ÖSV-Damen in Aspen auf dem Prüfstand

24. November 2012, 10:43
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Zettel und Co. wollen in USA lange RTL-Sieglosigkeit beenden - Schild kämpft um Slalom-Vorherrschaft - Kampfansage von Kirchgasser - Vonn gibt Comeback

Aspen - Im US-Nobelskiort Aspen geht am Wochenende der Damen-Ski-Weltcup weiter. Mit Riesentorlauf am Samstag und dem Slalom am Sonntag wird das bisherige Weltcupprogramm von Sölden (RTL) und Levi (Slalom) quasi an einem Wochenende in den USA konzentriert abgewickelt. Für die ÖSV-Damen könnten die Voraussetzungen unterschiedlicher nicht sein. Während Marlies Schild am Sonntag (18.00/21.00 MEZ) als Vorjahressiegerin an den Slalomstart geht, liegt der letzte rot-weiß-rote Riesentorlauf-Sieg in Aspen schon sechs Jahre zurück.

Kathrin Zettel feierte 2006 dort ihren ersten Weltcup-Sieg überhaupt, seitdem kam auf dem steilen und anspruchsvollen Hang nie wieder eine Österreicherin im RTL auf den ersten Platz. Zeit, dass sich das am Thanksgiving-Wochenende 2012 endlich ändert, findet auch Trainer Günter Obkircher, der am Samstag (18.15/21.15) den ersten Durchgang setzt. "Auf diesem steilen Hang muss man enger setzen. Diese Abstände haben wir auch in Vail gezielt trainiert", sieht Obkircher seine Mädchen für den Kampf gegen Tina Maze. Vicky Rebensburg und Co. gut vorbereitet. Die interne "Qualifikation" schafften wie erwartet Nicole Hosp und Andrea Fischbacher.

Geht es nach Sölden, hat die Mannschaft von Herbert Mandl mit dem Trio Zettel, Stefanie Köhle und Anna Fenninger gleich mehrere Anwärterinnen auf die Beendigung der Sieglosigkeit. Für Zettel, in Sölden sensationell Zweite hinter Weltcup-Leaderin Maze, ist Aspen ein absoluter Lieblingshang. Zudem hat man in Aspen trotz der Schneearmut und den außergewöhnlich hohen Temperaturen in diesem Jahr ein perfektes Schneeband auf den Berg gezaubert.

Köhle hat nach ihrem allerersten Podestplatz (Dritte in Sölden) Lust auf mehr, mit dem steilen Hang aber noch so ihre Probleme. Fenninger gab sich nach Platz vier im Vorjahr und Rang fünf in Sölden selbstbewusst. "Ich bin im Moment gut drauf und trau mir alles zu", sagte die Salzburgerin.

Hoch spannend ist die Situation vor dem Slalom. Die ÖSV-Damen haben nicht nur den Levi-Flop wieder gut zu machen sondern auch zu beweisen, ob sie tatsächlich an der Vorherrschaft von Marlies Schild rütteln. Vor allem Michaela Kirchgasser hat der Slalom-Königin, die seit vier Rennen ihrem 34. Slalomsieg (Rekord) nachläuft, im Training zugesetzt.

"Ich muss mich auf keinen Fall verstecken. Ich habe Marlies schon vergangene Saison ganz nett geärgert", erinnerte Kirchgasser an ihren starken Vorwinter. "Jetzt ist die Situation ganz anders für mich. Im Vorjahr bin ich anfangs um Punkte und Zielankünfte gefahren, heuer trete ich als Mitfavoritin an", gab sich die Salzburgerin selbstbewusst.

Vonn sagt ja zum Samstag

Lindsey Vonn wird in Aspen den Riesentorlauf bestreiten, den Slalom am Sonntag aber auslassen. Die 28-jährige Olympiasiegerin will sich für die kommenden Speed-Rennen der Damen in Lake Louise schonen. Vonn war wegen einer schweren Infektion im Magen-Darmbereich sogar zwei Tage in einer Klinik ihrer Wahlheimatstadt Vail verbringen müssen.  (APA; 24.11.2012)

Die ÖSV-Teams für die Rennen in Aspen

RTL: Eva-Maria Brem, Anna Fenninger, Andrea Fischbacher, Elisabeth Görgl, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Stefanie Köhle, Marlies Schild, Kathrin Zettel

Slalom: Brem, Alexandra Daum, Jessica Depauli, Kirchgasser, Hosp, Bernadette Schild, Marlies Schild, Carmen Thalmann, Zettel.

 

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    Aspen macht sich bereit.

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