Bayern hoffen auf Ausbau der Tabellenführung

23. November 2012, 19:02
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Alaba und Co. daheim gegen Hannover Favorit - Mainz fordert BVB - Allofs mit Wolfsburg gegen Ex-Club Werder, der seine Nachfolge in Angriff nimmt

München - Den Spitzenclubs der deutschen Fußball-Bundesliga schlägt die Stunde der Wahrheit. Bereits eine Woche vor dem Kräftemessen der Topvereine aus München und Dortmund stehen vorentscheidende Partien an. In direkten Duellen von sechs der ersten acht Teams könnte sich die Spreu vom Weizen trennen.

Im Kräftemessen zwischen dem Ersten Bayern und dem Sechsten Hannover kann der Münchner Trainer Jupp Heynckes wieder auf seine bewährte linke Flanke mit David Alaba und Franck Ribery setzen - der Franzose meldete sich trotz seiner Rückenprellung fit. Mario Gomez ist neuerlich als Joker vorgesehen, Jerome Boateng kehrt nur zwei Wochen nach einem leichten Muskelfaserriss in den Kader zurück.

Heynckes geht gelassen in die Woche mit Spielen gegen Hannover, Freiburg und den deutschen Meister Borussia Dortmund, die Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge als zukunftsweisend bezeichnet hatte. "Wir stehen in einer privilegierten Situation", sagte Heynckes angesichts des Vorsprungs von jeweils acht Punkten auf Schalke und Eintracht Frankfurt sowie neun auf Dortmund. Besonders aufgeregt sei er nicht. "Der FC Bayern hat immer wichtige Wochen vor sich. Er hat immer wichtige Spiele", meinte der 67-Jährige.

Im vorigen Herbst verspielten die Münchner binnen weniger Wochen einen Acht-Punkte-Polster auf Dortmund. Bei einem Heimsieg über Hannover könnte der Abstand auf den Revierclub zum Start in die englische Woche auf komfortable zwölf Zähler anwachsen, schließlich steht dem BVB ein schweres Spiel in Mainz bevor. Trainer Thomas Tuchel, der Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger von Beginn an bringen dürfte, stellte den Bayern indirekt Schützenhilfe in Aussicht: "Wir sind bereit für eine außergewöhnliche Leistung."

Das eigentliche Spitzenspiel der 13. Runde steigt jedoch in Gelsenkirchen. Im Duell des Zweiten FC Schalke (Christian Fuchs) und des Dritten Eintracht Frankfurt (Erwin Hoffer) wird sich entscheiden, wer vorerst als erster Bayern-Verfolger gehandelt wird.

Darüber hinaus steht das Nordderby zwischen Wolfsburg (Emanuel Pogatetz) und Bremen (Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic) im Mittelpunkt des Interesses. Das hat weniger mit dem Tabellenstand der beiden Teams als mit Klaus Allofs zu tun. Gut eine Woche nach seinem Wechsel zu den "Wölfen" trifft der Sportdirektor auf seinen alten Club. Jubel über Tore gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ist für Allofs nach 13 Jahren als Bremer Sportdirektor kein Problem. "Ich glaube, dass es keine Respektlosigkeit ist, wenn man seine Begeisterung zeigt."

Werder hat die Allofs Nachfolge mittlerweile teilweise geregelt. Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung wird der bisherige Finanz-Geschäftsführer Klaus Filbry. Der Verein sucht noch einen neuen Geschäftsführer für den Bereich Profifußball. Als neuer Sportdirektor fungiert ab sofort der frühere Bremer Profi Frank Baumann, der dem noch zu bestimmenden Geschäftsführer unterstellt sein wird.

Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke hat die Aufgaben von Baumanns klar im sportlichen Bereich angesiedelt. "Frank Baumann wird eine Schnittstelle besetzen. Er wird sich mit um das Scouting und die Kaderplanung kümmern. Dazu kommen weitere administrative Aufgaben", sagte Lemke im  Telefon-Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky. "Jetzt suchen wir den dritten Mann, der den Bereich Verhandlungen abdecken muss. Er muss in der Bundesliga sehr gut vernetzt sein."

Erst am Sonntag im Einsatz sind Martin Harnik und Raphael Holzhauser mit dem VfB Stuttgart auswärts gegen Freiburg sowie Martin Stranzl mit Mönchengladbach in Augsburg. Dort könnte Alexander Manninger erstmals aus der Bank des FC sitzen. (red/APA/sid; 23.11.2012)

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    Alaba trifft auf Hannover.

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