UNO will Drohnen im Ostkongo einsetzen

24. November 2012, 21:31
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Staats- und Regierungschefs der Region geben Rebellen für Abzug 48 Stunden Zeit

Kampala/Goma - Die Vereinten Nationen erwägen nach Angaben eines Sprechers, unbewaffnete Drohnen zur Überwachung des umkämpften Ostkongos einzusetzen. Die Informationen aus der Luft sollen den Schutz der Zivilbevölkerung vor Angriffen verbessern, sagte Kieran Dwyer von der UN-Abteilung für Friedenserhaltende Maßnahmen der Nachrichtenagentur dpa am Samstag in New York. Ein entsprechender Vorschlag werde dem Sicherheitsrat in der kommenden Woche unterbreitet. Die Drohnen sind laut Dwyer aber nur eine von mehreren Maßnahmen für die Menschen im rohstoffreichen Osten des Kongos, über die das höchste UN-Gremium entscheiden soll.

Die kongolesischen Rebellen der M23-Bewegung haben 48 Stunden Zeit, um sich aus der Provinzhauptstadt Goma zurückzuziehen, sonst droht ihnen das militärische Eingreifen einer Regionaltruppe. Dieses Ultimatum wurde am Samstag bei einem Treffen von mehreren Staats- und Regierungschefs sowie anderen hochrangigen Vertretern der Internationalen Konferenz der Großen Seen Afrikas (ICGLR) in der ugandischen Hauptstadt Kampala festgesetzt.

Die neuen Kämpfe zwischen der M23 und Regierungstruppen hatten vor rund einer Woche begonnen. Zehntausende Menschen sind seither auf der Flucht. (APA, 24.11.2012)

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