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Ein wichtiger Hinweis im Kontrollraum des VLT.
Wer die Europäische Südsternwarte ESO in Chile besucht, bekommt natürlich von eifrigen Pressemitarbeitern eine umfangreiche Erfolgsgeschichte serviert: Was konnten Wissenschafter am Very Large Telescope VLT und am älteren La Silla Observatorium mit dem Spektrographen HARPS (High Accuracy Radial Velocity Planet Searcher) bisher entdecken? Die Liste reicht vom ältesten bekannten Stern in unserer Milchstraße, der vor 13,2 Milliarden Jahren entstanden sein soll, über die Entdeckung, dass sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt, bis zum ersten Bild eines extrasolaren Planeten.

Noch interessanter erscheint die Frage: Was wird man hier, mit dem geplanten European Extremely Large Telescope E-ELT am Cerro Armazones (Geplanter Start: 2022) und vor allem mit dem Submillimeter-Interferometer ALMA noch entdecken können? Wird man einer Antwort auf die vielleicht schwierigste Frage der Kosmologie näher kommen: Was genau ist die Dunkle Materie, was die Dunkle Energie? Wissenschafter kennen ja bisher nur vier Prozent des Universums. Recht wenig, wenn man bedenkt, wie wichtig sich die Menschen und ihr Planetensystem nehmen. Prognosen zu dieser Frage will man hier natürlich keine abgeben.
Man schwärmt stattdessen von den Möglichkeiten, die man jetzt schon mit ALMA hat, obwohl noch nicht alle 66 Antennen am Plateau Chajnantor in der Atacama-Wüste stehen. Mit ALMA habe man das Ziel, die kosmischen Ursprünge der Menschen zu ergründen. Die Entstehung unserer eigenen Galaxie nachvollziehen sollte möglich sein. Man hofft auch auf einen genaueren Blick in jenes Schwarze Loch inmitten unserer Galaxie. Über eine Vernetzung mit anderen Radioteleskopen weltweit wäre ein direkter Blick hinein denkbar - und auch noch viel mehr. Ein deutscher Astronom im ALMA Basiscamp wagt den Vergleich: "Hätten unsere Augen diese Möglichkeiten, dann würden wir die Moleküle in unseren Finger erkennen können." Eine eigenartige Vorstellung.

Am Cerro Armazones, etwa 20 Kilometer vom Cerro Paranal und dem Very Large Telescope (VLT) entfernt, steht noch nichts, was auf das Superteleskop E-ELT hindeuten würde. Eine Straße ist zu erkennen, die hinauf führt - mehr nicht. Auch das Plateau wird erst errichtet, wenn das Parlament in Brasilien den Beitritt des Landes zur ESO ratifiziert. Denn dieser finanzielle Beitrag zum Riesenprojekt ist nötig. Die Dimension des E-ELT (Bild oben, Kostenpunkt etwa eine Milliarde Euro) werden derzeit nur in Superlativen angegeben: Eine Kuppel von 220 Metern Durchmesser. Ein Hauptspiegel von 39 Metern Durchmesser. Bilder, die 15 mal schärfer sind als die des Weltraumteleskops Hubble, das seit 1990 aktiv ist.
AM E-ELT wird man sich eine alte Frage stellen: Sind wir alleine? Gibt es ein Leben abseits der Erde? Damit sind freilich keine grünen Männchen gemeint. Schon Bakterien wären eine Sensation. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, heißt es in der ESO. Und das E-ELT wird die Atmosphäre von erdähnlichen Planeten untersuchen können. Was spricht gegen die Theorie, auch intelligentes Leben zu finden? "Die hätten schon Kontakt aufgenommen", sagt ein Wissenschafter. Und ein Journalist ergänzt: "Möglicherweise hätten sie, vielleicht aber sind wir nicht intelligent genug, um diese Nachricht zu entschlüsseln."

