Analyst: Werbung in Games wird Spielpreise nicht senken

Zsolt Wilhelm
26. November 2012, 14:19
  • Bei Sportspielen sind In-Game-Werbeschaltungen besonders beliebt.
    foto: 2k games

    Bei Sportspielen sind In-Game-Werbeschaltungen besonders beliebt.

Michael Pachter: Das Problem ist, dass die Anzeigen nicht viel Wert sind

Videospiele werden vermehrt als Werbeträger mittels Produktplatzierungen genutzt. Gerade in Sport- oder Autorennspielen ist es für Hersteller ein Leichtes, Anzeigen oder Marken zu platzieren, da Sport auch im echten Leben von Sponsoren getragen wird. Die Stützung durch Werbung werde dennoch keinen Einfluss auf die Spielpreise haben, meint Wedbush Morgan-Analyst Michael Pachter. "Der Grund, weshalb dies nicht die Preise senken wird ist, dass die Herausgeber so viel Gewinn wie möglich machen wollen.", so Pachter.

Keine großen Erträge

Tatsächlich würde der Ertrag durch In-Game-Werbung überschätzt. "Es überrascht vielleicht, dass die Werbung in einem Spiel lediglich etwa zwei US-Dollar pro verkauftem Exemplar einbringt. Dass die Herausgeber nicht mehr einstreichen, liegt daran, dass es sehr schwierig ist zu belegen, wie viel Stunden ein Konsument mit einem Spiel verbringt. Spielt man insgesamt nur vier oder fünf Stunden, ist man für den Werbekunden nicht so wertvoll, wie jemand, der 30 Stunden investiert.", so Pachter.

Wenig harte Fakten

Werbekunden würde schlicht die Sicherheit fehlen, dass ihre Anzeigen auch wahrgenommen werden. "Um 2003 herum machte beispielsweise Activision viel Wind um In-Game-Werbung. Das Problem, das sie allerdings erkennen mussten war, dass sie ihren Kunden nicht einmal sagen konnten, wie weit ein Spieler in einem Spiel gekommen ist. Wer sollte etwa eine Anzeigetafel in Level acht buchen, wenn man nicht sicher sein kann, dass es überhaupt jemand sehen wird.", sagt der Analyst. (zw, derStandard.at, 26.11.2012)

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24 Postings

Wo ist das Problem?
Ich will schließlich meine Mannschaft auch auf Konsole/PC in einer authentischen Keine-Sorgen-Arena spielen sehen.

genau...

es gibt noch nicht genug werbung im TV jetzt MUSS es in spielen natürlich verstärkt eingebaut werden.

Bandenwerbung bei fussball geht ja in ordnung zwecks realismus.
bei battlefield eine werbebande wäre auch ok die sprenge ich nämlich weg ;-)

Wieso wird dem patcher hier so eine Bühne geboten?

Da sind ja meine "Analysen" besser.

Ea macht nicht umsonst seit Jahren viel kohle durch infame Werbung in diversen Sport und rennspielen.

ich hätte nichts gegen werbung in spielen. genau so wenig stört sie mich im realen leben.
ist doch toll über neueste highlights informiert zu werden. so liegt man immer voll im trend. darin liegt die zukunft!

bei sportspielen seh ich kein problem bei der in-game werbung, im sinne von bandenwerbung etc. auch bei openworld spielen könnt ich mir werbung auf plakatwenden vorstellen - würd mich persönlich nicht stören und tragt irgendwie zum realismus bei.

"Werbekunden würde schlicht die Sicherheit fehlen, dass ihre Anzeigen auch wahrgenommen werden"

bei welcher art von werbung gibt es diese sicherheit denn?

Banner.

belästigende anrufe

aha und wie wird dort sichergestellt, dass an der empfängerseite tatsächlich zugehört wird?

hmm.. wie merkt man bei einem telefongespräch, dass zugehört wird, da weiß ich jetzt leider keine antwort darauf?

Pachter beweist vor allem, dass er weder von Games, noch von Werbung viel Ahnung hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass In-Game-Werbung im Vergleich zu Offline-Werbemöglichkeiten sehr gut evaluierbar sind.

2003 ging es nicht, 2012 deshalb logischerweise immer noch nicht. Pachter lass es bleiben, führt doch zu nix.

Wahrnehmung

"Werbekunden würde schlicht die Sicherheit fehlen, dass ihre Anzeigen auch wahrgenommen werden."

Weil die Werbekunden die Sicherheit haben, dass irgendjemand ihre Plakate neben Straßen und Banner in Stadien wahrnimmt?

Ich könnte mir vorstellen, dass in den "next-gen" Engines schon auch Code drinnen steckt der interessant für Werber ist. Fast jedes Spiel hat eine online Komponente über diese lassen sich sicher Daten übertragen wie lange ein Spieler die Werbefläsche in einem Shooter angesehen hat, dann die Werbung auf den Ladebildschirmen, oder ob er Nike Schuhe für seine Figur gekauft hat, etc.

Etwas mehr Kreativität und schon wird die virtuelle Welt etwas realistischer - auch zum Vorteil des Spielers. Damit hätte ich kein Problem wenn es aber Katzenfutter Werbung bei God of War gibt dann schlägt es ins Gegenteil über...

der Analyst: Ein Vollprofi

Will der uns tatsächlich erklären, dass zB Banner bei Fifa 13 - die nach Buchung online ins Spiel gespeist werden NICHT getrackt werden können?...

Das kann ja nicht sein ernst sein. Zumindest bei der xBox logge ich mich mit meinem account ein, wodurch Microsoft alles über die Leute weiß, wann + wie lang online + und welches Spiel gezockt wird - und das meist inklusive Alter.... OTS sollten daher genauso wie ein TKP berechenbar sein...

wann entdeckt mich endlich mal jemand als analyst?

ich hätte das so drauf …

Wenn Sie Analyst werden wollen, schreiben sie Analysen und bieten diese für Geld an.

Man muss dann nur noch genug dumme Leute finden, die dafür Geld ausgeben. ;-)

versuchs bei der APA!

kann mal irgendein anderer analyst, als diese vollflasche pachter herangezogen werden?

dessen aussagen haben doch absolut keine credibility. nebenbei, wenn die werbung eh nicht viel rausreißt, dann einfach komplett streichen, so einfach ist das. achso, dann würden diese scheffelfirmen ja weniger einnahmen lukrieren, das geht natürlich nicht..

Also der Hintern von Lara Croft hätte schon einen gewissen Werbewert gehabt.

"Der Grund, weshalb dies nicht die Preise senken wird ist, dass die Herausgeber so viel Gewinn wie möglich machen wollen."

wer hätte das gedacht...

Naja, es gibt vielleicht Spiele, wo das weniger Sinn macht, ist schon richtig. Aber bei Sportspielen, wie angesprochen, wo sich das selbe Szenario immer wieder wiederholt (Fußballspiel im Stadion, als Beispiel), müsste aus der Bandenwerbung und Einblendungen bei den Inserts von Spielständen, Verletzungen und so weiter doch einiges machbar sein.

Da ist es doch ganz praktisch, wenn die User online spielen müssen...

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