Stronach-Inserate nur in "freundlich gesinnten" Medien

"profil" zitiert aus internem E-mail

Wien - Das Team Stronach sorgt mit seiner Medienpolitik weiter für Aufregung. Wie "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, macht das Team Stronach Inserate direkt vom Wohlverhalten der Medien abhängig. Das Nachrichtenmagazin zitiert eine E-Mail von Frank Stronachs Pressesprecher Rouven Ertlschweiger an einen Mitarbeiter: "Devise ist: Wir gehen nur in Medien, die uns freundlich gesinnt sind, und von denen auch eine positive Berichterstattung zu erwarten ist", heißt es darin laut "profil"-Vorabmeldung vom Samstag.

Vor einer Woche hatte bereits ein Formular für Aufsehen gesorgt, das Journalisten vor einem Interview mit Stronach unterschreiben hätten sollen. Darin hätten sich die Journalisten verpflichten müssen, "den gesamten Interviewtext" inklusive Titel und Einleitung Kathrin Nachbaur, der Leiterin des Stronach "Instituts für sozialökonomische Gerechtigkeit", "zur Einsicht und schriftlichen Freigabe" zu senden. Für den Fall der Nicht-Autorisierung hätten sich die Journalisten verpflichten müssen, weder den Umstand des Interviews noch das Gespräch ganz oder auszugsweise zu veröffentlichen. Nach heftiger Kritik hat Stronach jedoch das Autorisierungsformular geändert. (APA, 24.11.2012)

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