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Der Kampf gegen Obdachlosigkeit ist Teil des rot-grünen Regierungsabkommens in Wien.
Wien - In Wien sollen obdachlose Menschen direkt von der Straße in Wohnungen wechseln können. Das ist zumindest das Ziel des Projekts "Housing First". Dieses sei u.a. bereits in Finnland, Deutschland und Großbritannien erprobt worden und habe sich dort bewährt, betonten Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) und die grüne Sozialsprecherin Birgit Hebein am Montag. Für Wien wurde ein eigenes Modell entwickelt, seit September gibt es einen Pilotversuch: 50 Wohnungen stehen für Betroffene zur Verfügung.
Für Wehsely könnte "Housing First" sogar einen Paradigmenwechsel in der Wohnungslosenhilfe einleiten: Denn eine eigene Wohnung steht am Beginn und nicht erst - wie bisher - am Ende des Betreuungsverhältnisses. Da die Wiener Wohnungslosenhilfe auf einem Stufenmodell basiert, müssen Obdachlose im Normalfall erst mehrere Schritte durchlaufen, bis sie in ihre eigenen vier Wänden ziehen können.
Das neue Vorhaben verfolgt einen anderen Ansatz. Ohne vorherige Betreuung werden Hilfesuchende in Wohnungen untergebracht. Die Miete muss von Anfang an selbst bezahlt werden, erklärte Hebein. "Natürlich kann man nur einen Mietvertrag abschließen, den man sich leisten kann", fügte der Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, Peter Hacker, hinzu.
Zusätzlich können Betroffene eine professionelle Hilfe bei der Begleitung in die Selbstständigkeit in Anspruch nehmen, so Hebein. Allerdings wird bei "Housing First" die Verantwortung zwischen Betreuer und Wohnungseigentümer strikt getrennt. Dadurch sollen Menschen wieder früher selbstständig wohnen. "Bis jetzt haben wir die Wohnungslosen sehr an der Hand genommen", so Hacker.
Ein Pilotversuch zu "Housing First" läuft seit September. Über den Verein "Neunerhaus" stehen 50 Genossenschafts- und Privatwohnungen zur Verfügung. Einige sind bereits vergeben, im nächsten halben Jahr sollen es dann alle sein. Die Kapazität soll weiter aufgestockt werden, so Hacker.
Gedacht ist das Angebot für obdach- oder wohnungslose Menschen. Damit können u.a. Personen unterstützt werden, für die das Zusammenleben eine schwer überwindbare Hürde darstellt und die in betreuten Einrichtungen nicht so gut mit Mitbewohnern auskommen. Außerdem muss eine eigene Wohnung als erstrebenswertes Ziel angesehen werden. Ausschlusskriterien sind u.a. Pflegebedarf sowie akute Selbst- und Fremdgefährdung. Zudem müssen die Menschen in der Lage sein, sich mit dem Wohnumfeld zu arrangieren.
Die Betreuungsarbeit bei "Housing First" ist mit 350.000 Euro budgetiert. Das Projekt wird laufend evaluiert. Wehsely geht davon aus, dass man in zwei Jahren, also Ende 2014, sagen kann, ob das Modell "große Zukunft" hat und Teile des Stufenmodells ablösen kann oder ob es "ein Puzzlestein" ist. Die Umsetzung von "Housing First" ist im rot-grünen Regierungsübereinkommen verankert.
Es wurde allerdings bereits versichert, dass trotz der Einführung von "Housing First" das restliche Angebot erhalten bleibt. Jedoch erwarten die Verantwortlichen bei einem Erfolg, dass die Zahl der Plätze in anderen Bereichen, etwa in Nachtquartieren oder Übergangseinrichtungen, sinken wird.
Insgesamt stellt die Stadt mehr als 45 Millionen Euro für die Wohnungslosenhilfe zur Verfügung. Im Vorjahr wurden in den rund 80 Einrichtungen mit 4.500 Schlaf- und Wohnplätzen 8.280 Personen betreut. Zudem gab es in den zehn Nachtquartieren 373 Schlafplätze - Hilfesuchende nutzten dieses Angebot im Schnitt 20 Tage.
Wehsely betonte, dass man für den bevorstehenden Winter gerüstet sei. Innerhalb kurzer Zeit könnten bis zu 250 weitere Nächtigungsplätze geschaffen werden. Dafür wurde ein Budget von 400.000 Euro reserviert. Derzeit gebe es noch gut 50 freie Plätze in den Nachtquartieren. (APA, 26.11.2012)
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Ein Dach überm Kopf sollte ein Grundrecht sein. Nicht hier, in Djibutti. Zuesrt macht uns Wiener Wohnen, Neumayaer, Ludwig, Häupl, Faymann obdachlos, dann tun sie so als würden sie sich um uns kümmern. Das sind doch ganz elende Schmarotzer!
http://charlykappel.blogspot.co.at/
Strache hat eine ähnliche Summe -und das waren Steuergelder- für seine "Comics" "benötigt"; eine ähnliche Summe wurde in Grippeschutzmasken "investiert"; wahrlich ein Lercherl im Gegensatz zu Faymanns Inseraten; für das Geld kann man wohl nicht mal einige €-Fighter neu bereifen.. undsoweiterundsoweiterundsoweiterundsoweiter
"Die Betreuungsarbeit bei "Housing First" ist mit 350.000 Euro budgetiert. Das Projekt wird laufend evaluiert."
