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vergrößern 500x333Trauernde am Tag danach an jener Stelle in der Wiener City, wo Binali I. am 31. August 2002 von einem Polizisten erschossen wurde.

Lieblingsfoto der Familie I.: Binali, sonnig, charmant, lebenslustig.
vergrößern 500x362Bild aus glücklicher Zeit: Binali (re.) mit Freundin, Mutter Ruike, Schwester Hatice (li.), ihr Baby.
"Gerechtigkeit", sagt Ismail I., und zum ersten Mal an diesem langen Nachmittag voll quälender Erzählungen verstummt er für kurze Zeit - als würde er diesem Wort hinterherhorchen. Nach einer Weile spricht er weiter: "Gerechtigkeit wäre, wenn der Polizist, der das getan hat, nicht mehr im Staatsdienst bleiben dürfte." "Und wenn endlich jemand sagen würde, dass es ihnen leidtut. Am besten die Ministerin", ergänzt Hatice und knetet ihr Taschentuch. Dann wird es wieder still.
Ismail und Hatice I., zwei Mittvierziger, er drei Jahre jünger als sie, könnten bestens das verkörpern, was es über Bruno Kreiskys Gastarbeiterpolitik zu sagen gibt. Sie sind dynamische, in ihren Berufen erfolgreiche, gut angezogene österreichische Staatsbürger mit türkisch-kurdischen Wurzeln. Sie könnten sich hier in Wien sehr wohlfühlen, wenn nicht ... Ja. Wenn. Nicht.
Seit zehn Jahren ringen die Geschwister nun schon mit dieser Unmöglichkeitsform. Seit diesem Tag, an dem sich alles verdrehte und nichts mehr stimmte. Diesem Tag, der alles zusammenstürzen ließ und der sie zwang, ihre Leben neu zu beginnen. Irgendwie. Ohne ihn, Binali, ihren kleinen Bruder, der so viel Zuwendung brauchte, die sie ihm nicht mehr geben können.
In Ismails italienischem Restaurant im zweiten Bezirk erzählen er, ein Gastronom, und Hatice, muttersprachliche Beraterin in einem Wiener Krankenhaus, dem STANDARD einen Nachmittag lang ihre Geschichte von jenem 31. August 2002. Als Binali starb. Mitten in der Wiener Innenstadt.
Ein Polizist erschoss ihn. "Einfach so", sagen die Geschwister. Binali litt an schizoaffektiver Psychose, war verwirrt und habe gar keine Chance gehabt, sagen die Geschwister. "Ein Albtraum, der kein Ende hat", sagt Ismail. Erst vor kurzem, Anfang September, brachen die alten Wunden wieder auf. Die Familie organisierte eine Gedenkveranstaltung anlässlich des zehnten Todestages von Binali. Heinz Patzelt von Amnesty International war da, die Volksanwältin Terezija Stoisits, der Anwalt der Familie, Richard Soyer, und der ehemalige SPÖ-Menschenrechtssprecher Walter Posch. Von der Polizei kam niemand.
Schwester Hatice hielt eine emotionale Rede über Krankheit und Tod, Fehler und Verantwortung. Sie zeigte Fotos von Binali, Kinderfotos, Familienbilder bis hin zur letzten Aufnahme, auf der Binali nicht mehr zu sehen ist. Stattdessen seine Mutter Ruike, wie sie an der Stelle zusammenbricht, an der ihr Sohn gestorben ist, Ecke Stubenbastei, Zedlitzgasse. Vor ihr ein Meer von Blumen und Kerzen. Schmerz, Trauer und Fassungslosigkeit.
Am Morgen des 31. August 2002, es war ein strahlender Samstag, an dem das Thermometer noch auf 31 Grad klettern sollte, war der 28-jährige Binali I. aus der Wohnung der Mutter in Wien-Simmering verschwunden. Ruike war beunruhigt. Seit Tagen schon hatte sich ein psychotischer Schub bei ihrem Sohn angekündigt. Er war fahrig, unruhig, wollte sich nicht beruhigen lassen. Frau I. rief ihre Tochter Hatice an, die meist sofort zur Stelle war, wenn es Binali schlecht ging. Doch Hatice war mit ihrem Mann und der kleinen Tochter in Deutschland zu Besuch bei den Schwiegereltern.
