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Brüssel/Wien - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will Auslandsaufenthalte von Lehrern forcieren, wie sie am Montag in einer Aussendung anlässlich des EU-Rats für Bildung in Brüssel angekündigt hat. "Mein Ziel ist es, die Möglichkeit mehrwöchiger Auslandsaufenthalte als Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von PädagogInnen im Bildungssystem zu verankern. Die österreichischen Auslandsschulen können dabei wichtige Beiträge leisten."
2014 startet das EU Programm "Erasmus für alle", das mehr Mobilität und grenzüberschreitende Kooperation bringen soll. "Klar ist, dass wir dieses Programm optimal nützen müssen", so Schmied, die den europäischen Konsens betonte, wonach Auslandserfahrungen von Lehrkräften eine positive Wirkung auf die Unterrichtsqualität hätten. Schon derzeit würden im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms "Lebenslanges Lernen" "zahlreiche Lehrkräfte" in einem anderen EU-Land unterrichten oder eine Fortbildung besuchen, heißt es in der Aussendung.
Für die geplante Reform der Lehrerausbildung in Österreich ortet Schmied indes "Rückenwind aus der Europäischen Union": Die europäischen Bildungsminister seien einig, dass die Qualifikationsanforderungen für den Einstieg in den Lehrberuf gesteigert werden müssen.
Die Regierung arbeitet bereits seit 2008 an einer Reform der Lehrerausbildung, bei der alle angehenden Pädagogen gemeinsam ausgebildet werden sollen. Derzeit sind die Unis für die AHS- und BMHS-Lehrer verantwortlich, die PH hingegen nur für Pflichtschullehrer (Volks-, Haupt-, Sonder-, Berufs und Polytechnische Schule). Alle Lehrer sollen künftig nach einem Aufnahmeverfahren am Beginn des Studiums zuerst einen vierjährigen Bachelor machen.
In einer ein- bis zweijährigen Induktionsphase sollen sie dann von erfahrenen Lehrern in den Beruf eingeführt werden und berufsbegleitend ein ein- bis zweijähriges Masterstudium absolvieren, das Voraussetzung für eine Fixanstellung ist. Die Ausbildung sollen Unis und PH nach den Plänen der Regierung in Kooperation anbieten müssen. Die ersten Studienangebote nach der neuen Architektur sollen laut Regierungsplänen 2014/15 starten. (APA, 26.11.2012)
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Die hohe Kunst des Masochismus studiert, wer sich in Hinkunft ein Lehramtsstudium überhaupt noch antut!
Von allen Seiten gibt es Gegenwind: Arbeitgeber (Ministerium, Direktion), "Kunden" (Eltern, Kinder) und vom Kollegium, denn bei diesem Gegenwind hilft nur mehr das Radfahrerprinzip: nach oben buckeln, nach unten treten.
Ein tolles Arbeitsklima, das Frau Schmied da vorschwebt.
Frau Schmied will.....sie will....hunderte Sachen auf einmal, immer zu ihrem Nutzen, um die Stellung des Ministeriums zu festigen, und nur ja keine Unbotmäßigkeit der Lehrerschaft aufkommen zu lassen. Vor allem will sie vor allem die Junglehrer ordentlich betrügen (wenn der erste Vorschlag über die Anfangsgehälter ernst gemeint war).
Aber das Christkind kommt ja bald....
In Zeiten, in denen Europa seine Felle in Richtung Asien davonschwimmen sieht, muss auch der Lehrerstand seinen Beitrag leisten, um dem entgegenzusteuern - wenn die Chinesen nicht nur billiger produzieren als wir, sondern auch noch besser gebildet sind, siehts eben düster aus in Europa. Daher braucht man besser gebildete Lehrer, die den Schüler wirklich was bringen. Leider sind die Staatskassen jedoch ziemlich marode beisammen (kein Wunder bei den Ausgaben für Agrar, Soziales oder die gesamte politische Verwaltung), sodass Fr. Schmied nicht wirklich eine Gehaltssteigerung anbieten kann. Und wie man sieht, scheints auch egal zu sein, die PH's sind rappelvoll...in OÖ zB 600 PH-Studienanfänger, obwohl normal nur 200 genommen werden würden...