Der Witz ist ja überhaupt der, dass hier jetzt der Eindruck enstehe, man wache mit Argusaugen über jeden Cent des Geldes für dieses Projekt, obwohl es hier um elementare Bedürfnisse geht, jedoch im großen Stil hat man sich einfach mit der großen Schöpfkelle bedient.
Ihr Vergleich ist nicht ganz richtig, auch wenn ich trotzdem der Meinung bin, daß Wohnen ein Grundrecht ist. Das Parkhaus bringt dem Investor und dem Staat Geld und kostet den Steuerzahler nichts. Eine Sozialwohnung kostet den Steuerzahler sehr wohl für die gesamte Bezugsdauer der Wohnung etwas. Im übrigen bin ich sicher, ein gut geplantes Parkhaus, in dem pro Parkplatz und Monat ca. 100 € verlangt werden, bringt eine schönerer Rendite, als ein Wohnhaus. Noch dazu, wo im Wohnhaus an Installationen und Behübschungen gedacht werden muß, die im Parkhaus wegfallen
Da wäre ich mir nicht so sicher! Es ist nicht unüblich, dass private profite durch öffentliche Gelder realisiert werden (in Form von Förderungen zum Beispiel)...
Womit wir wieder beim derzeitigen gesellschaftlichen Grundübel wären: Eine Investition, die Rendite verspricht, kann problemlos aufgetrieben werden, dort wo es "nur" um Menschlichkeit und das Befriedigen von Grundbedürfnissen geht, gibts Probleme und Finanzierungsschwierigkeiten.
Daß die Errichtung von Parkhäusern den/die SteuerzahlerIn nichts kostet, ist ein sorgfältig gepflegtes Märchen ohne jeden Wahrheitsgehalt: Gerade in Wien wurden in den letzten Jahren praktisch ALLE öffentlichen Garagenprojekte (WIPARK, APCOA als Monopolbetriebe!) in Bezug auf die Gestehungskosten großzügigst von der öffentlichen Hand gefördert, die aus dem Betrieb resultierenden Einnahmen werden aber im grossen und ganzen den Bewirtschafterkonzernen überlassen...
Wer tatsächlich von einem Parkhaus profitiert, ist eine anderer Frage. Im Zeitalter kreativer Buchführung läßt sich das auch kaum nachvollziehen. Aber 300 € für 45 m², das sind etwa 3 Stellplätze in einem simplen Betonbau ohne Zubehör, das geht sich aus. Da bräuchte es keine Subventionen. (was nicht heißt, daß es nicht trotzdem welche gibt, da die SPÖ und nicht nur diese es liebt, sich quer zu subventionieren.) Abgesehen davon, daß ein solcher Parkplatz z.B. im 8. Bezirk bereits mehr als 100 € kostet.
Sie haben sich im einleitenden Satz Ihres Postings zu meinem Vergleich dahingehend geäußert,daß Sie die Behauptung aufgestellt haben, dieser wäre nicht richtig. Nun ist es aus sprachlogischen Erwägungen unmöglich, einen Vergleich als "richtig" oder "falsch" zu klassifizieren, da hier bestenfalls eine Wertung als "treffend" bzw. "zulässig" (oder das jeweilige Gegentheil) zielführend scheint.
Der Rest Ihrer Zeilen bildet Ihre subjektive Meinung über die vermutete Gewinnträchtigkeit zweier Investitionsmodelle ab und zielt daher deutlich am Inhalt meines Ausganspostings vorbei. Auch ich bin einem erfolgversprechenden Gedankenaustausch grundsätzich zugeneigt, würde aber zum Erhalt der Sinnhaftigkeit ersuchen, beim jeweiligen Thema zu bleiben.
Nachdem sich die Betreuung nicht beim Mietverhältnis einmischt gilt das Mietgesetz in voller Härte. Das heisst: Mieter kann erst nach endlosem monatelang andauerndem und finanziell aufwändigem Verfahren wieder delogiert werden, wenn er nicht zahlt oder sich anderwertig aufführt (Alkohol etc.)
Ich habe nichts dagegen, wenn diese Kosten und Aufwände dann vom Staat übernommen werden, ich schätze aber, der Bedarf wird vornehmlich durch private Altmietwohnungen gedeckt, und der Vermieter wird im Regen stehen gelassen.
Dass sich eben die Betreuer aus der Wohnsituation raus halten sehe ich als grösstes Risiko und ich bezweifle, dass der Vermieter davon davor in Kenntnis gesetzt werden.
Vermieter zahlt Delogierung, Verhandlungskosten, Anwaltskosten und muss (da bin ich mir aber nicht sicher) delogierte Möbel auf seine Koaten unterstellen.
Wenn der Mieter starke rechtliche Unterstützung hat, kann das Verfahren der Delogierung etliche Verhandlungen und viele Monate/Jahre später noch immer zu keinem Erfolg geführt haben.
Auch die Verwüstung oder Verwahrlosung von Wohnung inkl. Zb notwendigem Einsatz von Kammerjäger etd. Muss der Vermieter zahlen.
Und falls Sie jetzt schreiben, dass man das eh vom Mieter retour verlangen kann, dann können Sie realitätsfremder nicht sein.
Ah ja: zb alle drei Monate eine Miete zahlen, etc.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten.
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