Wird die Mittelschicht ausgeblutet?

Besitzer kleiner und mittlerer Vermögen jammern über den "Anlagenotstand"

Ein Grollen geht durch unsere Gesellschaft. Eine Wut und Aufstandsstimmung baut sich auf. Aber es ist nicht der Groll der Unterprivilegierten, sondern der Groll der Oberen Zehntausend und der gehobenen Mittelschicht. Dauerhaft niedrige Zinsen machen es immer schwerer, kleine und mittlere Finanzvermögen zu erhalten - vom Vermehren ist ohnehin gerade keine Rede. Kaum etwas versetzt diese Kreise mehr in Panik als der "Anlagenotstand": Nirgendwo Finanzanlagen, die noch nennenswerte Zinsen abwerfen und einigermaßen risikofrei sind. Aber natürlich trifft all das auch die normale Mittelschicht: Auch wer Lebensversicherungen abgeschlossen hat, kann von den versprochenen Renditen nur mehr träumen. Wird sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern? Und wäre das überhaupt wünschenswert?

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