Wird die Mittelschicht ausgeblutet?

Besitzer kleiner und mittlerer Vermögen jammern über den "Anlagenotstand"

Ein Grollen geht durch unsere Gesellschaft. Eine Wut und Aufstandsstimmung baut sich auf. Aber es ist nicht der Groll der Unterprivilegierten, sondern der Groll der Oberen Zehntausend und der gehobenen Mittelschicht. Dauerhaft niedrige Zinsen machen es immer schwerer, kleine und mittlere Finanzvermögen zu erhalten - vom Vermehren ist ohnehin gerade keine Rede. Kaum etwas versetzt diese Kreise mehr in Panik als der "Anlagenotstand": Nirgendwo Finanzanlagen, die noch nennenswerte Zinsen abwerfen und einigermaßen risikofrei sind. Aber natürlich trifft all das auch die normale Mittelschicht: Auch wer Lebensversicherungen abgeschlossen hat, kann von den versprochenen Renditen nur mehr träumen. Wird sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern? Und wäre das überhaupt wünschenswert?

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 167
1 2 3 4
...lieber misik, manchmal ist weniger mehr !

Mal ganz was anderes: Ein Popfilter würde den podcast aufwerten. ich hab mir den beitrag gerade mal mit kopfhörern anstatt von laptop boxen angehört und man hört schon viel was man damit wegbekommen würde.

Kreislauf des unsolidarischen Handelns

"Selber schuld" - kann ich nur unterstreichen. Denn wer Tür an Tür mit dem Nachbarn lebt, der für seinen Dispokredit 8% Zinsen blecht und dem nichts leiht ... wer zusieht, wie junge, ideenreiche Unternehmer kein Geld für ihre Pläne bekommen ... wer nicht in ökologische Heizungen, Photovoltaik-Anlagen, Elektroautos investiert ... gehört bestraft.

7 Minuten heisse Luft....

Misik, wann es nichts zu sagen gibt, ist es durchaus ok, auch mal eine Woche keinen Blog zu machen....

Leider ist der Beitrag viel zu banal. Ich komme mir verarscht vor.

so banal das klingt

wenn sie kein aktionär einer großbank sind, dann wurden sie auch verarscht.

Stimmt eh. Sich über M zu ärgern ist zugegebenermaßen ein Quatsch.

Lieber Herr M.

Was soll ich mit den von mir am Monatsende mit Hand, Hirn und Sitzfleisch erarbeiteten (!) Überschüssen (= Vorsorge für später) denn tun (bzw. was tun Sie damit)?

- Geld anlegen -> dann wünsche ich mir, nein keine Wertsteigerung, aber dennoch eine solche Verzinsung, dass ich keinen de facto-Wertverlust erleide -> bin ich dann Kapitalistin, die ihr Kapital arbeiten lässt?
- Gold, Grund, Wohnung kaufen -> detto?

Bin für Tipps dankbar.

ABSOLUT NULL MITLEID

Das ist ein First World Problem, das du da hast.
Der Gutteil der Weltbevölkerung hat trotz Arbeiten bis zum Umfallen am Monatsende gar nichts zum Weglegen.

Also erfreue dich an deinem Luxusproblem, solange du es noch hast. Aber keine Sorge, wenn es das zinsbasierte Schuldgeldsystem aufprackt, so wie eh und je, seit es solche Systeme gibt, dann bist du dieses Problem ohnehin los; wird auch nicht mehr allzu lange dauern.

Sag mal, geht´s noch?
Luxusproblem, nur weil man sich ein paar Netsch am Monatsende beiseite legen kann (weil man eben nicht alles raushaut?)

Nicht ernst nehmen.

Das sind die Leute, die seit Jahren "das Ende des Geldes" vorhersagen und immer auf später verschieben.

Und Zinsen, uiuiui, das muss ja was ganz böses sein!

in nachhaltige Aktien von Unternehmen investieren!

zahlt sich nicht für Leute aus, die sich so 200€ ansparen können.

