Deutsche Regierung will Sex mit Tieren verbieten

26. November 2012, 09:00

Novelle des Tierschutzgesetzes soll Mitte Dezember beschlossen werden - In Österreich seit 2005 verboten

Berlin/Wien - Sex mit Tieren soll nach einem Medienbericht in Deutschland bald wieder verboten sein. Eine Novelle des Tierschutzgesetzes sehe vor, die sogenannte Zoophilie mit Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro unter Strafe zu stellen, berichtet die Berliner Tageszeitung "taz" am Montag. Die Novelle des Tierschutzgesetzes solle am Mittwoch im Agrarausschuss des deutschen Parlaments beraten werden. Mitte Dezember sei der Beschluss des Gesetzes im Plenum des Bundestags vorgesehen. In Österreich ist Sex mit Tieren seit 2005 verboten.

Tausende Mitglieder in Tiersex-Foren

Nach Expertenangaben werden Tiere in Deutschland in erheblichem Ausmaß sexuell missbraucht. In speziellen Internet-Foren tauschten sich tausende Mitglieder über diverse Techniken aus, kritisiert der Bundesverband praktizierender Tierärzte. Es gebe Bauernhöfe in Deutschland, die Tiere speziell für solche Praktiken vermieteten.

Der Vorsitzende des Agrarausschusses im deutschen Bundestag, Hans-Michael Goldmann (FDP), sagte der Zeitung, die Koalition wolle konkret verbieten, ein Tier "für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen". Auch solle unter Strafe gestellt werden, Tiere für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artenwidrigem Verhalten zu zwingen.

Bislang nur bei erheblicher Verletzung verboten

Deutsche Tierschützer fordern seit langem, Tiere vor vermeidbaren Schäden oder Missbrauch zu schützen. Bisher ist Sex mit Tieren in Deutschland nur verboten, wenn er zu erheblichen Verletzungen des Tieres führt. Die Strafbarkeit sexueller Kontakte zwischen Mensch und Tier wurde im Jahr 1969 durch die Strafrechtsreform aufgehoben.

In Österreich fällt Sex mit Tieren unter Tierquälerei und ist seit 2005 - als ein entsprechender Absatz in das Tierschutzgesetz eingefügt wurde - verboten.

Der deutsche Verein ZETA (Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung), der sich für die Rechte von Zoophilen einsetzt, will gegen das Gesetz klagen. "Bloße Moralvorstellungen haben im Recht nichts zu suchen", sagte ZETA-Vorsitzender Michael Kiok der "taz". (APA, 26.11.2012)

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SCHRÄG...

...das man für sowas Gesetze braucht!?

Claudia hat nen Schäferhund

Und den hat sie nicht ohne Grund!

Mal ehrlich, was soll die Aufregung? Interspezieller Sex ist was vollkommen alltägliches:

http://bit.ly/11aIass

Ob man hier das

den Begriff *Speziesismus* gebrauchen könnte?

Wie krank ist das denn?

Mir kommt das Kotzen.

Ich würde es noch auf 'Sex und Töten von Tieren' ausweiten.

Also auf mein stake will i trotzdem ned verzichten .

Wie bitte, das ist in D nicht verboten?

wie krank ist das denn? das müsste doch unter Tierquälerei subsumierbar sein!

http://jungle-world.com/artikel/2... 46583.html

Ein echt toller Artikel zu der ganzen Thematik.

Nur mal so wieder zur Aufklärung worum es eigentlich geht (nicht die Hunde, Pferd und Schafvergewaltiger) ZItat:

Viele sodomitische Praktiken gehen eindeutig mit der physischen Schädigung des betroffenen Tieres einher und sind daher sowieso strafbar. Die Grauzone bilden jene Zoophile, die sich in einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Beziehung mit dem tierischen Geschlechtspartner wähnen – auch sexuell. Während die meisten Tierschützer diese Vorstellung generell ablehnen, sieht ein kleiner Teil der Tierrechtsbewegung darin letztlich die individuelle Überwindung des Speziesimus.

Ähm ... damit hab ich Probleme

"Gegenseitigkeit beruhenden Beziehung"

Ich glaube nicht, dass ein Tier das so sieht. Es ist und bleibt Vergewaltigung, egal ob mit Gewalt oder mit Leckerlis.

Zumindest das Paarungsverhältnis von Rüde zu Frau soll auf Freiwilligkeit basieren. Anders auch gar nicht denkbar.

Leckerlis? Oder weil es sonst Hau gibt?

Ja und es ist und bleibt immer Versklavung!

Schon bevor irgendwer Sex mit seinem Tier hat ist dieses Tier sein Besitz... sein Sklave... mehr Status hat ein Tier nach geltendem Recht nicht.

