Britische Experten rätseln über verschlüsselte Weltkriegsbotschaft

23. November 2012, 15:26
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Tote Brieftaube trug Nachricht - Code lässt sich nicht knacken

Eine bei einer toten Brieftaube gefundene verschlüsselte Botschaft aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt bei Großbritanniens oberstem Abhördienst GCHQ für einiges Kopfzerbrechen. GCHQ-Experten könnten den Code einfach nicht knacken, sagte ein Historiker des Nachrichtendienstes am Freitag gegenüber dem britischen Sender BBC. Er erhoffe sich nun von der Öffentlichkeit Hinweise zu der rund 70 Jahre alten Botschaft.

Skelett einer Brieftaube

Entdeckt wurde die Botschaft demnach von einem Mann aus dem südostenglischen Surrey: Bei der Renovierung seines Kamins stieß er auf das Skelett einer Brieftaube, an deren Bein noch ein kleiner roter Behälter befestigt war. Darin enthalten war ein dünnes Stück Papier mit dem Aufdruck "Brieftaubendienst" und vier Reihen handgeschriebener Buchstabenkombinationen. Selbst den ultramodernden Computern des Abhördienstes sei es nicht gelungen, die Botschaft zu entschlüsseln, berichtete der Historiker, der nur seinen Vornamen, Tony, nannte.

250.000 Brieftauben im Einsatz

Während des Zweiten Weltkriegs setzten die britischen Dienste im Kampf gegen die Nazis rund 250.000 Brieftauben ein, um Informationen vom besetzten Kontinent sicher zur Insel zu bringen. Bei vielen dieser Nachrichten kannten nur Absender und Empfänger den Entschlüsselungs-Code, wie der Historiker berichtete. Deshalb hoffe er, ein noch lebender Verschlüsselungs-Experte aus der Ära könnte seinen ratlosen Kollegen auf die Sprünge helfen.(APA, 23.11. 2012)

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BBC

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