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München/Regensburg/Bern - Während bei Tieren die männlichen Samenzellen die aktive Rolle bei der Befruchtung übernehmen, ist es bei Blütenpflanzen ümgekehrt: Hier werden die weiblichen Gameten - ebenfalls "Eizellen" genannt - aktiv, wie Forscher im US-Fachjournal "Science" berichten.
Demnach schütten die Eizellen der weiß blühenden Ackerschmalwand bei der Ankunft der männlichen Gameten eine Gruppe von Signalmolekülen aus. Diese sogenannten EC1-Proteine sorgen dafür, dass die Zelloberfläche der männlichen Gameten zu richtigen Zeit für die Fusion mit den weiblichen bereit ist. "Wir wissen nun, dass die Eizelle der Boss ist: Sie bestimmt, ob eine Fusion stattfindet oder nicht", sagte Stefanie Sprunck von der Universität Regensburg. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass es diesen Prozess auch bei anderen Blütenpflanzen gibt. (APA/red, derStandard.at, 23. 11. 2012)
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