Ismail, damals Inhaber einer kleinen IT-Firma und Eissalonbesitzer in Ottakring, war auch gerade beschäftigt. Er versprach der Mutter, später vorbeizukommen, und riet ihr, inzwischen die Polizei zu informieren. Das tat Frau I. auch, doch als sie mit den Beamten zur Wohnung zurückkehrte, stand die Tür offen - und Binali war verschwunden.
Was danach geschah, findet sich detailliert in der Urteilsbegründung 034 E Hv /48/04g zum Freispruch des Streifenpolizisten Thomas S. vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen wieder. Oder auch nicht. Denn auch die I.s haben das Geschehene penibel rekonstruiert. Ihre Schilderung unterscheidet sich nur in Nuancen von jener im Gerichtsakt. Aber es sind entscheidende Nuancen, die dem einen den Freispruch und den anderen die bittere Erkenntnis brachten, dass der Tod ihres Bruders wohl nie gesühnt wird.
Gegen Mittag an diesem letzten Tag im August 2002 hatte sich Binali ohne Schuhe, ohne Geld, ohne Ausweis in der Himmelpfortgasse in der Wiener Innenstadt in einem Kindermodengeschäft aufgepflanzt und erst den Autoschlüssel der Besitzerin, dann Geld gefordert. Die schrie ihn an, er stieß sie rüde nieder und flüchtete. Unterwegs schnorrte er barsch eine Passantin um drei Euro an, wollte ihre Handtasche. Als sie ihn ebenfalls anschrie, flüchtete er weiter. Auch diese Zeugin sagte später, Binali habe zwar aggressiv, vor allem aber schwer verwirrt gewirkt.
Da lief schon über Funk die Fahndung nach einer "unbekannten männlichen Person, vermutlich Araber, bekleidet mit dunklem T-Shirt und dunkler Hose, mit dem besonderen Kennzeichen: keine Schuhe, lediglich schwarze Socken". Er sollte versucht haben, eine Geschäftsfrau und eine Passantin zu berauben.
Zwei Polizisten waren Binali auf den Fersen, gaben einen Warnschuss ab. Er rannte weiter. An der Ecke Stubenbastei/Zedlitzgasse stieß ein Streifenwagen mit zwei weiteren Beamten dazu. Zu viert umzingelten sie Binali. Es begann ein tödliches Spiel: Binali zeigte keine Reaktion, er schien die Beamten sogar zu foppen - zwei Schritte vor, dann wieder zurück, angedeutete Wurfbewegungen. Er hatte nichts in der Hand als zwei kleine grüne Mineralwasserflaschen. Eine warf er den Polizisten entgegen, angeblich zerschmetterte die Flasche die Windschutzscheibe des Streifenwagens.
Die Polizisten sagten später aus, ihr Kollege Thomas S. hätte einen Pfefferspray eingesetzt, der habe aber wegen aufkommenden Windes seine Wirkung verfehlt. Thomas S. zog seine Waffe. Binali I., so steht es im Gerichtsurteil, soll dennoch auf den Streifenpolizisten zugelaufen sein, "unartikuliert brüllend". Thomas S. schoss, angeblich aus 2,5 Metern Entfernung, zweimal - in den Bauch und in die Brust. Er hatte sich durch den Unbewaffneten bedroht gefühlt. Trotz Erstversorgung durch einen zufällig anwesenden Arzt starb Binali I. an seinen Wunden und dem Blutverlust.
Der Fall fand, wenig überraschend, sofort seinen Weg in die Medien - und die Polizei startete eine bemerkenswerte Desinformationskampagne: Der Kranke Binali I. wurde den Boulevardmedien als "Räuber" verkauft, der stadtbekannt gefährlich gewesen sei. Bei Mutter Ruike standen am nächsten Tag Polizisten der Sondereinheit Wega vor der Tür, die Binali verdächtigten, an einer Messerstecherei beteiligt gewesen zu sein. Da war Binali bereits seit 27 Stunden tot.
Der "Fall Binali I." ging in die Annalen der österreichischen Chronik-Berichterstattung ein - als ein Fall von besonders krassem polizeilichem Fehlverhalten mit besonders tragischen Folgen. Aber auch als der erste derartige Fall, in dem der Polizist, der geschossen hatte, sich vor Gericht verantworten musste.
