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"Man sollte die Ängstlichkeit nicht mit Angst verwechseln. Angst lähmt. Aber der ängstliche Mensch macht sich auf den Weg und weiß, dass es eigentlich ein unglaubliches, ein unverdientes Glück ist, einen Fuß vor den anderen setzen zu können, ohne von einer Welle fortgespült, unter einer Lawine begraben oder dem bloßen Elend ums Leben gebracht zu werden" , sagt Christoph Ransmayr in einem Interview zu seinem neuen Buch Atlas eines ängstlichen Mannes (Fischer-Verlag).
In 70 kurzen, in sich abgeschlossenen Episoden - jede beginnt mit den Worten "ich sah" - führt Ransmayr den Leser von der Arktis bis nach Südafrika, von Österreich bis nach Irland, von Kambodscha bis nach Paraguay. Und wer den Autor kennt, weiß, dass es sich bei diesem Atlas um ein Buch über das Unterwegssein, also um weit mehr als einen Reisebericht handeln muss. Es geht hier um das Unterwegssein, nicht nur im geografischen Sinn.
Vielmehr durchmisst der Autor - und mit ihm der Leser - jene Seelenräume, in denen Bilder gespeichert sind - und Erinnerungen an die unwiederbringlich verfließende Zeit. (steg, DER STANDARD, 23.11.2012))
Literaturhaus Niederösterreich, Steiner Landstraße, 3504 Krems, 20.00
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