NIEMAND fragt jemals nach ob ein Welpe nun von einer Familie mitgenommen werden will aus dem Zoohandel. Niemand fragt jemals den Welpen ob er denn nun kastriert werden möchte... nun eigentlich fragt niemals irgendwer ein Tier irgendwas.

Und trotzdem werden Dinge mit Tieren gemacht die weit über das was hier verboten werden soll hinausgehen was den Schaden am Körper und am Geist des Tieres betrifft.

Aber gut... wie gesagt: das Hauptargument ist halt die Vergewaltigung und der wahre Grund ist und bleibt das "Igitt, Bäh, Pfui! Hab Angst!" Abwehrverhalten.

das mit dem Kastrieren ist ein Riesenproblem, ich schieb es deswegen vor mir her solang es irgendwie geht, weil ich mir nicht sicher bin, ob Kastration wirklich der einzige "Tierschutz" ist-

andererseits mag ich Madame auch nicht dauerrollig werden lassen. Rolligkeit ist Streß. Und 2x pro Jahr werfen ist auch nicht grad gesund. Was tun mit den vielen Welpen? Eins würd ich ja behalten, für 4 hätte ich Plätze. Aber irgendwann gibts keine Plätze mehr. Ich hab einmal eine völlig kachektische (fast verhungerte) Katze aufgelesen, die in der von Ihnen beschhriebenen "Freiheit" gelebt hat. Halb erfroren: es war der erste Schnee im Herbst, und die besagte Katze hatte keine wärmende Fettschicht. War zu schwach, um noch irgendwas zu jagen. Leider hat sie sich mit meiner nicht vertragen- die einzige Möglichkeit war das Tierheim am Rand der Bezirkshauptstadt, mit viel Grün und Wiese. Dort haben sie immerhin nach der Eingewöhnung Freigang.

Gilt dann aber auch für die Züchtung.

Natürlich geht es nicht um Tierschutz, sondern um die Durchsetzung von Moralvorstellungen.
Logischerweise sind die jeweiligen Moralvorstellungen nichts als Zeitgeist und haben keine Quelle, die man als absolut richtig ansehen könnte.
(Außer man glaubt an einen Gott, der die Vorgaben macht)
Ein Schäfer, der einsam den ganzen Tag hüten muss, der kommt schon mal auf Ideen.
Ebenso junge Leute in der Pubertät.

Auch ich bin angewiehert(scherz!) bei der Vorstellung so etwas zu sehen.
Aber ich weiß auch, dies ist nur das Resultat meiner kulturellen Prägung.
Was erlaubt ist und was nicht wird durch den Zufall der sich durchsetzenden Vorstellung bestimmt.

SadoMaso jagt heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor, Swingerclubs auch nicht.

was schätzt ihr, liebe postergemeinde, wieviel prozent

der hunde alleinlebender frauchen schon sexuelle erfahrungen mit ebendiesen hatten?
ich schätze, mindestens 10%.

theaterstück zum thema

"die ziege oder wer ist sylvia" von edward albee -wers gesehen hat - trifft wohl genau den bereich von liebe/verboten um den es hier geht.

Zum Thema

Kommt ein Mann mit einem Schaf ins Schlafzimmer und sagt: "Schau Schatzi, das ist die Ziege, mit der ich schlafe, wenn Du keine Lust hast."
Darauf sie: "Das ist ein Schaf, Du Trottel!"
Er: "Klappe! Wer redet denn mit Dir?"

Makaber, dass das dort bisher noch erlaubt war!

Es ist in der BRD nicht nur erlaubt Tiere körperlich zu lieben, es ist sogar erlaubt Tieren ohne Betäubung die Kehle durchzuschneiden. Egal ob mit oder ohne vorherigen Sex.
Fragt sich, was perverser ist.

Beides ist abzulehnen, doch hier gehts um das Tiere f...., über das erlaubte Töten redma in einem anderen Forum, ich würde dieses auch so nach und nach verbieten! Menschen sollen Tiere nicht ausbeuten, egal auf welche Weise.

Tierquälerei?

schon mal gesehen, was auf einem Bauernhof so ein Ziegenbock alles besteigt?
Das würd er glatt beim Menschen auch machen, ist also der aktive Teil.

bedeutet das das Aus für Streichelzoos?

Es gebe Bauernhöfe in Deutschland, die Tiere speziell für solche Praktiken vermieteten.

Muß ja auch nicht sein. Gibt ja genügend Männer und Frauen, die gerne ein Petplay machen. Dazu gibt es ja auch genügend Angebote. Es ist aber schon recht fragwürdig, wieso so ein Verbot erst 2012 kommt? Hat wer was zu verbergen ;-)

Posting 1 bis 25 von 963

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