Morddrohungen per Mail: Googles Hilfe gefragt

23. November 2012, 13:47

Ein Fall von Morddrohungen beschäftigt die Polizei von Mississauga seit 14 Monaten

Eine Familie aus dem US-amerikanischen Mississauga kämpft im Moment mit einem schwierigen Problem, bei dem Google sich als große Hilfe erweisen könnte. Im letzten Jahr hat die Familie Todesdrohungen erhalten, die von einem E-Mail-Account aus der Schule der Kinder verschickt wurden. Bei der zuständigen Polizei hofft man, dass Google hier etwas bewirken könnte. Sergeant Rob Higgs bestätigte gegenüber "The Star", dass es bereits eine gerichtliche Anordnung zur Herausgabe der Daten gebe, die dem Unternehmen übermittelt wurde.

Interne Überprüfung bei Google

Zuvor hat die Polizei schon eigene Ermittlungen eingeleitet, die Näheres zum E-Mail-Account des Absenders bringen sollten. Ohne Hilfe von Google könne man aber zu keinen konkreteren Details kommen. Das Unternehmen hat sich bereits dazu geäußert und verständlich gemacht, dass man sich an Gesetze halten werde, aber alles genau überprüfen müsse, weil man schließlich die Privatsphäre der User zu wahren hat. 

Gmail-Account

Die Mails enthielten Gewalt- bzw. Morddrohungen an die gesamte Familie. Der jungen Tochter wurde mit einem sexuellen Übergriff gedroht, bevor sie schlussendlich auch sterben müsse. Als sich die Familie an die Behörden gewandt hat, konnte man zunächst nur ermitteln, dass die Mails von der Schule, die das Mädchen besucht, verschickt wurden, allerdings von einem Gmail-Account. 

Warten auf Herausgabe

Vermutet wird, dass der Vater die Mails erhalten haben könnte, weil er 2010 in einen rassistisch motivierten Vorfall an der Schule verwickelt war, in den auch ein Lehrer der besagten Schule involviert war. Damals gab es danach anschließend einen unabhängigen Bericht, der feststellte, dass es an der Schule ein generelles Problem mit Rassismus unter den Lehrkörpern gebe. Die Polizei hat inzwischen den Kreis der Verdächtigen auf 16 reduziert. Bis zur vollständigen Aufklärung müsse man aber auf die Herausgabe der Daten von Google warten. (red, derStandard.at, 23.11.2012)

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11 Postings
gerichtliche Anordnung

"...dass es bereits eine gerichtliche Anordnung zur Herausgabe der Daten gebe, die dem Unternehmen übermittelt wurde."

Wenn ich eine gerichtliche Anordnung bekomme, dann habe ich mich doch daran zu halten, oder nicht? Was soll das mit der "internen Überprüfung"?

Ich kann doch auch nicht den Polizisten bei der Hausdurchsuchung auf gerichtliche Anordnung hin sagen: "Herr Inspektor, Sie müssen noch ein bissel warten, weil ich muss das erst intern prüfen."

gogoGoogle Gadgeto-disableUserPrivacy

Lächerlich!

OMFG... Mittlerweile bin ich selber Level 8! :D
Larry Page hat sich gemeldet und mir gesagt, dass er mal spontan auf ein Tratscherl vorbeischaut. Er meinte auch noch, er weiß wo er mich finden kann... Wie hat er das gemeint?

Falscher Beitrag! sorry

Bleibt nur zu hoffen, dass die Person bei ihrem fake-Account den richtigen Namen angegeben hat.

Also wenn ich nach Mississauga suche (wollte sehen wie weit im Süden es von Amerika ist, ach Vorurteile) lande ich woanders, aber tatsächlich, ist ein bisschen kälter dort!

Missisauga

Die Einwohner von Mississauga wären vermutlich not amused, wenn sie plötzlich zu den USA gehören würden.

Mississauga liegt bei Toronto in Kanada.
http://en.wikipedia.org/wiki/Mississauga

Inspector GOOGLE

muss helfen den Mord aufzuklären !

Die neuen Folgen ab Montag um 13:30 auf KiKa.

nix 13:30,

halb zwei!

Misteriös?

bei morddrohungen hört die privatsspähre auf.

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