"Letterpress": Kleines Wortspiel, großer Arbeitszeit-Killer

Vokabelkampf für Anspruchsvolle sorgt für verzweifeltes wie schelmisches Gelächter.

Es ist nicht so, als ob es in einem Büro nicht genug Verlockungen geben würde, die einen vom Arbeiten abhalten. Das heißt aber nicht, dass man aufhören sollte, sich nach besseren Zeitvertreiben umsehen sollte. Ein überaus gelungener Produktivitäts-Killer ist "Letterpress", ein Ende Oktober erschienenes kompetitives Wort-Spiel für iOS, das online am besten gegen Freunde und Kollegen in Angriff genommen wird.

Platzhirsch

Das Prinzip ist einfach. Auf einem vorgegebenen Feld voller willkürlich zusammengewürfelter Buchstaben müssen die Spieler abwechselnd neue Wörter finden. Je mehr Buchstaben, desto mehr Punkte erhält man. Gleichzeitig markiert man mit jeder Buchstabenwahl das Buchstabenfeld mit seiner Farbe und beansprucht dieses Feld für sich. Bildet der Gegner ein Wort mit Buchstaben markierter Felder, werden ihm diese Felder zugesprochen und die Punkte wandern auf seine Seite.

Das Spiel ist vorbei, wenn alle Buchstabenfelder mit einer Farbe markiert sind. Gewonnen hat der, der zum Schluss die meisten Felder und die meisten Punkte hat.

Tückisch

Dadurch entscheidet sich der Ausgang eines Matches nicht bloß durch Umfang des eigenen Wortschatzes, sondern auch durch taktisches Vermögen. Lange Wörter sind gut, wenn diese auch noch gegnerische Felder streifen und vielleicht auch noch die letzten nicht markierten Buchstabenfelder beanspruchen, sind sie umso besser.  

Der permanente Verdrängungskampf sorgt einerseits für verzweifeltes wie schelmisches Gelächter und empfiehlt sich andererseits als spielerisches Vokabeltraining. Derzeit ist "Letterpress" nur in englischer Sprache erhältlich.

Versionen

Die Basisversion von "Letterpress" ist kostenlos über iTunes erhältlich, das Upgrade für 89 Cent ermöglicht es unter anderem gegen mehrere Freunde gleichzeitig anzutreten. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 23.11.2012)

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