Chelsea und ManCity lecken im Spitzenspiel Wunden

23. November 2012, 19:49
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Queens Park Rangers feuern Mark Hughes - Schiri Clattenburg kehrt am Wochenende zurück

London - Die Queens Park Rangers haben sich am Freitag von Trainer Mark Hughes getrennt. Als erster Anwärter auf die Nachfolge des Walisers, der zuvor unter anderen Manchester City, Fulham und Blackburn betreut hatte, gilt Ex-Tottenham-Coach Harry Redknapp. Der wurde zuletzt mit dem Posten als ukrainischer Teamchef in Verbindung gebracht, soll laut Medienberichten aber noch am Freitag bei den "Hoops" vorgestellt werden, aber erst am Sonntag sein Amt übernehmen.

Dazwischen liegt noch ein dem Anschein nach unmögliches Auswärtsspiel bei Manchester United (wo Wayne Rooney seine letztwöchige Verletzung überstanden haben soll), bei dem die langjährige Assistenten von Hughes und früheren walisische Teamspieler Mark Bowen und Eddie Niedzwiecki die zuletzt bescheidenen Geschicke der namentlich prominent besetzten Mannschaft lenken sollen. Der Club aus London liegt derzeit in der Premier League mit vier Punkten aus zwölf Partien auf dem letzten Platz. 

Clattenburg kehrt zurück

Während Hughes vorerst seinen Abschied aus der Liga nehmen musste, kehrt ein anderer am Wochenende wieder zurück. Nachdem Schiedsrichter Mark Clattenburg von den Vorwürfen, Spieler von Chelsea rassistisch beleidigt zu haben, durch den Verband weißgewaschen wurde (es hätte lediglich eine "unangemessene Wortwahl" gegeben), wird er am Sonntag bei Tottenham gegen West Ham als Vierter Offizieller agieren. Gegen Chelseas John Ob Mikel wird hingegen ein Verfahren wegen aggressiven Verhaltens in der Kabine im Anschluss an die Vorfälle im Spiel gegen Manchester United eingeleitet. Sein Teamkollege Ramires wird nicht wegen einer möglichen Falschaussage belangt.

Chelsea hat nach dem drohenden Aus in der Champions League am Wochenende die erste Partie unter Neo-Coach Rafael Benitez zu bestehen. Die schon fix aus der Königsklasse gesegelten Meister von Manchester City sind an der Stamford Bridge am Sonntag zu Gast. Die Blues aus Manchester haben als Tabellenführer noch kein Spiel verloren, liegt damit vier Punkte vor den Blues aus London.

Von Benitez altem und neuen Widersacher Alex Ferguson (dem zu Ehren am Freitag eine Statue vor dem Old Trafford-Stadion enthüllt wurde) kam umgehend ein verbaler Hieb in Richtung des Spaniers. Die beiden hatten sich schon zu dessen Liverpool-Zeiten Wortgefechte geliefert. Der ManUnited-Trainer kritisierte erst die Abnmontierung von Roberto di Matteo und meinte dann im Hinblick auf die in zwei Wochen startende FIFA Klub-WM (wo Chelsea antritt): "Benitez hat viel Glück mit seinem Lebenslauf". Schon mit Inter habe er dort den Titel eher geerbt als erarbeitet, diesmal bestehe die Chance erneut.

Liverpool gegen Rodgers Ex-Team

Potentiell sehenswert und auf einer persönlichen Ebene brisant könnte sich am Sonntag auch das Duell zwischen Swansea und Liverpool präsentieren, ist die Begegnung doch der erste Einsatz von Reds-Coach Brendan Rodgers gegen seinem Ex-Klub in Wales. Swansea hatte Liverpool im Ligapokal allerdings schon an der Anfield Road eliminiert. Beide im Mittelfeld der Tabelle liegenden Teams gehören zudem zu den Vertretern der Liga, die Wert auf einen gepflegteren Fußball legen und könnten mit Siegen den Blick nach oben in der Tabelle beibehalten. Liverpool ist in der Liga seit sieben Spielen ungeschlagen und arbeitet sich langsam in gewohntere Gefilde, Swansea hat zuletzt dreimal nicht verloren und am vergangenen Wochenende einen wichtigen Auswärtssieg in Newcastle gelandet.

Jenes Newcastle spielt übrigens ebenfalls am Sonntag bei Southampton. Bereits am Samstag treten mit Everton (gegen Norwich) und West Bromwich Albion (bei Sunderland) die beiden derzeitigen Überraschungsteams der Saison in Erscheinung. Mit Wigan gegen Reading und Stoke gegen Fulham gibt es am selben Tag auch zwei Spiele die eher unter Abstiegskampf zu klassifizieren sind.

Nächster Kracher für Weimann

Nicht ruhiger wird es derzeit für Österreichs einzigen Premier League-Export. Andreas Weimann darf mit Aston Villa nach einer unglücklichen Niederlage gegen Manchester United (2:3) und einer klaren gegen Manchester City (0:5) am Samstag gegen die Tormaschine von Arsenal antreten (20 Tore in den letzten sechs Bewerbspielen). Der ÖFB-Stürmer hatte sich zuletzt in die Startelf gespielt, darf sich also auch beim dritten Kracher in Folge Chancen auf einen Einsatz ausrechnen. Sein Team darf sich allerdings über die Rückkehr von Darren Bent freuen.

Bei Arsenal durfte man sich kürzlich über eine neue Geldspritze freuen. Der prominente Platz am Trikot wurde bis 2019 vergeben, Namensrechte des Emirates Stadions gar bis 2028 verkauft. Arsenal soll das künftig 30 Millionen Pfund (derzeit 37 Millionen Euro) pro Jahr bringen. Trainer Arsene Wenger trat außerdem mit der außergewöhnlichen Forderung in Erscheinung, die Premier League sollte fortan von zu einer Ganzjahresmeisterschaft werden. Die dadurch entstehende Winterpause könne die Qualität der Liga steigern und zudem Spiele in die schönere Jahreshälfte verlagern. (red, derStandard.at, 23.11.2012)

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    Andreas Weimann hofft auf einen Einsatz und Punkte gegen Arsenal.

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    Bei Mark Hughes hat alles Hoffen ein Ende - zumindest in der Funktion als QPR-Trainer.

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