GNOME3: "Klassischer Modus" als Alternative

  • Bereits jetzt gibt es auf der offiziellen Erweiterungsseite von GNOME diverse Addons, die ein GNOME2-ähnliches Layout erlauben. Die neue Lösung soll aber offiziell integriert werden.
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    Bereits jetzt gibt es auf der offiziellen Erweiterungsseite von GNOME diverse Addons, die ein GNOME2-ähnliches Layout erlauben. Die neue Lösung soll aber offiziell integriert werden.

Projekt will Set von Erweiterungen für GNOME2-ähnlichen Desktop fix integrieren

Als das GNOME-Projekt vor kurzem die Entfernung des "Fallback"-Modus verkündete, betonte man umgehend, dass es begleitende Maßnahmen zu diesem Schritt geben soll. In einem aktuellen Mail an die Entwicklungsliste des Desktop-Unterfanges geht Release-Team-Mitglied Matthias Clasen nun näher auf diese ein. Konkret bedeutet dies, dass sich GNOME3-VerweigerInnen zumindest ein stückweit freuen können.

Alternative

So plant man eine Art "klassischen" Modus, der ein zu GNOME2 ähnliches Interface bieten soll, dabei aber auf GNOME3-Technologien basiert. Umgesetzt wird dies über ein fixes Set an Erweiterungen für die GNOME Shell, das sich mit einem Klick aktivieren lassen soll.

Aktuell

Schon jetzt gibt es diverse Erweiterungen, die den Rückbau der GNOME Shell in Richtung GNOME2 erlauben. Im Gegensatz zu diesen soll die neue Erweiterungssammlung vom GNOME-Projekt selbst gepflegt werden, um zu garantieren, dass die Modifikationen auch immer mit den aktuellen Versionen des Desktops zusammenpassen.

Offene Fragen

An welcher Stelle im Desktop der "Umschalter" eingefügt wird, ist noch unklar, eventuell landet dieser einfach in den "GNOME Tweak Tools". Eventuell könnte der Wechsel aber auch über den Login-Screen erfolgen, wie es sonst auch zwischen unterschiedlichen Desktops angeboten wird. Die betreffenden Änderungen sollen jedenfalls zeitgerecht für das im Frühjahr geplante GNOME 3.8 aufgenommen werden.

Reduktion

Die Implementation in Form von Erweiterungen der GNOME Shell bedeutet aber natürlich auch, dass der neue "klassische Modus" ebenfalls 3D-Hardwareunterstützung brauchen wird. Mittels llvmpipe gibt es mittlerweile zwar die Möglichkeit dies per Software-Rendering über die CPU laufen zu lassen, diese Option bietet aber natürlich gerade für ältere Systeme keine optimale Performance. Entsprechend ist als weitere Maßnahme eine bedarfsweise Reduzierung der GNOME-Shell-Effekte vorgesehen. (apo, derStandard.at, 23.11.12)

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