Das immerhin sieht der Anwalt der Familie I., Richard Soyer, als Erfolg an: "Die Zeit war damals reif." Aber Thomas S. wurde bis in die höchste Instanz freigesprochen - zur nachhaltigen Verbitterung von Binalis Hinterbliebenen.
Bis heute ist S. Beamter im Innenministerium - im Innendienst. Mit dem STANDARD wollte er nicht sprechen - weder darüber, was damals geschah, noch darüber, wie es ihm heute damit geht, dass er mit dem ersten Schuss, den er mit seiner Glock-17-Dienstwaffe abgab, einen Menschen tötete.
Das versucht Elisabeth Schneider zu beantworten, Mitarbeiterin des Psychologischen Dienstes bei der Polizei und Projektleiterin des internen Betreuungssystems "Peer-Support". Sie sagt, ihr sei noch nie untergekommen, "dass es einem Beamten gleichgültig ist, wenn er auf jemanden geschossen hat". Viele litten an ihrem ersten Schuss: "Es kommt ihnen so vor, als hätten sie ihre Unschuld dahingehend verloren, dass dieses Erlebnis im Widerspruch mit der Grundmotivation des Polizisten steht - anderen Menschen eigentlich helfen zu wollen."
In den letzten Jahren werden der Psychologische Dienst und das von diesem entwickelte interne Betreuungssystem, bestehend aus rund 60 psychologisch ausgebildeten Polizeibeamten, viel häufiger als früher frequentiert - mit Nebenwirkungen: 6,5 psychologische Planstellen für 23.000 Polizeibeamte in Österreich - da bleibt für Einzelbetreuung kaum Zeit. Therapiert wird bei der Polizei nicht - "wenn es nötig ist, vermitteln wir die Leute an externe Therapieeinrichtungen weiter", sagt Schneider.
Ob das bei Thomas S. nötig war? Schweigen. Der Freispruch war für den jungen Streifenpolizisten jedenfalls kein Kompliment. Die Richterin attestierte ihm, ein "durchschnittlich engagierter Sicherheitswachebeamte mit einem durchschnittlichen Wissensstand" zu sein - der sich nach eigener Aussage auch eher durchschnittlich ausgebildet betrachtete. Und diese Ausbildung, darauf kommt das Urteil gleich mehrfach zurück, sei nicht gut genug gewesen, man habe unter diesen Voraussetzungen von Thomas S. einfach nicht verlangen können, die Situation besser zu meistern.
So wurde in der Ausbildung nur geübt, in Notwehrsituationen auf die Körpermitte statt auf die Extremitäten zu zielen. Zudem wurden damals andere Verteidigungsstrategien, wie sie jeder durchschnittliche Hobby-Judoka beherrscht, nur den "Eliteeinheiten" der Polizei beigebracht.
Zumindest das ist heute anders. Seit 2004 bekommen alle angehenden Polizisten rund 320 Stunden Einsatztraining in ihrer Grundausbildung. Die jungen Beamten lernen nicht nur zu schießen, sondern auch wie man einen Schulterhebel oder andere Wurftechniken richtig einsetzt und einen potenziellen Gegner zu Fall bringt, ohne ihn zu verletzen. Nach der Grundausbildung gibt es, verpflichtend, 21 Stunden pro Jahr Weiterbildung in den Bereichen Schießausbildung, Einsatztechniken, Einsatztaktik sowie "interaktives Szenarientraining".
Mit der Frage, ob ein "Fall Binali I." wieder passieren könnte, tut sich Bundeseinsatztrainer Martin Hollunder-Hollunder sichtlich schwer: "Wir haben schon viel getan seither in der Ausbildung, wir setzen jährliche Schulungsschwerpunkte, bei denen die Polizisten und Polizistinnen umfassend fortgebildet werden. Ich würde sagen: Die Wahrscheinlichkeit sinkt."
Aber nicht gegen null: Vor einigen Monaten erst hat ein Polizist auf eine tobende Frau in ihrer Wohnung neunmal geschossen - weil sie mit zwei Messern auf seinen Kollegen losgegangen war und er in der Enge des Flurs nicht ausweichen konnte. Ob er, wie Hollunder-Hollunder sagt, in diesem Fall "gar keine andere Chance hatte", wird demnächst ein Gerichtsverfahren klären. Dem Image der Polizei sind solche Vorfälle nie zuträglich. Das weiß auch er.
