Alizee Bank legt gegen Lizenzentzug Rechtsmittel ein

Wien - Die Alizee Bank will "mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln" gegen den Bescheid der Finanzmarktaufsicht (FMA) vorgehen, der ihr die Banklizenz entzieht. Am 21. November habe der Aufsichtsrat "einen neuen Businessplan verabschiedet, der eine Neuausrichtung mit realistischen Geschäftszielen vorsieht" teilte die Bank am Freitag mit. Die FMA, die am 21. November der Bank die Lizenz entzog, sei vorab über diesen Beschluss informiert gewesen.

Die FMA wolle mit dem Lizenzentzug "scheinbar die Umsetzung aus unerklärbaren Gründen verhindern", meint die Alizee Bank. Die Entscheidung sei "inhaltlich verfehlt und von teilweise unsachlichen Begründungen getragen". Rechtsmittel dagegen seien in Ausarbeitung. Zugleich will die Bank (früher M&A Bank) bei den Höchstgerichten auch Antrag auf aufschiebende Wirkung stellen, um den Bankbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Die Alizee Bank meint, durch eine kürzlich beschlossene Kapitalerhöhung "die finanzielle Solidität und Ernsthaftigkeit der Eigentümer" bewiesen zu haben. Sie sei ausreichend kapitalisiert und ihr Geschäft sei für den österreichischen Bankensektor aufgrund der eingeschränkten Geschäftsbereiche (kein Kredit- oder Einlagengeschäft) mit keinen Risiken verbunden. (APA, 23.11.2012)

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