Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend fester

27. November 2012, 12:39
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Shanghai Composite Index sinkt auf Dreijahrestief

Tokio - Die asiatischen Leitbörsen haben sich am Dienstag mehrheitlich gestützt von der Einigung in der Eurozone auf die Auszahlung weiterer Hilfsgelder an Griechenland gezeigt. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 34,36 Zähler oder 0,37 Prozent auf 9.423,30 Punkte. Der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss bei 3.011,91 Zählern mit einem Plus von 7,41 Punkten oder 0,25 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 29,9 Zähler oder 0,67 Prozent auf 4.473,40 Einheiten.

Belastet zeigten sich hingegen die chinesischen Aktienbörsen: Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 17,78 Zähler (minus 0,08 Prozent) auf 21.844,03 Einheiten. Der Shanghai Composite verbilligte sich um 26,29 Punkte oder 1,30 Prozent auf 1.991,17 Punkte, was ein Dreijahrestief für den Index bedeutet.

In Sydney konnten CSL um 6,9 Prozent auf 50,01 australische Dollar anziehen, nachdem Australiens größter Pharmakonzern für das Geschäftsjahr 2012/2013 einen Gewinnanstieg nach Steuern von rund 20 Prozent ankündigte. Auch Tatts Group legten 2,83 Prozent auf 2,91 australische Dollar zu. Der Glücksspielkonzern erhielt einen 40-jährigen Vertrag, der ihm die Lotteriekonzession in sieben der acht australischen Bundesstaaten und -territorien sichert.

Den Fall des Shanghai Composite Index auf seinen tiefsten Stand seit 23. Jänner 2009 begründet ein von Bloomberg zitierter Marktteilnehmer mit mangelndem Vertrauen in langfristiges Wachstum. Die chinesische Regierung unternehme zu wenig um die Situation umzukehren, hieß es weiter. Stärkster Einzelwert in Shanghai waren Aerosun, die 2,62 Prozent auf 8,63 Yuan zulegten. Klar schwächer lagen hingegen Anhui Leimingkehus (minus 7,20 Prozent) und Anhui Guotong Hi-Tech Pipes (minus 6,97 Prozent).

Stärkster Einzelwert im Tokioter Nikkei-225 waren Toyobo, die 4,72 Prozent auf 111 Yen zulegten. Auch Finanzwerte lagen klar befestigt, darunter Fukuoka Financial Group (plus 3,75 Prozent) und Shinsei Bank (plus 3,73 Prozent). Laut Bloomberg sind dafür gestiegene Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik durch Japans Notenbank verantwortlich. Der oppositionelle Shinzo Abe, dem Umfragen gute Chancen auf einen Wahlsieg am 16. Dezember einräumen, wolle dadurch den hohen Yen-Kurs korrigieren.

Sehr schwach zeigten sich im Nikkei-225 Stahlwerte: Nach einer Abstufung durch die Ratingagentur Fitch wegen der Befürchtung eines globalen Abschwunges für die Branche verloren Nippon Steel & Sumitomo Metal 2,04 Prozent auf 192 Yen. Am deutlichsten im Index verloren jedoch Nissin Steel Holdings, sie sanken 4,19 Prozent auf 549 Yen. (APA, 27.11.2012)

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