Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Milchbauern aus ganz Europa haben sich am Montag und Dienstag auf den Weg nach Brüssel gemacht, um für gerechte Milchpreise zu demonstrieren. Über 2.000 Milchbauern brachten nicht nur ihre Traktoren mit, sondern auch jede Menge Milch. Was sonst in der Frühstücksschüssel landet, verwandelte die Glasfassade des EU-Parlamentsgebäudes in eine weiße Wand. Über 15.000 Liter Milch wurden von den Bauern, die von der Polizei mit Tränengas und Gummiknüppeln im Schach gehalten wurden, versprüht.
Neben dem Versprühen von Milch wurden auch mitgebrachte alte Reifen und Holzkarren sowie Politikerplakate verbrannt. Am Dienstag wurden zudem Hauptverkehrsstraßen und der Zugang zum Agrar-Referat der EU-Kommission blockiert.
EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos will sich mit den Bauern treffen. Sein Sprecher drückte Verständnis aus: "Es ist wahr, dass Kostenfaktoren, besonders Tierfutter, aber auch Energie, besonders hoch sind und einen negativen Einfluss auf die Profitabilität haben." Die europäischen Landwirtschaftsminister wollen bei ihrem Treffen am Mittwoch und Donnerstag über die Lage auf dem Milchmarkt beraten.
Die Bauern wollen für die Zeit nach Auslaufen des EU-Milchquotensystems im Jahr 2015 eine Mengensteuerung, die ihnen "faire" Preise garantiert. Auch 60 heimische Bauern waren laut IG Milch beim Protest dabei. Im Durchschnitt liegen die Produktionspreise in Österreich bei 78 Cent, für Bergbauern beträgt er über einen Euro. Gezahlt wird den Produzenten jedoch nur 32/33 Cent pro Kilogramm. (sos, derStandard.at, 27.11.2012)
Der Rechtsstreit Saatgutmulti gegen einen 75-jährigen Bauern galt als Kampf David gegen Goliath, das biblische Ende blieb diesem aber verwehrt
Die Minister der 27 EU-Staaten verhandeln fieberhaft weiter um die Reform der gemeinsamen Fischereipolitik
Der kroatische Dessertwein Prošek könnte ein Vermarktungsproblem bekommen - er klingt ähnlich wie der italienische Prosecco
Stiftung Fürst Liechtenstein erhielt 1,45 Millionen Euro Agrargelder
Bauernwurst müsse auch am Bauernhof produziert werden, fordert die Kärntner Landwirtschaftskammer
Immer mehr Agrarland in Mittel-Osteuropa befindet sich in den Händen weniger Investoren und Großgrundbesitzer, Österreicher mischen mit
Eine Sonderkommission soll das Chaos um die Vermessung klären, das Ministerium ein neues Erfassungssystem erarbeiten
Die Causa Almvermessung treibt den Bauern die Zornesröte in die Stirn, aber nicht in ganz Österreich gleichermaßen
Franz Fischler erläutert, wie er im Chaos um Almvermessungen zwischen Bergbauern und der Agrarbürokratie vermitteln will
Schönrechnerei und hohe Rückforderungen setzen Agrarbürokratie unter Druck
Grund sind Fehler bei Landvermessungen - Betrag wird laut Landwirtschaftsministerium geringer ausfallen
Die Anbaugebiete für Wein wachsen in Österreich und weiten Teilen Europas
Das Grüne Licht für den Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta macht den Weg frei für mehr Maisimporte aus Brasilien
Aber ich glaube, dass Subventionen oder "Mengensteuerungen" kein gutes Gegenmittel sind. Die Geschichte der Milchsubvention ist ein Musterbeispiel dafür, wie man es *nicht* machen sollte:
http://www.wdr.de/tv/quarks... _milch.jsp
Subventionen machen süchtig. Fangen Sie gar nicht damit an!
Der Steuerzahler und Konsument
Es demonstrieren genau die Bauern die sich freuen wenn der Nachbar zusperrt und hoffen dass es ihnen dann besser geht (ein Funktionär der der NÖ Bauerrnkammer). Solche wollen ohnen Kontigentierung produzieren (wie es der HAndel will) - dann sind wir da wo jetzt die schweizer Bauern stehen (bekommen für die Milch den halben Preis wie vor der Kontigentierung). Aber dem Ottonormalkonsumproleten freuts, auch wenn er davon nichts hat.
