ForeverMap 2: Google Maps bekommt Android-Konkurrenz

Georg Pichler
27. November 2012, 10:04
  • Routenplanung funktioniert offline reibungslos - auch für Fußgänger.
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    screenshot: derstandard.at/pichler

    Routenplanung funktioniert offline reibungslos - auch für Fußgänger.

Open Street Maps-basierte App mit Offline-Paketen

Google bekommt weitere Konkurrenz im hauseigenen Play Store für Android in Sachen Karten. Skobbler hat die zweite Version seiner ForeverMap-App online gestellt. Diese verwendet die Daten des Open Street Map-Projektes (OSM) und soll durch Funktionsumfang und Offline-Speicherung punkten.

Umfangreiche Sammlung

In der Tat zeigt sich die ab Android 2.3 lauffähige App in einem kurzen Hands-on mit einem aufgeräumten Interface. Die Grundversion des Programms ist kostenpflichtig, derzeit werden 79 Cent dafür fällig. Dafür erhält man allerdings die Offlinekarten eines Landes seiner Wahl. Zur Verfügung steht dabei der ganze Globus von Amerikanisch Samoa bis zur Zentralafrikanischen Republik.

Der Stand und Detailgrad der Karten schwankt naturgemäß, einmal gekauftes Offlinematerial soll jedoch kostenlos aktualisiert werden. Weitere Karten zur Verwendung ohne Internetverbindung lassen sich zukaufen. Für Städtekarten werden jeweils 79 Cent fällig, für ein ganzes Land 2,99 Euro. Einen Kontinent gibt es für 5,99 Euro und alle verfügbaren Offlinekarten für den Globus um 9,99 Euro. Heruntergeladenes Material kann beliebig gelöscht und wieder installiert werden.

Kein Navi-Feature

Als Features werden neben der Suche nach Adressen und Points of Interest auch eine Umkreissuche sowie Routenberechnung für Autos und Fußgänger geboten. Eine Navi-Funktion fehlt im Gegensatz zu Google Maps allerdings. Locations lassen sich in einer Favoritenliste speichern und auch teilen. Es gibt Zusatzinfos zu Karteneinträgen, diese beschränken sich jedoch auf die ohnehin auf der Karte ersichtliche Kategorisierung.

Reibungsloser Offline-Betrieb

Der Offline-Betrieb, getestet mit Wien, funktioniert problemlos. ForeverMap 2 verwendet Funknetz, WLANs und GPS-Satelliten zur Positionsbestimmung. Die Skalierung von Karten und Informationen beim Zoomen geht flüssig vonstatten, die Suche nach Einrichtungen und Orten sowie die Berechnung von Wegen klappt ebenso. Zu beachten ist freilich, dass ausschließlich eine Kartenansicht zur Verfügung steht. Satellitenbilder existieren, da sie kein Teil von OSM sind, nicht.

Alternative: OsmAnd

Zu Beachten ist allerdings, dass es mit OsmAnd bereits eine Android-App gibt, die mit OSM-Material arbeitet. Diese bietet sprachgestützte Navigation sowie bis zu 16 Kartendownloads in der Gratisausgabe, sowie unbegrenztes Herunterladen und Zugriff auf Offline-POIs der Wikipedia in der Bezahlausgabe für 5,99 Euro. (gpi, derStandard.at, 27.11.2012)

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2 Postings

Die Navigations-Software Navit ist Open Source und nutzt ebenfalls offline OSM-Daten.

navfree ist doch besser und gratis und auch auf osm daten basierend

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