Aufregung vor Flüchtlingsdemo

23. November 2012, 21:29

Vorwurf: Asylwerber würden behindert, Ministerium widerspricht

Traiskirchen - Ein Protestmarsch von Asylwerbern am Samstag vom Flüchtlingslager Traiskirchen nach Wien sorgte schon am Abend davor für Aufregung. Denn am Freitag hieß es, die Lagerleitung habe für den kommenden Morgen eine außertourliche Inspektion in allen Unterkünften der Erstaufnahmestelle angesetzt.

"Wichtig! Standeskontrolle mit Anwesenheitspflicht. Samstag, 24.11.2012 um 8:30 Uhr. Bei der Kontrolle haben alle Asylwerber in denen ihnen zugewiesenen Zimmern anwesend zu sein. Wer nicht anwesend ist, wird abgemeldet und befindet sich nicht mehr in Bundesbetreuung", ist auf den Aushängen zu lesen; das Foto eines Exemplars liegt dem Standard vor.

Damit würden den Asylwerbern für den Fall der Inanspruchnahme ihres Demonstrationsrechts empfindliche Sanktionen angedroht, kritisierte Grünen-Menschenrechtssprecherin Alev Korun. "Ihnen blüht Ausschluss aus dem Lager Traiskirchen, somit Obdachlosigkeit und im schlimmsten Fall Illegalisierung", hieß es in einer Aussendung der Pressestelle refugee protest.

Diese Gefahr bestehe keineswegs, konterte der Sprecher des Innenministeriums, Karlheinz Grundböck. Bei dem Zettel handle es sich um die "routinemäßige Ankündigung der täglichen Standeskontrolle". Bei "begründeter Abwesenheit" werde kein Asylwerber abgemeldet, "und die Ausübung des Demonstrationsrechts ist eine solche". Die Flüchtlingsdemo sollte Samstag um sieben Uhr früh mit Gebeten vor dem Lagertor beginnen. (Irene Brickner/DER STANDARD, 23.11.2012)

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Diese Menschen sind nach Österreich gekommen und nicht in Ungarn, Serbien, Rumänien usw (sichere MRK-Länder) geblieben, da sie sich in Österreich mehr versprochen haben.

Wenn ihnen das nicht reicht, können sie ja woanders hingehen. Bitte nicht so tun, als ob sie unfreiwillig in Österreich wären oder gar hier eingesperrt werden.
Ausserdem beschämend, wie manipulierend vorgegangen wird: die nachweislich erhaltene warme Winterkleidung wird in Transkirchen zurückgelassen, um als arme unterversorgte Flüchtlinge Interviews zu geben.

Unsere Asylgesetze sind ja tatsächlich teilweise ein Witz. Die Denkansätze sind vielfach falsch! Die Fälle gehören schnell geprüft, tatsächlich Verfolgte sollen - wenn sie dies anstreben - schnell und effizient ins System integriert werden, Taschengeld, für das sie hingegen fürs Gemeinwohl arbeiten (Straßenkehren, Blumenzupfen, etc.: ohne Scherz!!!), bekommen und auch schulische Ausbildung genießen. Wer deppert und kriminell wird, kann sich umgehend vertschüssen und sitzt im Flieger nach Tschetschenien oder Nigeria. Was mit diesen Herrschaften dann passiert, ist mir wurscht. Ich erinnere mich noch gut an den Fall eines Tschtschenen, der vor einigen Jahren sein Baby aus dem Fenster schmiss. Er war ja kriegstraumatisiert: Raus, raus, raus!

Ich finde

die Forderung nach einem Friseur sehr interessant. Es wird doch unter den BewohnerInnen von Traiskirchen sicher Friseure geben, die ihren MitbewohnerInnen die Haare schneiden können. Wenn ihnen die Utensilien zur Verfügung gestellt werden.

Ausserdem die Forderung nach Nagelscheren und Spiegeln.
Andere Frage, wurden diese weggeräumt zur Sicherheit der BewohnerInnen, weil es oft gegenseitige Verletzungen durch zerbrochene Spiegel oder Nagelscheren gab?

Im Gefängnis ist sowas sicher üblich.

...es gibt nicht mal genug bzw. keine "monatshygieneartikel" für die frauen....

Wo steht das und woher haben sie die Information?

so weit ich weis steht das nirgends ich habe dies information von menschen die dort beruflich oder freiwillig zu tun haben bzw. von asylwerbern/anerkannten flüchtlingen mit denen ich bekannt bin. (ich habe sie mir durch fragen selbst verschaft als ich mitbekommen habe dass ein bekannter von mir einem befreundeten asylwerber rasierer gekauft und die haare geschnitten hat..bin in einem priviligierten umfeld ;))

-möglichkeiten für einen haarschnitt oder sich zu rasieren gibts auch nicht...

was ich aber im vergleich mit den bedürfnissen von frauen -gerade in solch überfüllten räumen ohne rückzugsmöglichkeit (ausser am klo) extremst "oarg" finde!!

