Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen gegen BZÖ-Huber ein

26. November 2012, 11:35
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Weder der Verdacht der versuchten Bestimmung zum Mord noch der Veruntreuung wurde erhärtet

Innsbruck/Wien - Die Staatsanwaltschaft Wien hat alle Ermittlungen gegen den Tiroler BZÖ-Abgeordneten Gerhard Huber eingestellt. Es konnte weder der Verdacht der versuchten Bestimmung zum Mord noch der Verdacht der Veruntreuung durch das Ermittlungsverfahren erhärtet werden, zitierte die "Tiroler Tageszeitung" (Montagsausgabe) aus einem Bericht der Anklagebehörde. Behördensprecher Thomas Vecsey bestätigte am Montag der APA die Einstellung der Ermittlungen.

Verdacht

Hubers Immunität war im Oktober 2009 aufgehoben worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelte unter anderem gegen den Tiroler wegen Betrugs, Veruntreuung und Anstiftung zum Mord. Im Raum stand der Schmuggel von gefälschten Markenartikeln und von großen Mengen getrockneter Essigsäure. Huber wurde darüber hinaus vorgeworfen, einen früheren Mitarbeiter angestiftet zu haben, einen angeblichen Erpresser zu verprügeln oder verschwinden zu lassen.

Zuletzt hat die Anklagebehörde nur noch wegen des Verdachts der Veruntreuung und der Anstiftung zum Mord ermittelt. Mt 20. November wurden auch diese eingestellt. Huber gab sich gegenüber der "TT" froh, dass alle gegen ihn eingeleiteten Verfahren nun eingestellt worden seien. Er sei unbescholten und habe das auch immer gesagt. Er wolle auch in Zukunft politisch tätig sein und bei der Nationalratswahl 2013 für das BZÖ kandidieren. Auch ein Antreten bei der Tiroler Landtagswahl im kommenden Jahr sei "wahrscheinlich", betonte Huber: "Aber möglicherweise unter einem anderen Namen." (APA, 26.11.2012)

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