Die Reise der österreichischen Journalistengruppe geht zu Ende. Alle Wissenschafter, die daran beteiligt waren, sagen: "Es sind mehr Fragen noch offen, als bisher beantwortet wurden. Und alle Antworten werden neue Fragen aufwerfen." Sie hoffen, dass das so bleiben wird. "Wir sind nicht da, um irgendwann einmal alles zu wissen. Das wäre langweilig."
Der deutsche Astrophotograph Stefan Seip führte während der Reise ebenfalls ein Tagebuch: blog.photomeeting. (Peter Illetschko, derStandard.at, 25. 11. 2012)
Die Alternative zum ALMA-Hochplateau ist das Tal des Mondes in der Nähe von San Pedro de Atacama
Das gewaltige Submillimeterteleskop soll bis 2013 voll ausgebaut sein - Dem Besuch auf dem Plateau in 5.100 Metern Höhe ist nicht jeder gewachsen
Auch sachliche Journalisten dürfen hier getrost einmal ins Schwärmen kommen
Nur wer eine ärztliche Freigabe hat, darf zum höchsten Teleskop-Plateau in der chilenischen Atacama
Wieder einmal verfängt man sich in der eigenartigen Betrachtung, dass der "Blick" etwas Aktives ist. Wo keine EM strahlung herkommt, kannst Du auch mit den schärfsten Brillen blicken bis du schwarz bist wie das besagte Loch. Da kommt einfach nichts.
Die Nachrichten über die menschliche Lebensführung auf der Erde sind nicht so positiv, dass ich mir wünschen würde ebensolche Ereignisse auf anderen Planeten kolportiert zu bekommen.
Gibt es nichts Tolleres als die großen Observatorien?
Wir könnten uns das Geld und die Mühe für solche Unternehmen sparen.
Das ist jetzt Off-Topic, aber es muss gesagt werden: wir erleben hier die Geburt eines neuen Wortes, noch dazu eines schönen!
"Händeln", anscheinend eingedeutscht von "to handle", gleich mal mit einem deutschen Umlaut versehen, um es als deutsches Wort zu tarnen, abzusegnen und zu genehmigen.
Es hat nichts mit "Hendl", "Händel" oder "Handel" zu tun, wie man fälschlicherweise annehmen könnte, jedenfalls nicht direkt, sondern mit "Hand" und "handhaben".
Ich wünsche dem Wort viel Erfolg und Unterstützung durch die Poster, so dass wir es in ein paar Jahren vielleicht schon im Duden wiederfinden können!
Gute Reise, schönes Wort!
Hallo!
Ja i weiß ned, aber in der Astro-Szene wird das echt gerne verwendet! Und wir meinen damit auch, dass es gut handhabbar ist bzw. auch noch transportabel ist!(Zum Beispiel von einer Person! Ist nicht zu unterschätzen, gibt ja auch sehr sperrige Geräte!)
LG Wolfi
Ausgeschrieben?
Es ist üblich, im mündlichen Sprachgebrauch das englische "to handle" zu benutzen, was ich dann so niederschreiben würde: Ich handle, du handlest, er/sie/es handlet. Das wäre laut Duden auch erzwungen, also deutsche Beugungen auf Anglizismen.
Aber ich habe das Wort noch nie mit Umlaut und deutscher Endung gesehen, also wirklich als deutsches Wort. Das gibt es laut Duden ja auch nicht.
Na und, was hat das damit zu tun?
1. "Kriegen" ist anscheinend ein umgangssprachlicher Ausdruck, den man spricht, aber nicht schreibt. Höchstens man versucht, ein Mundart-Dichter zu werden oder cool zu sein. Außerdem steht er schon im Duden: http://www.duden.de/rechtschr... n_erhalten
2. Ich halte "händeln" für ein schönes Wort und würdig, bei intensiven Gebrauch in ein paar Jahren in den Duden aufgenommen zu werden, wie das Verb "kriegen" eben. Google kann es auch schon recht häufig finden, es wird also nicht mehr allzu lange dauern.
Also: bitte gebrauchen!
Ich bin ein Frischling in der Materie die mich jedoch fasziniert und hab mir ein Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB bestellt.
Ist das Ok, würde mich freuen wenn wir hier auch unsere Erfahrungen austauschen könnten.
http://www.svenwienstein.de/HTML/link-ecke.html
http://deepsky-brothers.de/
http://www.pteng.de/
http://www.astronomie.de/
Danke für die Tipps.
Wenn es am Freitag einstrudelt werde ich gleich am Abends den Balkon belagern.
Freu mich schon wie ein kleines Kind auf Weihnachten :)
Wenn natürlich das wetter passt das in meiner Gegend eher mau ist.
So habe ich zumindest schon mal was zur reinlesen.
Bitte gerne!
http://www.astrotreff.de/
Der oder der von GSO sind recht brauchbare Geräte und haben ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis!
Ich würde dir noch ein Chesire Justierokular bzw Laser empfehlen und diesen Telrad Sucher!
http://www.teleskop-express.de/shop/prod... -GoTo.html
Und wen wir eine Botschaft bekommen, dann werden wir die auch entschlüsseln können. Der Sinn der Botschaft wird ja sein, eine möglichst einfach zu entschlüsselnde Botschaft zu übermitteln. Nach dem sie Sendestationen offentlichtlich entwickeln und abuen können, verstehen sie auch was von Logik. Die erste Nachricht wird einfache logsiche Sätze beinhalten: "Gleiches ist gleich, UNgleiches ist ungleich".
Die Frage ist doch eher: Stehen ETI-WissenschaftlerInnen unter den gleichen Spardruck der Politik wie bei uns? Dann wirds eher so ausschauen, dass sie inemal eine 5-Sekunden-Nachricht schicken und dann nie wieder. Und solche Signale sind für unsere Anforderungen, dass wir eine Nachricht als ETI-Nachricht anerkennen zu wenig.
Es wird den Himmel 10.000 mal schneller absuchen können, als alle bisherigen Radioteleskope.
Es wird derart empfindlich sein, dass es potentielle Radio- oder Fernsehsendungen außerirdischer Zivilisationen noch in mehreren 100 Lichtjahren nachweisen kann. Und gezielte, gerichtete Kommunikation mitunter noch auf 1000e Lichtjahre.
Wenn wir dann nichts finden, wissen wir zumindestens, dass kommunikationsfähige bzw. willige Zivilisationen selten sind.
Aber SETI ist nur eine Aufgabe, es wird in bis dato unbekannter Genauigkeit unsere Galsxie vermessen können und die allerersten Sterne im Universum finden können.
Manchmal glaube ich, der chinesische Fluch "Mögest du in interessanten Zeiten leben", ist gar kein Fluch...
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