Tschetschenien: Ärztinnen wegen Kinderhandels verhaftet

27. November 2012, 07:15
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Kinderhändlerring soll im Kaukasus Babys verkauft haben

Im Rahmen von Ermittlungen zu einem kaukasischen Kinderhändlerring hat die russische Polizei in Tschetschenien zwei Frauen verhaftet. Wie die Kriminalisten am Montag mitteilten, soll eine der beiden Festgenommenen in der Nachbarrepublik Dagestan die Kinderabteilung des Zentralkrankenhauses von Chassawjurt geleitet, die andere als Ärztin in einer Geburtsklinik der dortigen Hauptstadt Machatschkala gearbeitet haben.

Die beiden Medizinerinnen sollen einem Kinderhändlerring angehören, der Babys und Kleinkinder aus Dagestan in Tschetschenien verkaufte. Nach Angaben des russischen Innenministeriums soll dieser unter anderem Eltern von kleinen Patienten in den Krankenhäusern weisgemacht haben, ihre Kinder litten unter schwersten Erkrankungen, und sie dann dazu gebracht haben, die Kleinen ihrem Schicksal zu überlassen.

Verdeckte Ermittlungen

Ende Oktober war der Polizei bereits eine tschetschenische Pensionistin ins Netz gegangen, die einer verdeckten Ermittlerin ein 18 Monate altes Mädchen für umgerechnet 9.950 Euro und einen kleinen Buben für 12.440 Euro verkaufen wollte. Am gleichen Tag wurde eine Angestellte des Hospitals von Chassawjurt festgenommen. Sie war laut den Ermittlungen für die "Beschaffung" der Kinder zuständig, die Pensionistin für die Suche nach Käufern. (APA, 27.11.2012)

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