Morddrohungen per Mail: Googles Hilfe gefragt

Ein Fall von Morddrohungen beschäftigt die Polizei von Mississauga seit 14 Monaten

Eine Familie aus dem US-amerikanischen Mississauga kämpft im Moment mit einem schwierigen Problem, bei dem Google sich als große Hilfe erweisen könnte. Im letzten Jahr hat die Familie Todesdrohungen erhalten, die von einem E-Mail-Account aus der Schule der Kinder verschickt wurden. Bei der zuständigen Polizei hofft man, dass Google hier etwas bewirken könnte. Sergeant Rob Higgs bestätigte gegenüber "The Star", dass es bereits eine gerichtliche Anordnung zur Herausgabe der Daten gebe, die dem Unternehmen übermittelt wurde.

Interne Überprüfung bei Google

Zuvor hat die Polizei schon eigene Ermittlungen eingeleitet, die Näheres zum E-Mail-Account des Absenders bringen sollten. Ohne Hilfe von Google könne man aber zu keinen konkreteren Details kommen. Das Unternehmen hat sich bereits dazu geäußert und verständlich gemacht, dass man sich an Gesetze halten werde, aber alles genau überprüfen müsse, weil man schließlich die Privatsphäre der User zu wahren hat. 

Gmail-Account

Die Mails enthielten Gewalt- bzw. Morddrohungen an die gesamte Familie. Der jungen Tochter wurde mit einem sexuellen Übergriff gedroht, bevor sie schlussendlich auch sterben müsse. Als sich die Familie an die Behörden gewandt hat, konnte man zunächst nur ermitteln, dass die Mails von der Schule, die das Mädchen besucht, verschickt wurden, allerdings von einem Gmail-Account. 

Warten auf Herausgabe

Vermutet wird, dass der Vater die Mails erhalten haben könnte, weil er 2010 in einen rassistisch motivierten Vorfall an der Schule verwickelt war, in den auch ein Lehrer der besagten Schule involviert war. Damals gab es danach anschließend einen unabhängigen Bericht, der feststellte, dass es an der Schule ein generelles Problem mit Rassismus unter den Lehrkörpern gebe. Die Polizei hat inzwischen den Kreis der Verdächtigen auf 16 reduziert. Bis zur vollständigen Aufklärung müsse man aber auf die Herausgabe der Daten von Google warten. (red, derStandard.at, 23.11.2012)

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