Fingerabdrücke auch von teilverwesten Leichen rekonstruierbar

24. November 2012, 17:02
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Neues Verfahren in Deutschland vorgestellt

Düsseldorf - Gerichtsmediziner, Kriminalisten und Bestatter haben ein neues Verfahren zur Sicherung von Fingerabdrücken an Leichen entwickelt. "Thanatoprint" heiße die neue Methode, die bereits einem größeren Expertenkreis vorgestellt worden sei, berichtete das deutsche Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Freitag in Düsseldorf.

Mit Hilfe von "Thanatoprint"Hilfe können Menschen auch Wochen nach ihrem Tod noch identifiziert werden, wenn der Verwesungsprozess bereits eingesetzt hat. Das Verfahren soll nur etwa 30 Minuten dauern, sei kostengünstig und lasse die Leiche im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren weitgehend unversehrt, hieß es.

Bei der Methode wird dem Toten eine Balsamierungsflüssigkeit in den Unterarm gespritzt. Dadurch werden die Fingerkuppen wieder so in Form gebracht, dass die Fingerabdrücke genommen werden können. Bei fortgeschrittenen Leichenveränderungen war die Abnahme der Fingerabdrücke bisher erheblich erschwert oder sogar unmöglich. Bei mumifizierten Leichen funktioniert allerdings auch das neue Verfahren nicht mehr. (APA/red, derStandard.at, 23. 11. 2012)

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