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vergrößern 600x423Die Wollhandkrabbe war ursprünglich in Ostchina beheimatet. Mittlerweile lebt sie in zahlreichen europäischen Gewässern, wo sie wegen ihrer Grabaktivität eher unbeliebt ist.
Frankfurt - Eingeschleppte Arten lassen sich offenbar lieber in mit Schadstoffen belasteten Fließgewässern nieder als in sauberen, haben deutsche Wissenschafter nun herausgefunden. In erster Linie liegt das daran, dass die wanderfreudigen Spezies extreme Umweltbedingungen gewohnt sind. Ob saubere oder verschmutzte Gewässer, die Ausbreitung invasiver Arten hat massive Auswirkungen auf die Artenvielfalt insgesamt und kann hohe Kosten verursachen, schreiben die Forscher in den Fachmagazinen "Ecology and Evolution" und "Biological Invasions".
Die Wollhandkrabbe ist nur ein, wenn auch markantes Beispiel für die ungewollten Einwanderer aus der Ferne. Ihre ursprüngliche Heimat ist Ostchina, von wo sie sich als "blinder Passagier" auf großen Schiffen einschlich. Mittlerweile findet man sie in zahlreichen Flüssen Europas.
"Invasive Arten wie die Wollhandkrabbe werden in den kommenden Jahren in den Flüssen und Bächen Deutschlands zunehmen", meint Stefan Stoll vom Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen. Der Wissenschafter hat mit seinem Team fast 1000 Probenorte in Flüssen und Bächen auf das Risiko einer Invasion durch fremde Arten untersucht. "Wir haben herausgefunden, dass insbesondere belastete Gewässer ein erhöhtes Invasionsrisiko haben", ergänzt Stoll.
"Die von uns untersuchten invasiven Arten - Schnecken, Muscheln, Flohkrebse und Asseln - verhalten sich dabei sehr ähnlich." Besonders an Orten mit erhöhter Salzbelastung, geringerer Sauerstoffsättigung und erhöhter Temperatur scheinen sich die vier verschiedenen Tiergruppen wohlzufühlen.
"Weil sie es können"
Doch warum breiten sich diese Neozoen bevorzugt in den bei der heimischen Fauna unbeliebten Gewässern aus? "Weil sie es können", sagt der Gelnhäuser Biologe. "Durch die Art ihrer Verschleppung sind die Tiere ein extremes Milieu gewöhnt. Daher werden invasive Arten begünstigt, die diese Bedingungen vertragen."
Die meisten aquatischen Zuwanderer werden im Ballastwasser großer Schiffe in fremde Gewässer transportiert. In die riesigen Tanks zur Stabilisierung von Schiffen wird wechselnd Süß- und Salzwasser gefüllt, die Temperatur schwankt und der Sauerstoff kann knapp werden. Diese Bedingungen überleben nur besonders stresstolerante Arten unter den blinden Passagieren.
"Die Zunahme des Schiffsfrachtverkehrs wird längerfristig auch zu vermehrten Invasionen führen", erläutert Stoll. Im viel befahrenen Rhein leben heute bereits allein über 45 Arten wirbelloser Einwanderer. "Heimische Arten haben ein doppeltes Nachsehen: Einerseits durch die Belastung der Gewässer und anderseits durch die Verdrängung durch die Neuankömmlinge."
"McDonaldisierung" der Artenvielfalt
Invasive Arten bedrohen die Artenvielfalt, denn meistens sind es die in anderen Regionen häufig vorkommende Arten, welche die Gewässer besiedeln und dabei heimische, seltene Arten verdrängen. "Man kann dabei von einer 'McDonaldisierung' sprechen", so der Biologe. "Überall gibt es nur noch das gleiche Angebot."
Und nicht nur aus Biodiversitätsaspekten sind die zugewanderten Wasserbewohner problematisch - sie kosten auch viel Geld. Angefangen bei den von Wollhandkrabben durchlöcherten Deichen über Zebramuscheln, die Filter verstopfen bis zu Grundeln, die als Laichräuber zum Rückgang einheimischer Fischarten und Einbußen in der Fischerei beitragen. "Die Erkenntnis, dass Gewässerbelastung das Invasionsrisiko erhöht, zeigt uns aber auch im Umkehrschluss, dass eine Reduzierung der Gewässerbelastung und eine Renaturierung von Gewässern Vorsorgemaßnahmen sind, die das Invasionsrisiko senken", fasst Stoll zusammen. (red, derstandard.at, 22.11.2012)
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das ist dümmliche komiksprache und nicht am problem welches es zu lösen gilt,orientiert.
in die haftung sind von der politik,die reedereien zu nehmen.
der volkswirtschaftliche schaden wird enorm sein.
Abgesehen von Ihrer katastrophalen Rechtschreibung bin ich ganz Ihrer Meinung.
So weit ich das mitbekommen habe, werden z.B. Reedereien mit ein paar tausend Euro bestraft, wenn sie ihre Ballastwassertanks nicht korrekt entsorgen. Das ist noch nicht mal ein Klacks im Vergleich zu den Umsätzen solcher Schiffe. Die USA machen das besser: die legen das Schiff erst mal still, dann wird eine Verhandlung angesetzt,... und der Reeder verliert und verliert. Vielleicht funktioniert das besser?
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