Gabor Gulyas als Leiter der Budapester Kunsthalle zurückgetreten

Aus Protest gegen Unterstellung unter Kunst-Akademie

Budapest - Der Direktor der Budapester Kunsthalle, Gabor Gulyas, ist am Montag aus politischen Gründen zurückgetreten. Auslöser war die Entscheidung der rechts-konservativen Regierung von Viktor Orban, die Kunsthalle der sogenannten Ungarischen Kunst-Akademie (MMA) zu unterstellen.

Bei dieser handelt es sich um eine Vereinigung ultra-konservativer Privatleute, die den Kurs der Regierung Orban unterstützen. "Da es mir die funktionelle Neuordnung der Kunsthalle unmöglich macht, auf souveräne Weise weiterzuarbeiten, ist es meine moralische Pflicht zurückzutreten", schrieb Gulyas in einer Stellungnahme am Montag.

Die Budapester Kunsthalle ist der bedeutendste Ausstellungsort für moderne Kunst in Ungarn. Gulyas war erst Anfang 2011 zu ihrem Leiter ernannt worden. Zuvor hatte er die Kunstgalerie Modem in der ostungarischen Stadt Debrecen geführt.

Als Regierungsmedien Anfang 2011 eine Verleumdungskampagne gegen kritische Geisteswissenschafter, unter ihnen die Philosophin Agnes Heller, starteten, war Gulyas einer der wenigen dem rechten Lager zugerechneten Intellektuellen, die die Angegriffenen in Schutz nahmen. (APA, 26.11.2012)

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Der Ausgansgpunkt dieses Artikels ist ein totales Missverständniss: auch der Direktor, wer jetzt zurücktritt, war auch selbst aus politischen Gründen, in der Epoche dieser Regierung ernannt, so dass er den Kriterien gar nicht enspricht, die die frühere, für diese Position ausgeschriebene Bewerbung enthalten hat. Ohne professionelle Bildung in der Kunst, ohne Fremdsprachenkentnisse ist er in diese Position geraten. Er ist kein Held und nicht nur in dieser Geschichte sondern auch darin nicht, als er die Geisteswissenschafter geschutzt hat. Er selbst -und auch seine Frau- haben nähmlich Rolle als Organisator in den dort erwähnten Projekten gespielt, diese Fakt war aber nicht erwähnt. Seine Statments dienen für schamlosige Selbstlegedenbildung.

Gabor Gulyas

das lebende ungarn klischee

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