Woche einräumte, dass die Autonomy-Manager vor dem Erwerb durch HP die Planungszahlen geschönt hätten. HP habe gewusst, dass die Pressemitteilung bezüglich der Akquisition irreführend gewesen seien und zu einem Kursfall führten, teilten die Anwälte des Klägers mit.

Sie streben einen Status als Sammelklage an. HP habe seinen Investoren zudem verschwiegen, dass sie den Kauf von Autonomy wegen der Bilanzmauscheleien noch vor Abschluss der Transaktion wieder rückgängig machen wollten.

Den Kauf hatte 2011 noch der deutsche Konzernchef Leo Apotheker abgesegnet. HP zahlte rund elf Milliarden Dollar. Im vierten Geschäftsquartal 2011/12 schrieb HP 8,8 Milliarden Dollar darauf ab, nachdem ein hochrangiger Autonomy-Manager die Affäre offenlegte. (APA/Reuters, 27.11.2012)

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