Binalis hinterbliebenen Geschwistern fällt es schwer, die Ausbildungsmängel nicht als Ausrede zu sehen - und als Selbstschutz des Staates vor weiterem Ungemach durch Hinterbliebene.
Ismail: "Wenn tatsächlich die Mängel in der Ausbildung so gravierend waren, dann trägt der Staat die Schuld am Tod unseres Bruders. Doch der Staat hat das nie auf sich genommen." Der Prozess sei, so meinen die Geschwister, eine "Farce" gewesen, der Freispruch für Thomas S. "programmiert".
Reinhard Kreissl, Polizeiwissenschafter an der Hochschule der Polizei in Hamburg, sieht das Problem nüchtern: "Wir werden solche Fälle immer wieder haben, wenn wir die Kinder nicht entwaffnen." Wenn (die meist sehr jungen) Polizisten auf der Straße ihren Dienst tun, sollten sie "das tun, was wir ihnen im Wesentlichen beibringen können: Helfen und ordnend eingreifen, wenn es eine Ordnungswidrigkeit gibt." In allen übrigen Fällen, wenn Eskalation drohe, sollten Spezialeinheiten gerufen werden.
Kreissl vertritt die nicht unumstrittene These, die Polizei müsse weg von ihrer "cop culture", hin zu einem neuen Selbstverständnis: Es müsse weniger um Obrigkeitsdenken, mehr um soziale Kompetenz gehen - schon bei der Rekrutierung von jungem Personal. Das Positive daran: Kreissl beeinflusste entscheidend das neue Handbuch Sicher mit Bildung, das seit 2011 das Berufsbild der österreichischen Polizei umreißt. Das Negative: Es wird wohl Jahrzehnte dauern, bis eine solche Umstellung das System tatsächlich durchdringt und flächendeckend wirkt.
An Familie I. sind diese Veränderung im Innenleben der Polizei vorbeigegangen. Vor ihnen steht noch immer das Bild eines schießwütigen Beamten, der den kranken Bruder umgebracht hat - und eines Systems, das diesen Mann schützt.
Die I.s haben ihren Bruder nicht so in Erinnerung, wie es im Akt steht: als einen Mann mit "aggressivem Verhalten", einen, der bei früheren Schüben sogar schon mal die Mutter verletzt und den Bruder bedroht habe. Stattdessen sei er so gewesen, sagt Hatice: "sonnig, charmant, lebenslustig." Wenn seine "Schübe" auftraten, habe er sich maximal selbst verletzt. Wenn es besonders schlimm war, holten die I.s die Polizei und verständigten den Amtsarzt.
Binali kam dann für einige Tage "auf die Baumgartner Höhe", das Psychiatrische Krankenhaus der Stadt Wien. "Dann haben sie ihn mit Medikamenten vollgestopft, er wurde ganz steif und konnte sich nicht rühren", erzählt Isamail. "Wie ein Zombie" sei der Bruder gewesen, einmal habe er geflüstert: "Die machen mich kaputt." Man merkt Ismail an, dass er auch Binalis Ärzte meint, wenn er "das System" anprangert.
Hatice sieht das anders. Sie habe von Beginn an die Krankheit ihres kleinen Bruders anders annehmen können als der Rest der Familie, sagt sie. "Ich habe ihn in seiner Krankheit akzeptiert", sagt sie. Die Schwester denkt fast täglich an das viele ungelebte Leben, ein Leben, das ihrem kleinen Bruder verwehrt wurde. In ihrem Beruf, erzählt sie, sehe sie viele Patienten, die mit Binalis Krankheit "fast normal" leben können. Das hätte sie Binali so sehr gewünscht und ihm auch zugetraut, dass er das - mit Medikamenten - schafft, eine Frau findet, Kinder bekommt: "Die hätte ich gerne kennengelernt."
Hatices eigene Ehe ging bald nach dem Tod Binalis in die Brüche. Heute ist sie alleinerziehende Mutter einer 15-jährigen Tochter, sie ist erfolgreich in ihrem Beruf, engagiert sich in einem Aleviten-Verein und bei den Josefstädter Grünen. "Es musste ja weitergehen", sagt sie. "Du kannst nicht einfach stehenbleiben im Leben."
