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Abidjan/Den Haag - Nach dem Ex-Präsidenten von Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste), Laurent Gbagbo, will der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) auch dessen Ehefrau den Prozess machen. Gegen Simone Gbagbo sei ein internationaler Haftbefehl ausgestellt worden, teilte das Weltstrafgericht am Donnerstag in Den Haag mit.
Der 63-Jährigen wird Verantwortung für Morde, Vergewaltigungen, gewaltsame Verfolgung und andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit angelastet. Die Straftaten seien während des Machtkampfes nach den Wahlen in der Elfenbeinküste zwischen Dezember 2010 und April 2011 begangen worden. Simone Gbagbos Mann hatte die Wahlen verloren, sich aber geweigert, abzutreten. Bei den darauf folgenden Kämpfen sollen Tausende Menschen getötet worden sein.
Der Haftbefehl gegen Frau Gbagbo wurde am 29. Februar ausgefertigt, aber bisher unter Verschluss gehalten. Die zuständige Vorprozess-Kammer des IStGH entschied nun, die Festnahme öffentlich anzuordnen. Das Strafverfahren gegen den Ex-Präsidenten läuft seit längerem. Dem 67-Jährigen werden ebenfalls etliche Morde und Vergewaltigungen vorgeworfen. Ein Datum für den Prozess steht noch nicht fest. Gbagbo ist der erste frühere Staatschef, der in Gewahrsam des Internationalen Strafgerichtshofes ist. (APA, 22.11.2012)
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