Deutschlands Piratenpartei gibt sich ein Wirtschaftsprogramm

25. November 2012, 09:10

Vorsitzender Schlömer besteht Vertrauensprobe - Piraten lehnen Vollbeschäftigung ab - Parteispitze ruft Piraten zu Geschlossenheit auf

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Find ich eigentlich gar nicht so schlecht. Besonders die Aufgabe des Ziels der Vollbeschäftigung und die Ablehnung der rein wachstumsorientierten Politik haben ihren Charme.

hab den Livestream...

am Wochenende nebenher laufenlassen.

selten einen chaotischeren, infantileren, aggressiveren, präpotenteren und überdrehteren Haufen gesehen als diese Truppe.

beruhigend, dass sie bald wieder weg vom Fenster sind.

gefällt mir grundsätzlich auch.
Aber wie schaut das in der Praxis aus?
Wenn ich weniger Stunden arbeite, verdiene ich auch weniger Geld.
Da hätte ich Probleme z.B. die monatliche Miete, mein Auto... zu bezahlen.

kleinere wohnung, kleineres auto dafür mehr freizeit - geht gut!

Das sieht die Bevölkerungsmehrheit aber anders! Die jammert ja schon jedes Mal wenn der Reallohn nicht steigt!

Ja und weniger Steuern zahlen. Fein sein beeinander bleiben!

Die eine oder andere teure Geschichte z.b im Bereich der FOrschung und der Medizin wird sich in diesem Biedermeierszenario halt nicht mehr ausgehen.

Aber was solls..

wir benötigen unbedingt eine Wirtschaft, welche ordentlich blasen kann.

und zwar,
*) Versprechungen
*) dubiose Blasen aller Art (von Wachstum bis Selbstzerfleischung)
*) Bock
usw

den marsch?

Damit ist der Hype vorbei. Die Piraten hatten ihre Chance...

Hätten die Piraten noch retten wollen, was zu retten ist, hätten sie jetzt ein Wirtschaftsprogramm mit radikalen Forderungen präsentieren müssen. Welche Forderungen, ist dabei egal, solange sie sich von den anderen Parteien unterscheiden und verkrustete Strukturen aufbrechen. Mit diesem Programm ("Wir sind die besseren Grünen und prüfen noch diesen und jenen Punkt") ist die Ära der Piraten vorbei, noch bevor sie richtig begonnen hat.

Und was solls bringen, wenns irgendeinen unrealistischen Schmarrn verzapfen?

"gerechte Beteiligung aller Menschen am Gesamtwohlstand"

Klingt ja an sich gut, aber wie sieht es mit dem gerechten Anteil an der Erbringung des Gesamtwohlstandes aus, den jeder Mensch dann ja natürlich auch leisten müsste, damit es überhaupt gerecht ist?

wenn sie eine chance bekämen...

Hm, da scheint sich bei manchen bei meinem Posting ja sofort der unreflektierte Beißreflex ausgelöst zu haben. Was hat zB die ungleiche Verteilung von Einkommen mit dem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun? Auch mit dem werden Manager etc. um ein Vielfaches mehr verdienen. Oder wie kommt man aufgrund meines Postings sofort darauf, dass ich Behinderte verhungern lassen will? Oder warum zur Hölle sollen Verwaltungsbeamte verhungern?

Ernsthaft, wie kann man mein Posting in eine derart extreme bzw. auch schon abstruse Richtung interpretieren, wenn die Grundaussage letztendlich nichts anderes ist, als dass jeder (der kann) zum Funktionieren und zum Wohlstand des Staates beitragen soll?

"Leistung" und Wohlstand

Der Punkt ist, dass Einkommen VIEL ungleicher als Arbeitsaufwand.

Den größten Beitrag zur "Erbringung des Gesamtwohlstands" leisten halt heutzutage Maschinen - und die kann nur derjenige kaufen, der das Kapital hat. (Oder zB einem Unternehmer Geld leihen und Zinsen kassieren ohne überhaupt selbst einen kreativen Beitrag zu leisten...)

Wenn die Ausgangsposition, also das Vermögen, halbwegs gerecht verteilt wäre, würde ich ihre Position verstehen. Das ist aber nicht der Fall.

Nein, das ist falsch.

Ich wohne neben einem Behindertenwohnheim. Die arbeiten alle irgendwas, basteln hübsches und unnötiges Zeugs, bekommen einen Bettel von Firmen fürs Kouvertieren ihrer Post etc. Und nein, die erbringen absolut keine Leistung für den Gesamtwohlstand, höchstens ein bissl Freude für sich selber oder die Angehörigen. Die wollens verhungern lassen?

Oder die Leute, die gerne Leistung erbringen würden, aber die niemand will?

Künstler - für die Kulturszene wichtig, aber kaum für den allgemeinen Wohlstand.

Eine gute Verwaltung - ja, die Leute tun vieles für Menschen, aber kaum was für Wohlstand - die wollen Sie alle auf die Strasse setzen und verhungern lassen?

Vielleicht hilft ihnen ja, dass die Armen das erhaltene Geld ohnedies wieder ausgeben!

...in der gesamten Kulturbranche arbeiten europaweit genausoviele Menschen wie in der gesamten Automobilbranche (inklusive Zulieferern, Marketing, Grafikern)!

was soll damit gesagt sein?

geht in die richtige richtung.

immerhin origineller, als wenn am parteitag alle in anzug und krawatte dasitzen...

Piratenpartei? Das Thema wird sich wohl nach der Bundestagswahl im September 2013 erledigt haben.

Schlömer und Ponader

Was für ein Führungsdo.
Ein Sesselpupser aus dem Verteidigungsministerium und ein äh.. "Lebenskünstler".
Die Piraten auf dem super-fast-forward Weg zur Altpartei.

25.11.2012, 13:45

Lieber Standard,
Bitte nicht auch noch berichten über den Verein.
Womöglich wählt die noch wer versehentlich.
Danke.

ich werd das gefühl nicht los, dass die gar nicht wissen, was sie da beschließen.

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