Wer zu allem und jedem was sagt

hat nichtrs zu sagen.

endlich!

endlich einer...eigentlich sind es schon eine ganze menge...irgendwer sollt ihm einfach den computer abdrehen, so was passt einfach nicht in diese zeitung

Die Zinsen gegen Null Prozent

wär mir bare. Aber als Mittelständler kann man sich von der Idee, in der Stadt irgendwas zu besitzen verabschieden. Oder gehör ich dann schon zur Unterschicht?

unter einem Monatseinkommen von 4000€ brutto gehören sie zur Unterschicht!

kann man nicht pauschalisieren

ein 22 jähriges single, ohne kinder und verpflichtungen - mit 4000 brutto - kann sich schon mal zum mittelstand zählen.

Jetzt tun S' den Rauscher nicht aufhussen, dass der gleich wieder einen "Schrebergärtner Unite"-Artikel schreiben muss...

nein der Herr

... was jetzt abgeht ist das Gleiche wie damals - der Mittelstand fällt unverschuldet ins Proletariat. Diesmal ist allerdings nicht der Kapitalist verantwortlich sondern der überbordende Sozialstaat mit seiner Verschuldung auf Generationen.

Eben nicht!

Die neuen Schulden stammen ja aus der Bankenrettung und nicht vom Sozialstaat. Die alten wraen übrigens vielfach auch Investitionen, von denen ja auch der Mittelstand profitiert hat.

Misik's Vision und die vieler Linker:

Jeder ist vom Staat abhängig, keiner kann mehr für sich selber vorsorgen. Das Geld wird für kurzfristen Konsum rausgeschmissen weil sich das Sparen nicht lohnt, und wenn die Volkswirtschaft dann hoffnungslos verschuldet ist kann man dem Neoliberalismus die Schuld geben und aus 'Gerechtigkeitsgründen' die STeuern wieder erhöhen.

Viel dummes Wahlvieh das die Macht der Partei und ihrer von Steuern lebenden Anhängseln absichert.

Die 'Superreichen' haben ihr Vermögen übrigens in Unternehmen angelegt und sind von der Inflation kaum betroffen - beim Finanzvermögen ist die Vermögensverteilung viel ausgeglichener als beim Unternehmensvermögen, und Inflation trifft damit hauptsächlich den Mittelstand.

Jeder IST vom Staat abhängig, von der Infrastruktur (Straßen, Öffis, etc.), von der Bildung (Schulen & Universitäten), von der inneren und äußeren Sicherheit, usw. und so fort.

Wenn es einer in Somalia schafft, wo es all das nicht gibt, dann hat er meinen Respekt. Wenn er dort selber seine Straßen und Landebahnen baut und sein Firmengelände mit einer Privatarmee vor wilden Tieren und Guerilla-Kriegern sichert, dann ist das aber auch ganz schön teuer (trotz Steueraufkommen, Abgaben und Gebühren von 0,-).

Erst alle Leistungen eines Staates gerne in Anspruch nehmen und dann drüber lästern, ist jedoch echt dämlich.

Und das ist verdammt neoliberal und wichtig,

weil der Superreiche, der sein Vermögen in realwirtschaftliche Unternehmen innerhalb der €uro Zone investiert hat, die auch ArbeiterInnen und Angestellte zu halbwegs fairen Löhnen beschäftigen und auch Aufträge an Subunternehmer, wie mich z.B. vergeben sichern Arbeit und Steuern.
Viele Arbeitslose und keine Steuereinnahmen ist nicht gut. Wissen Sie warum das nicht gut ist?

und dafür brauchen wir die Enteignung des Mittelstandes über die Inflation? Künstlich niedrig gehaltene Zinsen führen nicht zu mehr realwirtschaftlichen Investitionen sondern zu Vermögensblasen und Überschuldung

Posting 1 bis 25 von 167
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.