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Wien - Die Ärztekammer steht mit ihrer geharnischten Kritik an der geplanten Gesundheitsreform zunehmend isoliert da. Jüngster Beleg dafür ist ein Beschluss der Bundesgesundheitskommission vom Freitag: Fast einstimmig wurde ein Antrag angenommen, in dem die Ärztekammer zur Beendigung ihrer jüngsten Kampagne aufgefordert wurde.
Die Ärztekammer solle ihre Plakataktion "Mein Arzt ist weg" und "Mein Spital ist weg" unverzüglich einstellen, "um die Bevölkerung nicht weiter zu verunsichern", so die Forderung. Eingebracht wurde der Antrag vom niederösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka (ÖVP), hieß es gegenüber der APA im Gesundheitsministerium. Er hatte sich schon zuletzt höchst verärgert über die Aktion gezeigt, von Lügen gesprochen und sogar zur Kammer-Auflösung aufgerufen.
Angenommen wurde der Antrag mit nur einer Gegenstimme (und einer Stimmenthaltung), und die kam wenig überraschend von der Ärztekammer. In der Bundesgesundheitskommission sind auch der Bund, die Länder, Städte und Gemeinden, die Sozialversicherung, die konfessionellen Krankenhäuser sowie die Patientenanwaltschaft und die Apothekerkammer vertreten. Sie ist ein regelmäßig tagendes Organ der Bundesgesundheitsagentur zur Planung, Steuerung und Finanzierung des Gesundheitswesens auf Bundesebene. (APA, 23.11.2012)
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Sollen sie nur. Aber dann müssen sie auch der Bevölkerung sagen, wie sich das ausgehen soll: Kostenwachstum des Gesundheitssystems begrenzen, gleichzeitig aber alles von der Medizin erw arten (Hr. Sobotka u.a. sind sicher die letzten die bei Kreuzschmerzen nicht sofort eine MRT erwarten), UND gleichzeitig angeblich keine Zugangsbeschränkungen einrichten - schön, dass es solche Wunderwuzzi-PolitikerInnen gibt. Oder erwartet man von dengeldgierigen und machtgeilen Ärzte-Vollkoffern, dass sie Tag und Nacht um 1500.- Höchstleistungen erbringen?
das muss man jetzt mal wieder aufs tapet bringen:
der sobotka ist ist in waydhofen/y daheim. und dort hat er als private vorsorgemassnahme völlig am damaligen großgeräteplan vorbei ein herzkatheterlabor hingestellt! einfach so, weil man weiss ja nie. dazu hat er sich auch gleich zwei neue stellen geschaffen, und 2 alternde oberärzte, die sich mit ihrem neuen chef an der kardiologie rudolfstiftung zerstritten hatten, herangekarrt.
grade der sobotka ist der unaufrichtigste unmoralischste politiker, den niederöstereich hervorgebracht hat (naja, von den rechten dreckspatzen mal abgesehen).
Irgendwie liest sich das für mich, als wolle die Politik der Kammer bzw. den Ärzten den Mund verbieten. Und wieder einmal frage ich mich: Wenn das eh alles nicht stimmt, warum zum Geier stellt die Politik dann nicht ein für allemal klar, was Sache ist anstatt leicht hysterisch zu reagieren? Mich irritiert das.
sie, v.a. das övp-lager, begreifen, dass wir wissen, was wirklich gespielt wird. man wollte die privatisierung in einer nacht-und-nebelaktion ohne öffentlichen diskurs durchziehen, und weil wir das verhindern, und eine öffentliche diskussion über das geheimdossier gesundheitsreform verlangen, fallen sie in panik!
Ja, es ist unsere pflicht, unsere patienten darüber aufzuklären, dass man ihnen nach jahren von leistungseinschränkungen jetzt mit einem radikalschnitt nochmals massive kürzungen und erschwerten zugang zur medizinischen versorgung zumuten will.
dass man ihnen ausgebeutete, ausgepowerte und damit fehleranfällige ärzte zumuten will!!!
der verdienst in deutschland:
http://tinyurl.com/a27lw5g
und trotzdem sind die meisten zuwanderer aus österreich, weil es hier noch beschissener ist zu arbeiten:
http://tinyurl.com/arwjg9c
wir wollen anständige erfüllende arbeit machen zu fairen bedingungen und zu einem angemessenen einkommen. dieses angebot machen wir unseren patienten. und darum werden wir jetzt kämpfen!!!
Na gut - solang wir Ärzte haben, die nicht nur wahre Virtuosen ihrer Kunst sind und darin alle anderen Berufsgruppen übertreffen
http://derstandard.at/plink/135... id29011995
die aber gleichzeitig Zeit genug haben um hier täglich für sich selbst Stimmung zu machen
solang sind wir ja bestens bedient, nicht wahr?
wird nicht nur von mir so gesehn.
vor 4 tagen ein interview mit Edzard Ernst in der SZ:
"Gute Medizin besteht aus zwei wesentlichen Elementen. Das eine ist die Kunst der Medizin, das andere die Wissenschaft der Medizin. "
ich akzeptiere, dass sie nicht verstehen, was einen gut ausgebildeten arzt ausmacht, so wie ich akzeptiere, dass sie so manche anderen zusammenhänge nicht verstehe. ich verstehe, dass apotheker mit recht panisch werden, wenn man ihre existenzberechtigung im jahr 2012 hinterfragt. aber weils damit mühsam zu diskutieren wird, sollten wir jetzt diese diskussion beenden, bevors noch persönlicher wird, meinen sie nicht?
ich halte fest: während ich beschreibe, warum ich den beruf des akademisch ausgebildeten medikamentenverschleissers für nicht zeitgemäß und kostentreibend halte, versucht x aeins mich persönlich anzugreifen, und mir eine narzisstische persönlichkeitsstörung zu unterstellen. das ist keine diskussion, das ist kampfrhetorik aus der untersten schublade.
:-) nein, soweit beabsichtige ich gar nicht zu gehen. Ich denk nur, sie passten gut in die Zeit von Emile Zola: der edle Arzt, der den Leuten der Arbeiterklasse Heil und Gesundheit vermittelt, da er derjenige ist der das WISSEN und KÖNNEN trägt.
Spätromantischer Edelkitsch halt. Im Zeitalter der soap operas findet sicher auch das sein Publikum.
Falsches Gleis. Ich hab nie mit irgendwas gehandelt, ihr ständisches Denken führt sie in die Irre. Und verkitschen kann man fast alles, auch den "Altruismus". Und ihr Kitsch - "seht her, ich bin der edle, kluge und wahre Arzt" - ist ja kaum zu übersehen.
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