"Der Elfmeter hat uns in die Karten gespielt"

24. November 2012, 21:23
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  • Admira - Rapid

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Der Elfmeter war spielentscheidend, den bekommt man nur in Österreich. Ich habe schon vorher gedacht, wer das erste Tor schießt, wird wahrscheinlich als Sieger vom Platz gehen. Nach dem ersten Tor hat Rapid kompakt verteidigt, da war es für uns schwer, Chancen herauszuspielen. Es nützt uns nichts, wenn wir immer gut mitspielen, wir müssen Punkte holen, egal wie."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "In der ersten Hälfte haben wir besser ins Spiel gefunden als die Admira, die erst kurz vor der Pause stärker geworden ist. Der Elfmeter hat uns in die Karten gespielt und war sehr wichtig, denn die Spieler waren nach dem Europa-League-Match in Trondheim teilweise schon erschöpft. Nach dem 1:0 haben wir dann wenig zugelassen und am Schluss noch einmal zugeschlagen. Die drei Punkte sind in unserer derzeitigen Situation sehr wichtig, deswegen bin ich auch sehr zufrieden."

  • Austria - Mattersburg

Peter Stöger (Trainer Austria): "Das war ein ganz wichtiger Sieg, wir sind sehr, sehr glücklich. Das war wieder eine Partie, wo man von der Ausgangslage her gesagt hat, dass wir gewinnen werden. Wir haben es uns in der ersten Hälfte aber auch selbst schwer gemacht. Haben nicht so nachgesetzt, haben das Spiel verschleppen lassen. Das Spiel ist ein bisschen abgeflaut, aus einem Standard haben wir den Ausgleich bekommen. Aber wir haben in der zweiten Hälfte gut reagiert und mehr gearbeitet, haben versucht, in die Zweikämpfe zu kommen."

Franz Lederer (Trainer Mattersburg): "Wenn der Schiedsrichter solche Entscheidungen wie heute in diesem Spiel trifft, dann kann man hier bei der Austria nichts holen."

  • Innsbruck - Sturm

Manuel Schüttengruber (Schiedsrichter): "An sich war es ein faires Spiel, aber dann haben sich die Emotionen aufgeschaukelt. Fakt ist, die Sicherheit des zweiten Assistenten (Clemens Schüttengruber) war nicht mehr gegeben. Wir haben Lautsprecherdurchsagen gemacht, sind dann in die Kabine, um die Sicherheit wieder zugewährleisten, aber mehr als dreimal geht nicht, so musste ich abbrechen."

Peter Hyballa (Sturm-Graz-Trainer): "Wir haben auf das 0:0 gespielt und gehofft, dass wir noch ein Tor machen, das ist aufgegangen. Es war kein Superspiel, aber die Mannschaft hat sich reingefightet, sie hat gewonnen, das ist das Wichtigste. So gesehen bin ich zufrieden. Wann ist Fußball schon gerecht? Den Abbruch nehmen wir zur Kenntnis, ich gehe von drei Punkten für uns aus. Ich weiß nicht, wie es gewertet wird, aber ich bin auch mit dem 0:1 zufrieden."

Roland Kirchler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Ich muss der Mannschaft gratulieren, es war das beste Spiel in meiner Zeit, auch wenn wir uns nichts davon kaufen können. Wenn wir die Leute zu solchen Emotionen bringen, sind wir auf dem besten Weg. Ich wünsche mir mehr solche Partien. Trotz der Niederlage war es ein geiles Spiel, wir hatten halt nicht die Courage, das über die Zeit zu bringen. Ich kann den Abbruch zwar nicht gutheißen, aber die zwei Minuten hätte der Schiedsrichter über die Zeit bringen können. Fußball ist ein Männersport und da sollten auch Schiedsrichter Männer sein."

  • SV Ried - RB Salzburg

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Wir haben gut angefangen, hatten viele Chancen, sind 1:0 in Führung gegangen, doch haben dann gemeint, wir können das mit 70 Prozent runterspielen. Die Ernsthaftigkeit ist verloren gegangen und wir haben Ried zurück ins Spiel geholt. Wir sind nachlässig geworden, haben zurückgeschaltet. Auch ohne die verletzten Spieler müssen wir den Anspruch haben, als Sieger vom Platz zu gehen. Wir können jetzt gegen die Austria definitiv nicht die Tabellenführung erringen, entscheidend wird sein, dass wir uns da anders präsentieren."

Gerhard Schweitzer (Ried-Interimstrainer): "Wir haben nach der schnellen Führung der Gäste den Faden verloren, dann taktisch etwas umgestellt und uns ins Spiel zurückgekämpft. Aufgrund der zweiten Hälfte haben wir verdient gewonnen. Der Innviertler ist bekannt dafür, zu kämpfen. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, es war eine taktische Meisterleistung."

Anel Hadzic (Ried-Torschütze): "Wir haben uns zurückgekämpft ins Spiel und über den Kampf das Spiel gewonnen."

Georg Teigl (Salzburg-Torschütze): "Wer die Zweikämpfe nicht gewinnt, kann das Spiel nicht gewinnen."

  • Wiener Neustadt - WAC

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Die ganze Mannschaft hat hervorragend gespielt und einen verdienten Sieg gefeiert. Wir müssen weiterhin Gas geben, aber jetzt wollen wir einmal einfach nur den Sieg genießen."

Nenad Bjelica (WAC-Trainer): "Das ist sehr ärgerlich, wir waren sehr schlecht und haben uns selbst geschlagen. Wir hätten uns in diesem Spiel keinen Punkt verdient. Wenn wir so im Nachtragsspiel gegen Sturm spielen, gibt es für uns nichts zu holen. Aber die zwei Tore von Wiener Neustadt waren für mich nicht korrekt. Das erste war kein Elfer und vor dem zweiten ist Polverino gefoult worden." (APA, 24.11.2012)

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