TU Wien und Stadtwerke kooperieren zu "Smart Cities"

26. November 2012, 17:03
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Doktoratskolleg legt Fokus auf Verschränkung von Energie-, Mobilitäts- und Stadtplanung

Wien - Metropolen stehen zunehmend vor Herausforderungen wie Energieversorgung, Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Die Technische Universität (TU) Wien und die Wiener Stadtwerke wollen nun bei der Forschung zum Thema "Smart Cities" kooperieren. Ein entsprechendes auf fünf Jahre angelegtes Kooperationsabkommen haben am Montag Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner, TU-Rektorin Sabine Seidler und die Stadtwerke-Chefin Gabriele Payr unterzeichnet. Erste konkrete Initiative ist ein im Wintersemester 2013 startendes Doktoratskolleg zum Thema "Smart Cities", hieß es am Montag bei einem Pressegespräch in Wien.

Die TU bemühe sich, ihre Forschungskompetenz auf breiter Basis darzustellen und ihre Expertise zu großen Themen wie Energie und Umwelt vernetzt anzubieten, sagte Seidler. In einem einjährigen gemeinsamen Strategieprozess habe die Uni gemeinsam mit den Stadtwerken Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet.

Die Stadtwerke stehen mit Unternehmensbereichen wie Wien Energie oder den Wiener Linien laut Payr vor der großen Herausforderung, "die hohe Qualität zu halten und das Wachstum der Stadt zu verkraften". Notwendig sei die Bereitstellung umweltfreundlicher Energie und vernetzter, für alle leistbarer Mobilität - hier müsse man immer einen Schritt voraus sein, begründete sie die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft.

Positionierung als "spannender Arbeitgeber"

Zudem würden die Stadtwerke hochqualifizierte Mitarbeiter benötigen, der Kampf um diese werde sich in Zukunft verstärken. Um sich als "spannender Arbeitgeber" zu positionieren, fördern die Stadtwerke nicht nur das Doktoratskolleg für zehn Doktoranden mit jährlich rund 300.000 Euro, sondern auch Praktikumsplätze sowie Bachelor- und Masterarbeiten von TU-Studenten. Das Doktoratskolleg, dessen Fokus auf der Verschränkung von Energie-, Mobilitäts- und Stadtplanung liegen soll, wird derzeit designt und soll Ausgangspunkt für künftige Forschungsprojekte werden.

Brauner unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaft für den Wirtschaftsstandort Wien. Trotz der hervorragenden Ranking-Ergebnisse für Wien müsse verstärkt an Zukunftsfragen wie Energie, Umweltschutz oder Mobilität gearbeitet werden - Themen, mit denen die Wiener Stadtwerke eng verbunden seien. (APA, 26.11.2012)

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