Wir sollten uns eher Fragen wie wir bezahlbare Milch bekommen wie in Deutschland. 89 Cent ist krank für 1L 94% Wasser. In Deutschland zahlt man dafür nur 65 Cent.
Meine Milch kauft mir ein Bekannter Student der ein Einkaufspass für ein Sozialmarkt hat, dort bekommt er die zu vertretbaren 65 Cent. Nicht abgelaufen.
Honig kaufe ich mir auch schon ewig nicht mehr, kostet 6 Euro das Kilo. Krank. Davor habe ich 2006 3 Euro das Kilo gezahlt im Hofer. Was ist bitte passiert das sich der Preis verdoppelt hat?
Sagen sie das den Bauern die den Hals nicht voll kriegen können. Für manche Menschen ist Geiz eine Notwendigkeit. Ich könnte verstehen wenn diese Leute vor der EU für einen günstigeren Milchpreis protestieren.
Aber wenn schwer Reiche mit Vermögen von über 400.000 Euro protestieren kommen wegen ein paar Cent mehr weil sie ihre GIER nicht stillen können, dann finde ich das nur beschämend und für solche Menschen habe ich nichts als Verachtung übrig.
Sie waren noch nie in Deutschland Milchkaufen, stimmts? Sonst wüssten Sie dass man dort Milch von etwa 50 Cent bis 1,50 Euro kaufen kann. Je nach Marke.
Von der 1,50 Euro Milch bekommt der Bauer auch nicht viel mehr Geld. Das Geheimnis ist Marketing. Der Preis bildet sich dann aus Angebot und Nachfrage.
Ich bezweifle aber, dass die Sache mit den Bauern jetzt in Brüssel wirklich dazu beiträgt, Milch besser zu verkaufen. Bewirkt eher das Gegenteil.
Na dann passt es ja. Wobei die Milch auch unter 60 Cent zu finden ist.
Ich habe mich nur auf Ihr "in Deutschland zahlt man ..." bezogen, was nicht stimmt. Weil die Milch um über 1 Euro wird auch gekauft und bezahlt, sonst würde sie nicht im Regal stehen.
Und ich bezweifle auch, dass die Milch in Österreich überall 89 Cent kostet.
Vielleicht ists ja das Bienensterben. Die mögen keine Abgase. Der Honig auch nicht. Abgase entstehen, wenn wir mit dem Auto fahren. Zum Beispiel, wenn wir die Milch lieber in einem 10 km entfernten Soma kaufen, statt im Supermarkt ums Eck.
Anstatt die heimische Landwirtschaft zu fördern, lässt du dir das Zeug lieber von irgendwo liefern - weils 24 Cent billiger ist.
Bravo, sage ich, bravo. Wieso isst du deine Cornflakes nicht gleich mit Wasser? Wär doch im Grunde das Gleiche, oder?
In den USA ist die agrarfoerderung erheblich höher als in oesterreich. Für 2010 beinhaltet den gesamten Bereich bis zum fertigen Produkt inkl. Exportförderung:
Usa 810 Euro (1011usd) pro Hektar
Österreich 270 Euro pro Hektar
Deutschland über 400 Euro pro Hektar
Griechenland 750 Euro pro Hektar
Hallo HPS,
In den USA entfallen über 50% der Agrarförderungen auf interne Nahrungsmittelhilfe. Die gilt zwar offiziell als Sozialleistung, ist aber in Wahrheit eine Subvention für den US-amerikanischen Agrar- und Lebensmittelsektor.
In Europa stellen hingegen die direkten Beihilfen den Löwenanteil der Agrarförderungen. Darunter fallen insbesondere Betriebsprämien.
Nachzulesen hier im Originalbericht:
http://www.momagri.org/UK/press-... _1123.html
Was sagen uns diese Zahlen?
Bzw. so wie ich das verstehe macht das ganze ja erst Sinn wenn man weiß wie viel Gewinn der Bauer pro Hektar macht - wenns in den USA 190 € und in Ö 730 € sind, wärens unterm Strich in beiden Ländern 1000 € Pro Hektar od? :P
Sie sind aber äußerst wichtig für die Landschaftspflege und somit für den Tourismus! Und was täte Österreich ohne den Tourismus?
Außerdem: Wer will lieber Lebensmittel aus dem Ausland oder von industriellen Großbauern als von regionalen und naturnah wirtschaftenden Kleinbauern?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.