Wieder Selbstverbrennungen aus Protest gegen Tibet-Politik

27. November 2012, 06:37
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Seit Sonntag starben mindestens drei Menschen

Lhasa - Erneut haben sich in China mehrere junge Tibeter aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in ihrer Heimat selbst verbrannt. Seit Sonntag kamen dabei zwei junge Männer im Alter von 18 und 24 Jahren sowie eine 17-jährige buddhistische Nonne ums Leben, wie Exil-Tibeter und Menschenrechtsgruppen am Dienstag mitteilten. Das Schicksal eines 20 Jahre alten Tibeters, der sich den Angaben zufolge am Montag in der Provinz Sichuan in Brand gesteckt hatte und von Sicherheitskräften weggebracht worden war, sei noch unklar. Damit stieg die Zahl der Selbstverbrennungen allein in diesem Monat auf mindestens 20.

In Gonghe in der Provinz Qinghai gingen am Montag nach Berichten von Exilgruppen Hunderte tibetische Studenten gegen die chinesische Führung auf die Straße. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften seien mindestens 20 von ihnen verletzt worden. Die Proteste hätten sich an einer "patriotischen Erziehungsmaßnahme" entzündet, bei denen die Studenten Fragen wie "Was ist das Wesen von Selbstverbrennungen?" oder "Was sind die Konsequenzen illegaler Demonstrationen und Zusammenkünfte?" beantworten sollten. (APA, 27.11.2012)

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