Israel testete erfolgreich neues System zur Raketenabwehr

"Davids Steinschleuder" soll Lücke in Verteidigung schließen

Jerusalem - Israel hat erfolgreich ein neues Abwehrsystem für ballistische Raketen mit kurzer Reichweite getestet. Die erste Entwicklungsphase des Waffensystems "Davids Steinschleuder" sei bei einem Abfangtest mit einer Rakete vom Typ Stunner abgeschlossen worden, erklärte das Verteidigungsministerium am Sonntagabend. Der Test sei im Süden des Landes unter Federführung des Rüstungskonzerns Rafael erfolgt.

Der Test zeige, dass es möglich sei, ballistische Raketen mit einer Reichweite zwischen 50 und 250 Kilometern abzufangen, hieß es im israelischen Fernsehen. Israel verfügt bereits über das System "Arrow II" ("Pfeil") zum Schutz vor ballistischen Raketen mit großer Reichweite - etwa aus dem Iran oder aus Syrien. Während des jüngsten Gaza-Konflikts kam zudem das System "Iron Dome" ("Eisenkuppel") zum Einsatz, das nahezu 85 Prozent der aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuerten Raketen kurzer und mittlerer Reichweite abfing. Zudem sieht sich Israel durch Raketen der Hisbollah im Südlibanon bedroht.

Die "David-Schleuder" soll nun die Lücke zwischen den Systemen "Pfeil" und "Eisenkuppel" schließen. Die Aufstellung des Systems ist israelischen Medien zufolge für 2014 geplant.

Das neue Waffensystem wurde den Angaben zufolge unter Oberhoheit der Israelischen Raketenabwehr und des US-Amts für Raketenabwehr, einer Abteilung des Pentagon, entwickelt. Beteiligt sind neben der israelischen Firma Rafael Advanced Defence Systems der US-Rüstungskonzern Raytheon sowie die israelischen Radarspezialisten Elta und Elbit. (APA, 26.11.2012)

Share if you care

Manuell moderiertes Forum In diesem Forum werden sämtliche Postings manuell geprüft. Wir ersuchen daher um Geduld bei der Freischaltung.

Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.