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vergrößern 500x332Prominenter Besuch im Flüchtlingscamp: Ute Bock (Mitte) und der Kabarettist Josef Hader (nicht im Bild) bedauerten, dass sich nur wenig Einheimische mit der Lage der Asylwerber beschäftigten.
Wien - Kalt und zugig ist es im Wiener Sigmund-Freud-Park, da nutzen auch Zelte nicht viel. Doch so sehr im Protestcamp der Flüchtlinge vor der Votivkirche auch gefroren wird und im großen Versammlungszelt der Wind in den Planen knattert - die Stimmung ist aufgeheizt. "We want our rights!", skandieren mehrere Dutzend der rund 70 Lagerbewohner nach jedem Beitrag auf dem improvisierten Podium der Pressekonferenz.
Dort reichen einander sechs Asylwerber - aus dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen und anderen Unterbringungseinrichtungen - das Mikro weiter. Dabei entlädt sich einiges an Zorn und Frust: "Wir sind nicht aus Spaß in Österreich und hoffen auf Unterstützung. Aber der Staat hat uns bisher nicht gezeigt, dass wir willkommen sind", sagt eine junge Frau, wohl aus Somalia. Und ein junger Mann, wahrscheinlich aus Pakistan, betont: "Wir sind keine Tiere, wir sind Menschen!"
Was die Flüchtlinge derart aufbringt, ist vor allem der Zwang zur Untätigkeit; Asylwerber haben in Österreich de facto keinen Zugang zu Jobs. Und es ist die über ihnen schwebende Abschiebedrohung aus der gesamten EU. "Würde durch Arbeit" und Aufenthaltssicherheit sind ihre beiden Hauptforderungen, neben - zum Beispiel - besseren Dolmetschern, gesünderem Essen und einem Ende der Verlegungen in abgeschiedene Landgasthöfe ohne Infrastruktur.
Keine Rolle spielt für die Campbewohner, wer woher geflohen ist. Sie nennen einander nur "refugee" - und nehmen damit auf eine politische Bewegung Bezug, die in Deutschland seit bald einem Jahr existiert und sich jetzt auch in Österreich manifestiert.
Um dort gegen Freiheitseinschränkungen für Asylwerber wie die Residenzpflicht in einem Bundesland zu protestieren, haben Gruppen wie das "Voice Refugee Forum Germany" etwa einen Marsch von Würzburg nach Berlin organisiert. Vor dem Brandenburger Tor wird im Anschluss an diesen immer noch hungergestreikt.
In den vergangenen Monaten hätten sich auch im Lager Traiskirchen unzufriedene Flüchtlinge zusammengefunden, erläutert der Abschiebungsgegner Hans-Georg Eberl. Die Proteste würden von ihnen selbst getragen. Aus dem Innenministerium kam dazu am Montag indirekt Widerspruch. Laut den täglichen Standeskontrollen in Traiskirchen würden sich maximal acht Insassen an den Aktionen beteiligen.
Im Innenministerium wurde am Montag auch der Plan B zur Flüchtlingsunterbringung fertig. Er regelt, wohin aus Traiskirchen Asylwerber überstellt werden sollen, sollten die Länder bis Freitag nicht rund 1000 Zusatzplätze zur Verfügung stellen.
Vorgesehen seien Wohnplätze in Kasernen im oberösterreichischen Eberstein sowie im Salzburger Elsbethen, sagte ein Insider dem STANDARD. Container wiederum werde man in Kärnten aufstellen - auf dem Gelände der Polizeikaserne im Krumpendorf. Zeltstädte seien nicht geplant.
Damit würde das Innenministerium in insgesamt drei der vier am Montag immer noch unterbringungssäumigen Bundesländern Ersatzquartiere planen - nur in Tirol nicht. (Irene Brickner, DER STANDARD, 27.11.2012)
Die Caritas ist auf der Suche nach einer neuen Unterkunft
Die Asylwerber befürchten Abschiebungen
Laut Innenministerium und Caritas steht aber keine Abschiebunswelle bevor
Behörden: Haftvoraussetzungen nicht mehr gegeben - Zieht ins Servitenkloster in Wien
Die aus der Votivkirche ins Servitenkloster übersiedelten Flüchtlinge wollen ihren Protest von dort aus fortsetzen. Die Polizei hat jetzt mit Einzelprüfungen der Asylfälle begonnen - der Ausgang ist offen
Flüchtlinge wollen sich nach Abgang aus Votivkirche weiter für ihre Anliegen einsetzen - Auch Caritas und Schönborn fordern Verbesserungen im Flüchtlingswesen
Caritas: Handelt sich um "eine gute, friedliche Lösung"
Elfte Woche der Flüchtlingsproteste in der Votivkirche, und nach wie vor gibt es keinen Ausweg. Den angekündigten Einzelfallprüfungen nach einem Umzug begegnen Betroffene mit Misstrauen und Unverständnis.