Ismail sieht das ähnlich: Auch seine erste Ehe ging nach Binalis Tod in die Brüche, sein heute elfähriger Sohn lebt bei seiner Exfrau. Doch er konnte sich wieder verlieben und auch beruflich, als Gastwirt mit südländischem Flair, neu erfinden. Den Italiener nehmen ihm die Restaurantbesucher locker ab: Dass sich hinter lachenden Augen viel persönliches Drama verbirgt, wissen wenige. Für Ismail sollte es nach Binalis Tod noch einmal dick kommen.
Im Dezember 2004, er saß gerade über der Buchhaltung für seine IT-Firma, wurde er verhaftet. Der Vorwurf: Er sollte sich "zur Tötung eines Polizeibeamten" verabredet haben - jenes Thomas S., der drei Jahre zuvor seinen Bruder erschossen hatte. Wie Ismail erst später erfuhr, hatte dies ein Polizeispitzel behauptet, der ihn gar nicht kannte, und dem hatte man im Wiener Sicherheitsbüro nur zu gerne geglaubt. Ismail verbrachte eine Nacht in der Zelle, Beweise gab es nicht. Das Verfahren wurde schließlich eingestellt.
Viele Geschäftskunden ließen sich trotzdem nicht mehr blicken. Ismail erzählt von Monaten, in denen er nicht schlafen konnte, seine Nächte vor dem Fernseher verbrachte, kaum sprach - bis sein zweieinhalbjähriger Sohn zu ihm sagte: "Papa, du bist traurig. Aber ich helfe dir." Heute noch kommen ihm die Tränen, wenn er davon erzählt: "Es war wohl der Stoß, den ich brauchte, um wieder ins Leben zu finden."
Was den Geschwistern trotz allem gelang, schafft die Mutter bis heute nicht: Ruike hadert mit dem Schicksal, das ihr das jüngste Kind nahm - und manchmal auch mit ihren lebenden Kindern. In ihren dunkelsten Momenten wirft sie ihnen vor, sie hätten nicht genug gekämpft, um Gerechtigkeit für Binalis Tod zu erreichen. Das wollen die beiden nicht auf sich sitzen lassen. Ihr Ziel: Eine Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Thomas S., den Polizisten, der ihren Bruder tötete. (Petra Stuiber, DER STANDARD, Album, 24./25.11.2012)
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sind viele (Krone-)Poster in diesem Thread (und nicht nur in diesem), die ohne Rücksicht auf irgendetwas en masse rotstricherln, und zwar in der überwiegenden Mehrheit der Fälle kommentar- und somit rechtfertigungslos. Dies nennt man Mobbing, Mobbing ist seelische Gewalt; und dass Sie so sprachlos sind oder so bildungsfern, dass Sie keine Worte finden können, nimmt man Ihnen nicht ab. Es ist beunruhigend, wie Sie hier die psychische Keule schwingen*. Darüberhinaus ist ein solches Verhalten auch charakterlos, sorry. Vom Vorhandensein diverser Persönlichkeitsstörungen darf aus obigen Gründen fast ausgegangen werden. Ferner ist auffällig, dass kaum Quellen für irgendwelche Behauptungen genannt werden; diese werden nur hundertfach "kopiert".
mahen sie sich nicht ins hemd - sie sind hier im standard, also auch lauter standardposterInnen.
das bewertungssystem wurde vom standard zur verkürzung der foren eingeführt, weil sonst zig mal "super" oder :-( usw. geantwortet wird. und es bezieht sich aufs jeweilige posting (nicht oder sehr lesenswert)
http://www.menschenrechte.ac.at/docs/03_5/03_5_13
dasteht eh alles - gefährlich 2 küchenmesser (mutter), 2 glasflaschen, faustschläge, kaputte windschutzscheibe - wenn ihnen so einer mit voller wucht eine glasflasche am schädel zertrümmert....... tragische geschichte, aber die polizei kann glaub ich nix dafür, die musste leben retten.
Dieser Thread ist also alles andere als lustig und ein Beweis dafür, warum wir entanonymisierte Foren brauchen. Ich finde es auch nicht lustig, wie die Forenbetreuung seit neuestem in den Community-Regeln auf Quellenangaben besteht, um dann erst alles seinen Lauf nehmen zu lassen ohne Eingriffe (und nicht ohne mich vorher grundlos zu sekkieren).