äh sorry

..formulierung misslungen (bin etwas infektiös und fiebrig): natürlich finde ich die fehlenden monatshygieneartikel (so ein blödes wort) schlimmer als dasfehlen von rasieren bzw. das nicht vorhandene geld für rasierer. ...bei 40euro/monat muss man sich eben entscheiden: öffiticket oder rasierer oder mal eine kleinigkeit aus dem supermarkt die einem schmeckt. ?!

wenn die no-border fraktion nachdenken würde,

wie kommt man dann zur grundsicherung, wenn ö. einfach nicht mehr kann.

die würden natürlich schulden machen bzw die reichen zur kassa bitten. und reich wäre dann wohl jeder der mehr als das bedingungslose grundeinkommen hat.....

das bedingungslose grundeinkommen ist an sich keine schlechte idee.

durch die Gleichstellung von eu-bürgern zu Österreichern nicht finanzierbar.

und ich finde auch die steuergeldgeschenke an die bankster eine Frechheit, siehe Zypern. dort wird russisches gaunergeld durch eu-steuergelder abgesichert.

Das BGE ist ein unerfüllbarer Wunschtraum einiger, die sich um so schnöde Dinge wie Finanzierung nicht kümmern wollen. Die vorgestellten Modelle sind meist ein müder Scherz.

Arbeitserlaubnis

Damit sich nicht jeder ständig darüber aufregen muss, dass sie Asylwerber so viel Geld bekommen (40 € monatlich, schon ein Öffi-Ticket kostet mehr), sollte man sie halt arbeiten lassen, wenigstens geringfügig... schadet niemandem und keiner kann sich mehr beschweren, dass sie uns auf der Tasche liegen... und wenn sie dann abgelehnt werden, haben sie wenigstens nicht nur ihre Zeit unter schlechten Bedingungen verschwendet und kommen mit ein paar Euro nach Hause!

Wie viele sind von denen Ihrer Meinung nach am Arbeitsmarkt

unterzubringen.

Das ist so lächerlich, wenn man annimmt die bräuchten nur Zugang zum Arbeitsmarkt, dann könnten sie sich selbst erhalten.

sicherlich nicht alle, aber durchaus einige. Nicht jeder Asylant ist erst seit gestern hier, einige schon Jahre und haben Deutsch gelernt, trotzdem dürfen sie nicht arbeiten.

Asylanten dürfen arbeiten, Asylwerber nicht. Was für einen Sinn macht es, die beiden Gruppen ständig zu vermischen?

stimmt

das frage ich mich auch.
* ohne Sprachkenntnisse
* teilweise andere Schrift (also analphabeten)
* evt. nie eine Schule besucht
* keinen Führerschein

Bitte WO will da jemand einen Job bekommen in Österreich? Vor allem einen Job mit dem er/sie sich selbst erhalten kann?

Sie HABEN ja oft Jobs. Nur eben schwarz. Nachtarbeit in österreichischen Firmen um 4 € die Stunde.

Ich sage ja nicht, dass sich jeder dann sofort erhalten kann! Aber man sollte es nicht gleich allen (und das über Jahre hinweg) verwehren.

Tut mir leid - schadet sehr wohl..

nämlich den echten Flüchtlingen - die dann in der Masse der Arbeitsmigranten auf Asyl untergehen werden

nachtrag falls das post durchgeht: statt kostenlosen internetzugang haben sollts hätten sein.
im übrigen hat wüstenrose völlig recht.

ich glaub, die meisten asylwerber sind froh, wenn sie beschäftigung haben und geld dafür bekommen, für junge menschen ist das nicht so einfach den ganzen tag herumzusitzen, selbst wenn sie kostenlosen internetzugang im flüchtlingslager haben

Die gehen doch jetzt auch schon unter... und jeder noch so fleißige und anständige Mensch ist frustriert, wenn er jahrelang unter schlechten Bedingungen ausharren muss, ohne irgendetwas Sinnvolles zu machen.

und viele arbeiten doch sowieso, aber eben schwarz, werden ausgebeutet von österreichischen Firmen, 4€ in der Stunde für Nachtarbeit... irgendwie muss ja die Zeit rumgehen und ein bisschen Geld braucht man eben auch...

Die Kategorie Dankbarkeit gibt es anscheinend bei diesen Asylwerbern nicht.

KEINEN MILLIMETER NACHGEBEN!!

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