Sie hätten ja Recht, wenn es um eine Gehaltsteigrung ginge - was sie aber vorhat, ist eine einzige Frechheit: unter dem Vorwand, eine flachere Gehaltskurve zu erzielen, räumt sie die künftigen Lehrer so ab, dass sie sehr hohe Beträge an Lebensverdienstsumme verlieren würden.
Ich gehe davon aus, dass sowieso beim Gehalt noch ein wenig nachgebessert werden wird. Aber man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass Lehrer nun eine höhere Lebensverdienstsumme erreichen würden als früher. Ist doch auch in anderen Bereichen so: Reichte früher noch eine HAK oder HTL, so ist jetzt ein Studium erwünscht für viele Positionen. Wird bei Lehrern künftig nicht anders sein: mehr Ausbildung, aber nicht mehr Geld - sondern eher sogar weniger. Im Gegenzug gibts die NMS mit zwei Lehrern in Hauptfächern, zudem soll ja das schulische Unterstützungspersonal (Psychologen, Sozialarbeiter, Administration ...) ausgebaut werden etc. -> also Maßnahmen, um das Unterrichten erträglicher und den Job etwas einfacher zu machen.
Master berufsbegleitend...
Jeder, der schon einmal unterrichtet hat, weiß, dass ein Studium bei gleichzeitigem Klassenstundenpensum von 22 Einheiten vollkommen illusorisch ist.
Niemand wird sich das Master-Studium dann noch antun wollen/können.
Aber genau das scheint vom Ministerium auch so gewollt.
Eine Festanstellung winkt nur durch eine kaum erreichbare Zusatzqualifikation.
Was bleibt, sind Bachelors, die zum Unterrichten sehr wohl taugen, die aber keinen fixen Dienstvertrag bekommen können und so für immer in einem befristeten Dienstvertrag hängen bleiben.
Spart jede Menge Geld. Beim besfristeten Vertrag gibt's nämlich keine Gehaltserhöhungen.
Gut gerechnet, Frau Schmied.
Aber ob die "Besten der Besten" drauf einsteigen.
Es kostet ja alles nichts, die Politik von ihr basiert darauf dass die Lehrer sich das alles selbst zahlen und unbezahlte Arbeiten lässt, das steht aber im Widerspruch zu den Arbeitnehmerschutzrichtlinien des Binnenmarktes, das wird es nicht spielen, das geht nicht so leicht wie das Spekulieren mit griechischen Wertpapieren
Nicht nur bei Lehrern ist das so. Auch in der Privatwirtschaft wird nach wie vor eine Unzahl an Überstunden nicht gezahlt. Und es gibt schlechte bezahlte Langzeit-Praktika oder Trainee-Phasen, bevor man überhaupt in den Job starten kann. Oder die All-in-Verträge, wo man dann mit Arbeit überhäuft wird und Überstunden machen muss, die jedoch nicht bezahlt sind...ist ja eh "All-in". Oder noch besser: Weiterbildung, die zwar der Arbeitgeber zahlt, wo dann aber im Dienstvertrag steht, dass man die Weiterbildung aliquot wieder zurückzuzahlen muss, wenn man die Firma in den nächsten 3 Jahren verlassen sollte. Nicht nur Lehrer werden geknebelt und ausgenützt.
Lieber den ganzen Pädagogikmist raus - denn wer einmal erlebt hat, wie Pädagogik auf der Uni im Lehramtsstudium unterrichtet wird, der weiß, wie unnötig das alles ist.
1/3 der Theorie kann getrost gestrichen werden -das is alles viel zu überladen.
Dafür mehr Unterrichtspraxis (bezahlt). Viele studieren zwar Lehramt, sind aber für den Umgang mit Schülern in keinster Weise geeignet. Das merken die aber nicht mal so richtig, weils heutzutage kaum Praxis gibt. Hospitationen gibts 2 oder 3 für jeweils ein paar Stunden im ganzen Lehramtsstudium.
Das zuerst und dann kann man über Auslandsaufenthalte nachdenken, die meiner Meinung nach für Lehrer eh unnötig sind - was soll man da großartig an Wissen dazugewinnen? Wenn dann in ex-Jugosl/Türkei.
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