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Ein Grollen geht durch unsere Gesellschaft. Eine Wut und Aufstandsstimmung baut sich auf. Aber es ist nicht der Groll der Unterprivilegierten, sondern der Groll der Oberen Zehntausend und der gehobenen Mittelschicht. Dauerhaft niedrige Zinsen machen es immer schwerer, kleine und mittlere Finanzvermögen zu erhalten - vom Vermehren ist ohnehin gerade keine Rede. Kaum etwas versetzt diese Kreise mehr in Panik als der "Anlagenotstand": Nirgendwo Finanzanlagen, die noch nennenswerte Zinsen abwerfen und einigermaßen risikofrei sind. Aber natürlich trifft all das auch die normale Mittelschicht: Auch wer Lebensversicherungen abgeschlossen hat, kann von den versprochenen Renditen nur mehr träumen. Wird sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern? Und wäre das überhaupt wünschenswert?
Misiks Lesekreis: Alle sind für Gleichheit, und alle auch für Vielfalt. Muss daraus Ungleichheit werden?
Zum Demokratie-Begehren: Ich bin so Politik-Verdruss-verdrossen.
Euer Zynismus kotzt mich an. Und meiner auch. FS Misik heute in leicht renoviertem Gewand!
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Eine Hommage an drei bemerkenswerte Menschen, die vergangene Woche verstorben sind
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"Selber schuld" - kann ich nur unterstreichen. Denn wer Tür an Tür mit dem Nachbarn lebt, der für seinen Dispokredit 8% Zinsen blecht und dem nichts leiht ... wer zusieht, wie junge, ideenreiche Unternehmer kein Geld für ihre Pläne bekommen ... wer nicht in ökologische Heizungen, Photovoltaik-Anlagen, Elektroautos investiert ... gehört bestraft.
Lieber Herr M.
Was soll ich mit den von mir am Monatsende mit Hand, Hirn und Sitzfleisch erarbeiteten (!) Überschüssen (= Vorsorge für später) denn tun (bzw. was tun Sie damit)?
- Geld anlegen -> dann wünsche ich mir, nein keine Wertsteigerung, aber dennoch eine solche Verzinsung, dass ich keinen de facto-Wertverlust erleide -> bin ich dann Kapitalistin, die ihr Kapital arbeiten lässt?
- Gold, Grund, Wohnung kaufen -> detto?
Bin für Tipps dankbar.
Das ist ein First World Problem, das du da hast.
Der Gutteil der Weltbevölkerung hat trotz Arbeiten bis zum Umfallen am Monatsende gar nichts zum Weglegen.
Also erfreue dich an deinem Luxusproblem, solange du es noch hast. Aber keine Sorge, wenn es das zinsbasierte Schuldgeldsystem aufprackt, so wie eh und je, seit es solche Systeme gibt, dann bist du dieses Problem ohnehin los; wird auch nicht mehr allzu lange dauern.
... was jetzt abgeht ist das Gleiche wie damals - der Mittelstand fällt unverschuldet ins Proletariat. Diesmal ist allerdings nicht der Kapitalist verantwortlich sondern der überbordende Sozialstaat mit seiner Verschuldung auf Generationen.
Jeder ist vom Staat abhängig, keiner kann mehr für sich selber vorsorgen. Das Geld wird für kurzfristen Konsum rausgeschmissen weil sich das Sparen nicht lohnt, und wenn die Volkswirtschaft dann hoffnungslos verschuldet ist kann man dem Neoliberalismus die Schuld geben und aus 'Gerechtigkeitsgründen' die STeuern wieder erhöhen.
Viel dummes Wahlvieh das die Macht der Partei und ihrer von Steuern lebenden Anhängseln absichert.
Die 'Superreichen' haben ihr Vermögen übrigens in Unternehmen angelegt und sind von der Inflation kaum betroffen - beim Finanzvermögen ist die Vermögensverteilung viel ausgeglichener als beim Unternehmensvermögen, und Inflation trifft damit hauptsächlich den Mittelstand.
Jeder IST vom Staat abhängig, von der Infrastruktur (Straßen, Öffis, etc.), von der Bildung (Schulen & Universitäten), von der inneren und äußeren Sicherheit, usw. und so fort.
Wenn es einer in Somalia schafft, wo es all das nicht gibt, dann hat er meinen Respekt. Wenn er dort selber seine Straßen und Landebahnen baut und sein Firmengelände mit einer Privatarmee vor wilden Tieren und Guerilla-Kriegern sichert, dann ist das aber auch ganz schön teuer (trotz Steueraufkommen, Abgaben und Gebühren von 0,-).
Erst alle Leistungen eines Staates gerne in Anspruch nehmen und dann drüber lästern, ist jedoch echt dämlich.
weil der Superreiche, der sein Vermögen in realwirtschaftliche Unternehmen innerhalb der €uro Zone investiert hat, die auch ArbeiterInnen und Angestellte zu halbwegs fairen Löhnen beschäftigen und auch Aufträge an Subunternehmer, wie mich z.B. vergeben sichern Arbeit und Steuern.
Viele Arbeitslose und keine Steuereinnahmen ist nicht gut. Wissen Sie warum das nicht gut ist?
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