Laut Wiener Polizei liegt ein rechtskräftig negativer Asylbescheid gegen Shahjahan Khan vor, der am Donnerstag verhaftet wurde
Rechtskräftig negativer Asylbescheid gegen Pakistaner - Unterstützer angezeigt - Grüne: Unverständliche Eskalation
Wiener Erzbischof lehnt in einem Brief erneut Garantien für Votivkirche-Besetzer ab
Mann wurde vor der Kirche verhaftet
Die Flüchtlinge brauchen weiterhin Unterstützung, haben aber auch unrealistische Forderungen, sagt Klaus Schwertner
Aus Angst vor Verhaftungen wollen sie in der Kirche bleiben und nicht in die bereitgestellten Notquartiere übersiedeln
Das Swat-Tal gilt als Rückzugsgebiet pakistanischer Taliban - Wien: Proteste gehen weiter
Fremdenpolizeichef Gerhard Reischer: Auch bei negativen Asylbescheiden bestehen Möglichkeiten, im Land zu bleiben
Flüchtlinge müssten aber lernen, dass in Rechtsstaat nicht alles möglich ist
Asylwerber sind meist zur Untätigkeit verdammt, arbeiten dürfen sie nur als Saisonniers
Protestierende Flüchtlinge haben Entscheidung nach Brief von Präsident Fischer und einer Solidaritäts-Demo getroffen
Brief des Bundespräsidenten löste bei protestierenden Flüchtlingen Nachdenken über Umzug aus
Tatsächliche Übersiedlung aber offen - Flüchtlinge reagieren erfreut auf Brief des Bundespräsidenten
Appell des Staatsoberhaupts, Votivkirche zu verlassen und Hilfe anzunehmen
Positiver Evaluierungsbericht zu Camp-Räumung "nicht überraschend" - Kritik auch von den Grünen
Einschreiten der Polizei im Dezember entsprach "durchgehend den geforderten Grundsätzen der Deeskalation und Verhältnismäßigkeit"
Die Grenzen sind doch fließend!
Der arme Afghane, der sein Glück in Mitteleuropa versucht, um für sich eine bessere Zukunft aufzubauen, der Familie ein bisschen Geld zu senden
und der der vor dem Krieg und den Taliban, die es auf seine Volksgruppe abgesehen haben, flüchtet ...
Ist der jetzt ein politisch Verfolgter oder ein böser Wirtschaftsflüchtling?
Natürlich ist es richtig, dass die Ärmsten der Armen meistens gar nicht so weit fliehen können und dass es manchen zuhause vergleichsweise gar nicht einmal so schlecht ging.
Aber sie nach all den Entbehrungen einfach wieder zurückzuschicken kommt für diese Menschen psychologisch einem Todesurteil gleich.
Aber vielen Mitbürgern scheint da jede Empathie zu fehlen.
Wenn Asylverfahren a bisserl rascher und gerechter über die Bühne laufen würden, dann wäre ein Jahre langer untätiger Aufenthalt in Österreich (auf Kosten Ihrer Steuergelder) nicht nötig. Für die Finanzierung dessen ist die Legislative zuständig, nicht die NGOs...
Es ist noch einiges verbesserungswürdig an unserem „Sozialsystem“, da gebe ich Ihnen Recht. Aber alles in allem geht es den meisten von uns gut. Das wirklich Lebensnotwendige – Unterkunft, Essen, Bekleidung, Sicherheit, Bildung, Zugang zu Informationen, öffentliche Infrastruktur, Sozialleistungen - ist für da und selbstverständlich. Alles darüber hinaus sehe ich als Luxus.
http://www.sosmitmensch.at/stories/6821/
"Alle Abschiebungen müssen gestoppt werden"
"Es gibt viele Überstellungen in abgeschiedene, ländliche Gegenden. Das muss gestoppt werden da vor Ort benötigte Infrastruktur nicht gewährleistet wird"
"Tickets für den Öffentlichen Verkehr müssen unentgeltlich angeboten werden, zumindest für 3 Tage, so das jede und jeder die Möglichkeit hat, das Land, die Menschen, deren Leben kennen zu lernen"
"Wir fordern freien Internetzugang in den Camps und TV mit Sat-Empfang um Informationen von der Welt zu erhalten."
Also zusammengefasst: Wir pfeifen auf Eure Gesetze und Regeln, aufs Land wollen wir auch nicht umquartiert werden aber besuchen wollen wir es schon und Sat-TV ist doch wohl das mindeste...
Ausreichende medizinische Versorgung, menschenwürdige Unterkunft und Verpflegung, Zugang zu Bildungs- und Informationssystemen. Unverschämte Forderung, nicht wie ein Mensch zweiter Klasse bahandelt werden zu wollen.
Verstehe auch nicht, wieso sich diese Menschen in unserem Land nicht willkommen fühlen. Bei dieser Fülle an wohlmeinenden Postings, wo ihre Flucht als Wirtschaftsverbrechen dargestellt wird.
Wieso sind die schnell geflüchtet? Ah ja, sie wollten nicht mehr wegen ihrer Religionszugehörigkeit oder sozialem Status in ihrem Recht, menschenwürdig zu leben, beschnitten oder bedroht werden.
Wer hat diesen Turbokapitalisten bloß geflüstert, dass Österreich die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet hat?
