Nintendo vs. Spiele-Piraterie: Japan verbietet R4-Cartridges

23. November 2012, 12:48
  • Für Nintendos Spiele-Handhelds ist Japan der wichtigste Markt.
    foto: reuters/yuriko nakao

    Für Nintendos Spiele-Handhelds ist Japan der wichtigste Markt.

Nach dem Verkauf wurde nun auch der Import verboten.

Nintendo hat im Kampf gegen Videospielpiraterie einen entscheidenden Sieg errungen. Nach dem Verkauf hat die japanische Regierung nun auch den Import von so genannten R4 Cartridges verboten. Diese Cartridges ermöglichen es, kopierte Spiele auf Handhelds wie dem Nintendo DS zu spielen.

Strafbar

Nintendo intervenierte über Jahre hinweg bei Regierungen weltweit, um den Vertrieb dieser Module zu unterbinden. In Japan ist der Verkauf bereits strafbar, vergangenen Frühling wurde der erste Händler aufgrund von R4-Modulen verhaftet. (red, derStandard.at, 23.11.2012)

Links

Kotaku

Kommentar posten
18 Postings

Nintendo hat sich da schon seit längerer Zeit mit Apple ins Bett gelegt (AAC-Format statt MP3!)...

...und durch solche Nähe haben sie da offenbar auch die rauhen Geschäftspraktiken aus Cupertino übernommen...

ein device daß zu 99,9% für piraterie/raubkopien verwendet wird, wird verboten und hier regen sich die leute auf.
"ich benutze es nur für homebrew und filme"
ändert aber nichts daran daß du dann einer unter 100 000 bist.
und erzählt mir bitte nicht daß ihr manchmal keine roms runterladet sondern nur strikt auf homebrew setzt.

Wenn mal mütter in gameshops gehen und explizit um die "kassette auf die man spiele gratis laden kann"(jeder gamestop verkäufer kann dir ein lied davon singen) für ihre kids verlangt, dann ist der zenit weit überschritten.
Homebrew schön und gut aber genug ist genug.

Nintendo hat JEDES recht das zu unterbinden und auf schärfste zu bekämpfen.

...jedes RECHT :)...

das ist ja der Grund vielen Übels.

Die "Rechte" werden immer mehr zu Gunsten von Konzernen geändert, Interessen von Konsumenten werden mit Füßen getreten und beschnitten.

Der früher verstandene Begriff des Erwerbs eines Eigentums durch Kauf, wird ja immer mehr verdrängt Richtung einer abstrusen neuen Definition von "Dienstleistung" oder "Endbenutzerüberlassung bis auf Widerruf".

Und gerade Nintendo hat eine jahrzehntelange Geschichte des agressiven Lobbyings(Rechte-Erwerb durch Gesetzesänderungen) und Klagens (Stichwort Gianna Sisters) um ihre Interessen durchzusetzen.

Ihnen mag das gefallen, denke noch mit Schmunzeln an die Zeit wo Microsoft österreichische Zöllner belohnt hat, wenn sie Raubkopien beschlagnahmt haben (Prämiensystem).

Diese Rechnung wird für Nintendo nicht aufgehen!

Nintendo ist immerhin trotz solcher "Piraterie" groß geworden...
...ohne werden sie dann eben entsprechend weniger Konsolen verkaufen und so in anderer Weise durch die Finger schauen und am Ende die Dummen sein...

Denn nicht jeder ist bereit, teure Spiele zu kaufen...

...ähnlich den Praktiken der Drucker-Hersteller:
Brother u.a. leben von der Möglichkeit, billige Ersatzpatronen zu verwenden bzw. die originalen problemlos nachfüllen zu können...
...die könnten so für ihre Geräte auch weit höhere Preise verlangen...
- im Gegensatz zu den Abzockerpraktiken bei den "Premium"-Marken...
...die Ersatzpatronen und das Nachfüllen durch Chips verhindern (wollen)...

Falsch, falsch und nochmals falsch!

Kooperationen wie Nintendo reden immer gerne vom "Freien Markt" - aber nur wenn es ihnen in den Kram paßt: z.B. wenn es darum geht, den eigenen Dreck günstig ohne Strafzölle zu verhökern.

Für eine DS Schrottkonsole, die technisch gesehen schon vor 5 Jahren veraltet war, 200.- zu verlangen, ist etwas atemberaubend.
Für jedes Spiel noch einmal 30.- zu verlangen, grenzt schon an Verarschung.

Aber, zum Glück gibts ja KEINEN Markt - alles wird von einer Firma kontrolliert.

Die dümmste Lösung für dieses Dilemma war die eben erreichte: Verkaufsverbot von R4. Daß man die Dinger in China einfachst bestellen kann, vergißt man halt.

Ich hätte folgendes empfohlen:
Preisreduktion: 100.- für Konsole und 5.- pro Spiel und keiner kopiert mehr.

mfg.

Niemand wird gezwungen...

....etwas zu kaufen.

wow bist du nicht der typ der bei jeder gelegenheit mal munter auf nintendo drauflosbasht?

yup, du bist es. jedes weitere kommentar überflüssig, da dich der hass auf eine firma(was hat Nintendo dir getan?hund überfahren?) anscheinend vor langer zeit blind gegenüber kritik gemacht hat.

Und schon wieder falsch

Weder Haß noch Neid. Nur Ärger wenn man für blöd verkauft wird.

Aber das fällt bei Minderbemittelten ja nicht ins Gewicht. Die glauben prinzipiell alles, das aufgetischt wird.

Nichts für ungut.

"Firmen machen Gesetze", Folge 666

mich wunderts ja, dass das überhaupt so lange dauert. was kann man mit den R4 karten denn noch schönes machen ausser illegalen sachen? ist ja nicht so, als wären DS module irgendein weitverbreiteter standard.

Es gibt schon legale Anwendungsfälle:

- Homebrew-Entwicklung florierte am DS ziemlich
- Wenn ich 20+ DS-Kärtchen habe, und ich kann aber stattdessen eins mitnehmen wo alle drauf sind, ist das praktischer und das Risiko die Spiele zu verlieren geringer.

Aber ich glaub es ist offensichtlich dass die Mehrheit derer die solche Karten gekauft haben diese für illegale Kopien benutzt haben.

Im Übrigen finde ich solche Kärtchen bzw auch Modchips berechtigt, WENN diese einen Regionsschutz aushebeln (weil es meiner Meinung nach Regionsschutz eine Frechheit dem Konsumenten gegenüber ist, und das noch 10x mehr bei einer MOBILEN Konsole). Leider gibt es noch keine Möglichkeit diesen beim DSi oder 3DS auszuhebeln (der DS war noch regionsfrei).

Homebrew-Software ausführen:
http://rebell.at/artikel/s... intendo-ds

Musik hören.
Filme schauen.
Emulatoren verwenden.
Homebrew-Software ausführen.

Ohne R4 Modul ...

würde ich keinen Nintendo kaufen ...

supercard dstwo ist viel besser :)

Wundert mich eigentlich

dass sie jetzt noch intervenieren, die R4 Module gehen sowieso nur mehr bedingt am 3ds.

Am DSi geht die R4 noch ...

allerdings auch erst nach der 10. Homebrew Version die ich versucht habe ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.