Freunde und Kollegen trauern um Hagman

Familie: "Es war ein friedlicher Abschied, genau wie er es sich gewünscht hatte."

New York/Wien - "Larry war zurück in seinem geliebten Dallas, wo er wieder die Kultrolle spielte, die er am meisten liebte", schrieb die Familie nach dem Tod des Schauspielers am Samstag auf der Internetseite des "Dallas"-Ekels. "Es war ein friedlicher Abschied, genau wie er es sich gewünscht hatte."

Hagmans TV-Frau Linda Gray, die in der Serie ewig von ihm betrogene Sue Ellen, würdigte ihren Kollegen in einem Nachruf als "Verführer zum Leben". Er "schenkte jedem Freude, den er kannte", sagte sie am Samstag der "New York Times". "Ich werde ihn unglaublich vermissen. Er war ein Original und hat das Leben voll ausgekostet." Gray war eigenen Angaben nach 35 Jahre lang eng mit Hagman befreundet und auch in seinen letzten Stunden bei ihm.

"Dallas"-Sender kondoliert

"Wir sind zutiefst traurig über die Nachricht von Larry Hagmans Tod", erklärte der amerikanische "Dallas"-Sender TNT am Samstag auf seiner Webseite. "Er war ein großartiger Mensch und brillanter Schauspieler". Es sei jedoch ein Trost, dass dank der "Dallas"- Neuauflage eine neue Generation "Larry durch seine Darstellung als J.R. Ewing kennenlernen und schätzen kann". Eine Anfrage an den Sender zur Zukunft der Serie ohne ihren Hauptdarsteller blieb zunächst unbeantwortet.

Die Produzenten "Dallas"-Filmstudios Warner Bros., Cynthia Cidre und Michael M. Robin, sowie alle Teamkollegen nannten Hagman in ihrem Nachruf "eine gigantische überlebensgroße Persönlichkeit, deren ikonische Darstellung als J.R. Ewing der Geschichte des Entertainment unauslöschlich erhalten bleiben wird".

Barbara Eden: "Element des puren American verloren"

"Wir haben nicht nur einen großartigen Schauspieler, nicht nur eine Fernsehikone, sondern ein Element des puren American verloren", schrieb Barbara Eden, die in der Serie "Bezaubernde Jeannie" an Hagmans gespielt hatte, in dem sozialen Netzwerk Facebook. Auch "Star Trek"-Schauspieler William Shatner und der ehemalige Talkmaster Larry King kondolierten. King schrieb, dass Hagman ihm geholfen habe, das Rauchen aufzugeben. "Er war eine wirklich besondere Person", twitterte King.

"Das macht sehr betroffen. Ich bin geschockt. Denn als ich das letzte Mal von Larry Hagman gehört habe, habe ich zwar auch von einer Diagnose Kehlkopfkrebs gehört, aber er hat gesagt, die Ärzte haben ihm sehr Hoffnung gemacht", reagierte Hagmans Synchronsprecher, der in Wien lebende Schauspieler Wolfgang Pampel. (APA, 24.11.2012)

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.