Die folgende Meldung (Oö. Nachrichten) zeigt erst, wie das gemeint ist:
"Seit Anfang Oktober 2011 waren vor allem im Bezirk Vöcklabruck und in den angrenzenden Bezirken die Einbrüche in Wohnobjekte gestiegen. Im Jänner dieses Jahres wurde dann ein 28-jähriger georgischer Asylwerber nach einem Wohnhauseinbruch in Salzburg auf frischer Tat ertappt und mit seinem damaligen Komplizen, einem 48-jährigen georgischen Asylwerber verhaftet."
Kindesmisshandlung:
"ich hab auch Detschn ausgeteilt. Das war damals so üblich", sagt Bock."
http://derstandard.at/1318726310090/
Spendenbetrug:
http://kurier.at/chronik/o... /1.081.829
http://diepresse.com/home/pano... n-Ute-Bock
Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung....
Eine alte Dame schlechtreden, die sich in ihrer Rente für Menschen einsetzt.
Na das hamma ja gern..
Zu ersterem Link:
Ja, is sicher etwas das sie falsch gemacht. Es war damals zwar so, aber trotzdem falsch und zu verurteilen.
Das hat aber genau nichts damit zu tun, was sie jetzt macht.
Zu den Betrugsvorwürfen kann ich nur sagen: Mal schaun was da noch genau rauskommt.
Ich glaub nicht, dass da irgendwelche Gelder abgezweigt wurden.
Der Verein Ute Bock hat - zumindest bei mir - noch immer ein hohes Ansehen.
Es sind im Forderungskatalog einige Forderungen drinnen, die man so nachvollziehen kann, aber bitte was soll das, geht es denen wirklich so schlecht, dass ihnen solche Dinge einfallen oder haben sie kreative Einsager:
Tickets für den Öffentlichen Verkehr müssen unentgeltlich angeboten werden, zumindest für 3 Tage, so das jede und jeder die Möglichkeit hat, das Land, die Menschen, deren Leben kennen zu lernen. So ist es auch möglich, zu Rechtsinformationen zu kommen und sich um den eigenen Fall rechtlich zu kümmern.
Die Sonne war schon lange untergegangen und der alte Indianer sitzt mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Sie beobachten die knisternden Flammen.
„Manchmal“ sagte der Großvater nach einer Weile, „manchmal fühle ich mich als würden zwei Wölfe in meiner Brust mit einander kämpfen“.
Er schaut dem Enkel tief in die Augen. „ Der eine ist aggressiv, rachsüchtig und will zerstören.
Der andere ist sanftmütig, liebevoll und nimmt Anteil am Leben anderer.
Der Junge sitzt eine Weile ruhig da. „Welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf“, will er wissen.
„Der Wolf“ , der alte Indianer macht eine Pause,
„den ich füttere“ ...
Wohnungszuteilungen von Wiener Wohnen an OesterreicherInnen mit einem kleinen Einkommen! Das heisst vor allem junge Menschen die nach der Schule oder Lehre zu wenig verdienen um sich eine Genossenschaftswohnung, Altbau oder Eigentumswohnung leisten koennen. Wie geht es an dass frei gewordene Wohnungen von Wiener Wohnen nur von Migrantenfamilien besetzt werden und OesterreicherInnen raussterben....
Es ist eine (IMO verhetzende) Lüge, dass Wohnungen "nur an Migranten" gehen. Gerade in Wien verhindert man sehr gezielt die Entstehung von Ghettos, indem man freie Wohnungen auf ein gemischtes Publikum verteilt -- statt, wie in manchen Städten, ein Hartz-IV-Inländerghetto und ein separates Türkenghetto entstehen zu lassen.
gratis Verpflegung,
gratis Unterkunft und Heizung,
gratis Bekleidung,
ärztliche Versorgung und vieles andere bekommt,
der soll BITTE davon Abstand nehmen,
FORDERUNGEN zu stellen.
Ein leises "danke" wäre aber angebracht, finde ich...
...gibt es sicher. Genau so, wie unter den Arbeitsuchenden welche sind, die es vorziehen, von Beihilfen zu leben, anstatt für ein paar Euro mehr arbeiten zu gehen. Wird man nie verhindern. Die Frage ist vielmehr, wieviele davon sind keine Schmarotzer?
Verstehe daher nicht, wieso sich die meisten Postings hier um Wirtschaftsflüchtlinge drehen, und nicht um Tatsachen: Traiskirchen ist überfüllt, die Bundesländer erfüllen (noch) nicht ihre Quoten, aufgrund der Überfüllung herrschen menschenunwürdige Zustände. Ist es nicht ein Menschenrecht bessere Bedingungen zu fordern? Und ist es nicht die Aufgabe der NGOs diesen Menschen eine Stimme zu geben?
den dolmetschern wird unterstellt absichtlich falsch zu übersetzen u deshalb deren kompletter austausch verlangt... unter jeder menschenwürde ist natürlich auch, dass den asylwerbern nicht eine österreich rundreise finanziert wird, damit sie land und leute kennenlernen können... ehrlich, lesen sie mal nach, was gefordert wird....
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