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aber was soll ein 'Hackerangriff' sein (das müsste man genauer definieren), und wann wird selbiger meldepflichtig?
also wenn ich mir so meine server-logs anschaue, dann muss ich teilweise im millisekundentakt was melden ... ;) diese ganze blöden bots, die irgendwelche logins versuchen, mit teils abstrusen zugangsdaten auf den wüstesten diensten (im ernst, wer hat ssh auf der firewall einfach so offen ...) ...
Den interessanten Teil verschweigt entweder der Artikel oder die EU-Innenkommissarin: was genau soll mit diesen Meldungen bitte passieren? Was, wenn die Firmen dann dazu übergehen, jede Meldung gleich in Form einer Anzeige zu machen (weil wenn man seine Schwachstellen schon publik machen muß, warum dann nicht gleich richtig...)? Freu mich schon auf die zusätzlichen Arbeitsplätze, die dann geschaffen werden. Jeder Portscan ein neuer Akt bei der Cyber-Polizei (weil die ist dann ja eigentlich verpflichtet, jeder Anzeige nachzugehen...)
Ansonsten, trotz allen Widerstandes hier - die Idee ist an sich gut.
V.a. Finanzdienstleister und technisch orientierte Unternehmen wie Energieversorger sind nun einmal von IT-Dienstleistungen Dritter abhängig. - Gegenwärtig haben sie aber keinerlei direkten Einfluss auf die QUALITÄT dieser Dienstleistungen; man könnte sagen, "Verhandlungssache", aber hier versagt der Markt, denn alle nehmen, "was sie kriegen können", um nicht zurückzufallen - und das ist halt eher Mittelmäßiges.
Oder war es toll, dass Sony, Coca-Cola, Northrop Grumman & Co erst wochenlang geschwiegen haben, ehe sie den Hack zugegeben haben? Wenn nun IHRE Daten, als Geschäftspartner, betroffen gewesen wären?
Der Gegenpol - wie aktuell bei FreeBSD - ist einfach Offenheit.
wenn ich es richtig verstanden habe das ein jeder "angriff" gemeldet werden muss was imho krank ist. was soll das bringen? die meisten versuche kommen zurzeit aus chinesischen netzen. mein favoritnetz zurzeit: 60.166.0.0. eine meldung wird da sehr viel sinn machen. brute force geht bei einer halbwegs "gscheiten" konfiguration sowieso nicht (timeout, logchecker). ist wie ein lausbub der mit der hand gegen die mauer einer bankfiliale klopft. und wenn es gegen sicherheitsloechern in anwendungen geht ist meistens die it schlampig mit den updates und das will auch keiner melden :).
sinn machen wuerde es eher wenn ein jeder erfolgreiche angriff sofort gemeldet werden muesst, siehe ihre beispiele.
direkt neben dem Finanzamt wird das "Amt für Netzwerksicherheit" entstehen. Unangekündigte, staatliche Netzwerkprüfungen um sicherzustellen, dass auch alle Hacker-Angriffe gemeldet wurden.
Wahrscheinlich hat der Neffe von irgendwem sein IT Studium beendet und braucht jetzt einen Versorgungsposten in der Verwaltung.
Aber mal die Frage:
e contrario - sind solche Betätigungen "OK"? Meinen Sie, sie entsprechen dem beabsichtigten gewöhnlichen und störungsfreien Verlauf der angestrebten Tätigkeit des Unternehmens?
Man muss die Kirche im Dorf lassen, nicht jeder Knallfrosch gehört als Kriegsmaterial eingestuft. Aber man soll halt meinen, weil manches harmlos ist, sei ALLES harmlos.
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