Brite bereiste alle Länder der Welt - ohne Flugzeug

27. November 2012, 08:31

201 Staaten in vier Jahren bereist - "Die meisten dachten, ich sei verrückt"

Juba/London - Mit seiner Einreise in das jüngste Land der Welt hat ein 33-jähriger Brite nach eigenen Angaben als erster Mensch alle Länder besucht, ohne auf ein Flugzeug zurückgreifen zu müssen. Nach knapp vier Jahren habe er insgesamt 201 Staaten bereist.

Unter den Reisezielen waren neben den 193 UNO-Mitgliedern auch Nicht-Mitglieder wie der Kosovo, Vatikanstadt, Taiwan und die Palästinensergebiete, sagte Graham Hughes am Montag der Nachrichtenagentur AFP bei seiner Ankunft in Juba, der Hauptstadt des Südsudan. "Ich bin nun 1.426 Tage gereist, das sind 203 Wochen oder fast vier Jahre".

Das erste Land seiner ungewöhnlichen Tour war am 1. Januar 2009 Uruguay, seitdem sei er quasi ununterbrochen unterwegs gewesen, berichtete der aus Liverpool stammende Globetrotter weiter. Zu dem Zeitpunkt gab es den Südsudan noch gar nicht, er wurde erst anderthalb Jahre später unabhängig.

Grundsatzregeln

Während all der Jahre hielt sich Hughes nach eigenen Angaben strikt an vier Grundsätze: Er durfte weder fliegen noch eigene Fortbewegungsmittel nutzen, musste sich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen und durfte erst dann ein Land von seiner Liste streichen, wenn er "seinen Fuß auf trockenen Boden" gesetzt hat.

"Die meisten Leute dachten, ich sei verrückt, viele glaubten, es sei unmöglich", sagte Hughes. Sie sorgten sich, wie er in Krisengebieten wie etwa Afghanistan und Somalia klarkommen wollte. Diese seien aber wegen der seltenen Grenzkontrollen kein Problem gewesen, versicherte der 33-Jährige. Selbst nach Nordkorea habe er sich "auf Zehenspitzen" einschleichen können.

Wahre Herausforderung

Eine wahre Herausforderung hingegen boten die "kleinen Inselnationen, die zu den Olympischen Spielen mit einer Fahne und zwei Athleten auftauchen". Um zu ihnen zu kommen, musste er manchmal auf ein Versorgungsschiff warten, das nur einmal im Monat fuhr, oder - wie im Falle der Kapverden - tagelang in einem lecken Holzboot über den Ozean gondeln.

Mit seiner Tour sammelte Hughes Spenden für WaterAid, eine britische Hilfsorganisation, die sich für sauberes Wasser weltweit einsetzt. Auf seiner Internetseite zeigt der Globetrotter Aufnahmen von sich aus jedem der bereisten Länder sowie Fotos seiner unzähligen Visa. Sie füllen insgesamt vier Pässe. (APA, 27.11.2012)

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und in jedem land mit einer frau schlafen

das probiere ich demnächst.

Neue Herausforderung für den Globetrotter

In Indien gibt es Pilgertraditionen, die die Zurücklegung des Pilgerweges durch Niederwerfen Körperlänge für Körperlänge vorsehen.
Das wäre doch was: alle kontinentalen Länder auf diese Weise bereisen ...

coole aktion, bis auf die unnötige beschränkung mit dem öffentlichen verkehr.

Und ich fand mich schon abenteuerlich, weil ich heuer mit dem Motorrad Albanien, Mazedonien und Bosnien bereiste.

Naja, man muss halt klein anfangen.

Jede Wette, dass er nicht auf den Pitcairn Islands war. :-)

ist kein staat

sondern britsiche kronkolonie

a unsympathischer bursch

In der Wikipedia Liste gibt es 205 bzw. 206 Länder. Welche Länder hat er denn ausgelassen?

Ich tippe mal auf Niue, Südossetien, Transnistrien, Abchasien und Bergkarabach.

lol ;)

"The Odyssey Expedition site is currently dealing with an unexpected surge of popularity! It will return soon. If you need to contact Graham, please write to him using Twitter @EveryCountry. Thank You"

absolut beneidenswert auf alles fälle und gratulation!!

damned und ich sitz hier noch im fu*k office...

Dafür musste er sicher in 1/3 aller Länder um sein Leben fürchten. Wenn nicht mehr... Abgesehen von dem war es garantiert eine unglaublich tolle Erfahrung!

Der Straßenverkehr ist natürlich gefährlich.

Abgesehen davon - welche Länder sind wirklich so gefährlich, dass man sie nicht bereisen kann?

In Syrien, Irak, Afghanistan, Somalia würde ich jetzt keine ausgedehnten Touren machen sonst fällt mir da wenig ein. Zumindest bewaffnete Konflikte sind meist regional begrenzt.

Für alleinreisende Frauen sind ziemliche viele Länder gefährlich.

Wer sprach vom Straßenverkehr? Krankheiten würden z.B. eher ein Problem darstellen.

Allein in Afrika wäre jedes land als Tramper gefährlich. Vorallem als jemand der ersichtlicherweise aus Europa oder dem reslichen Westen kommt.

Afrika ist sicher gefährlicher als Europa.
Die Krankheiten würden mich jetzt aber nicht so schrecken.
Gegen Aids gibt es gute Hausmittel und gegen Malaria und Dengue wirkt eine große Sprühdose Deet.

Gewaltverbrechen dürften auf dem Niveau von Südamerika sein.

Hier eine Statistik:
http://cathrinka.blog.de/2012/02/2... -12954588/

Beneidenswert !

die möglichkeit so einer reise ist in erster linie eine frage der staatsbürgerschaft.

und Geschlecht (in manchen Ländern) :)

Erinnert an eine köstliche Herbert Rosendorfer - Geschichte,

vom Mann, der Pantscherl mit Frauen aus allen Staaten der Welt gesammelt hatte - und dann zuallerletzt am Vatikan (fast) verzweifelt wäre.

Net schlecht, Respekt :o)

Bewundernswert. Sowas muß man erst mal durchziehen.....
Aber wie kann man sich nach Nordkorea schleichen? Wenn man so leicht reinkommt dann müsste es ja auch ein leichtes sein von dort zu flüchten was ja defintiv nicht der Fall ist.

was soll an nordkorea schwierig sein?

wenn sie unfallfrei in einen zug steigen können, dann tun sie das einfach in beijing station und etwa 24 stunden später sind sie in pyöngyang - ein gültiges visum natürlich vorausgesetzt...

die kontrollieren nur in eine richtung, weil normalerweise niemand ernsthaft versucht, sich dort einzuschleichen...

gratulation!

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