Europas Leitbörsen im grünen Bereich

23. November 2012, 18:58
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Impulsarmer Handel nach US-Feiertag

Frankfurt am Main - Nach einem ruhigen Handelstag sind die europäischen Leitbörsen am Freitag im grünen Bereich ins Wochenende gegangen. Der Euro-Stoxx-50 zog um 21,94 Einheiten oder 0,87 Prozent auf 2.557,03 Zähler an.

Aufgrund des "Thanksgiving-Wochenende" an der Wall Street blieben neue Impulse zum Wochenschluss Mangelware. Die Sitzung an den europäischen Börsen verlief dementsprechend in ruhigen Bahnen, hieß es aus Händlerkreisen. Aufmerksamkeit kam am Vormittag vor allem dem Ifo-Geschäftsklimaindex zu. Dieser hat sich im November nach sechs Rückgängen in Folge überraschend aufgehellt.

Am späten Nachmittag rückte dann der EU-Finanzgipfel wieder in den Vordergrund. Dieser wurde ohne Einigung beendet. Die EU-Staats- und Regierungschefs konnten sich demnach nicht auf den EU-Etat für die Jahre 2014 bis 2020 einigen. Die Verhandlungen diesbezüglich sollen im kommenden Jahr fortgesetzt werden, hieß es.

Dünne Nachrichtenlage

Auch von Unternehmensseite blieb die Nachrichtenlage dünn. An die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich Nokia. Die Papiere des finnischen Handyherstellers zogen um 9,29 Prozent auf 2,754 Euro an. Ebenfalls gesucht zeigten sich Bayer mit plus 1,60 Prozent auf 69,74 Euro. Die Pharma-Titel profitierten von einer Kurszielerhöhung von Nomura, hieß es aus dem Handel.

Neue Analystenstimmen gab es überdies zu SAP. Die Experten von JP Morgan haben ihr Kursziel für den Technologietitel von 53,00 auf 65,00 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Overweight" wurde bestätigt. SAP legten 0,88 Prozent auf 59,63 Euro zu. In einem europäischen Branchenvergleich waren Technologiewerte klar im Plus angesiedelt.

Ins Visier der Anleger gerieten überdies EADS. Die Papiere gaben 1,66 Prozent auf 24,82 Euro ab. Einem Zeitungsbericht zufolge wolle die deutsche Bundesregierung über die staatseigene Förderbank KfW Anteile an dem Luft- und Raumfahrtsunternehmen direkt vom französischen Staat zu kaufen.

In Folge könnte die KfW deutlich weniger Aktien vom EADS-Großaktionär Daimler übernehmen. Der Autobauer will seinen 15-Prozent-Anteil verkaufen, müsste ihn dann aber am Markt loswerden, so ein Börsianer. Daimler erhöhten sich in einem freundlichen Branchenumfeld um moderate 0,93 Prozent auf 37,03 Euro. Auch Volkswagen Stämme (plus 0,53 Prozent) und BMW (plus 0,18 Prozent) schlossen mit Aufschlägen. (APA, 23.11.2012)

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