"auch sei die Darstellung, in welcher Form die Erstbeschwerdeführerin (die Mutter) im Kommisariat vorgesprochen habe (Binali habe mit 2 Küchenmessern die Wohnung verlassen) unrichtig.."
Da hauts da die Schua owa,
wie es da mit nicht richtigen Dingen zuging.
Keine "abgebrochene" Wasserflasche, keine "Bewaffnung" des Verstörten,
aber warum diese Fehler?
aus dem Original des VfGH
www.menschenrechte.ac.at/orig/04_4... 452_03.pdf
Dann hätten die Familienangehörigen, in Kenntnis der Situation, eben früher die Polizei, Ärztenotruf etc. informieren müssen.
Frage: Muss man sich als Bürger von aggressiven psychotischen Menschen bedrohen, womoglich verletzen, töten lassen?
Die Antwort kann nur "NEIN" lauten. Auch Polizisten müssen das nicht. Wenn in dem Fall schon ein Fehlverhalten gesucht wird, dann findet man es bei den Familienangehörigen, sonst nirgendwo.
Aha, jeder Unbewaffnete darf während eines psychotischen Schubes straffrei abgeknallt werden?! In Österreich mag ich außerdem nicht ernsthaft psychisch erkranken, denn bei der Behandlung liegt einiges im Argen! Die Schuld daher noch dazu ausschließlich bei den Angehörigen zu suchen und nicht bei dem Polizisten, der einen Unbewaffneten getötet hat, ist grotesk!
könnten ja draus weitere Reportage von Frau Stuiber draus werden, wie über den "Jäger", der vor Jahren in Pinkalfeld einen Grundwehrdiener schlichtweg erschossen hatte, weil er ihn mit einem Wildschwein verwechslet hatte. Welche Starfe hat der Mörder bekommen? Sitz er noch im Gefängnis? Wie geht es den Angehörigen des Opfers? Hat er wenigstens den Jagdschein auf Lebenszeit verloren?! Hat er sich bei den Hinterbliebenen entschuldigt? etc. . . . .
Sich allein auf die Polizei und die Polizisten einzuschießen, ist zu einfach - obwohl mangelhafte Ausbildung, "Cop-Culture" usw. einen Anteil an der Tragödie hatten.
Am Anfang muss die Frage stehen, warum die Familie bei der Betreuung des Kranken keine Unterstützung von Seiten des Gesundheits- und Sozialsystems hatte.
Man weiß, dass Schizophrenie-Patienten sehr schwer dazu zu bringen sind, in Behandlung zu bleiben. Non-Compliance ist fast ein Symptom der Krankheit. Ohne akute Selbst- oder Fremdgefährdung (und da gelten strenge Kriterien) kann aber niemand zur Behandlung gezwungen werden.
Das bedeutet in vielen Fällen, dass der Patient auf seine Familie abgewälzt wird, die sich trotz allem scheut, ihn auf die Straße zu setzen.
Der Mann war daher kein "Schizophrenie-Patient." Das in der Forenöffentlichkeit, umgeben von Menschen, die ignoranter sind als Sie, ignorieren zu wollen, ist Manipulation pur.
Dass Non-Compliance als (Beinah-)Symptom bei einer schizoaffektiven Psychose genauso gilt, dafür müßten Sie erst die Beweise erbringen.
Ansonsten ist Ihr Posting legitim.
die Schwester des Getöteten hat beruflich mit anderen zu tun, die in psychiatrischer Behandlung sind
es kann sein, dass deswegen ihr Bruder sogar unwilliger war in Behandlung zu bleiben,
also: seine Schwester von denen oben
und Er von denen unten
aber die Familie war mit dieser Frau sicherlich schon kompetenter als andere
was darauf hindeutet: das Versagen ist ganz in jenen Momenten des Aufeinandertreffens der fünf Personen
Ist der Thomas S. auf Schizofrenie untersucht ?
wie der die "Gefahr" gesehen hat, die Waffe gezogen ?
Mann mit Plastikflaschen, Socken ..
15 % der Österreicher hätten eine ernste psychiatrische Erkrankung und sollten in Behandlung sein:
http://derstandard.at/135026110... chiatrisch
Täten Sie da den Thomas S. dazu ?
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