Madonna vom Vorwurf der "Schwulenpropaganda" freigesprochen

22. November 2012, 18:10
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Zehn BürgerInnen hatten die Popikone wegen "Verletzung ethnischer und religiöser Gefühle" vor den Richter zitiert

Moskau/Washington - US-Popikone Madonna ist in Russland vom Vorwurf der "Schwulenpropaganda" freigesprochen worden und entgeht damit einer Millionenstrafe. Ein Gericht in der TouristInnenmetropole St. Petersburg wies am Donnerstag eine entsprechende Klage zurück, berichtete die Agentur Interfax.

Zehn BürgerInnen hatten die Sängerin wegen der "Verletzung ethnischer und religiöser Gefühle" bei einem Konzert im Sommer zu Schadenersatz von umgerechnet 8,3 Millionen Euro verklagt. Nun müssen sie für die Anwaltskosten der mitangeklagten Konzertveranstalter aufkommen. Einer der AntragstellerInnen kündigte Berufung an.

Gesetz seit März in Kraft

Nur einer der Kläger habe das Konzert persönlich besucht, bei dem Madonna im August zur Toleranz mit Lesben und Schwulen aufgerufen hatte, sagte die Sprecherin eines angeklagten Unternehmens. Alle anderen hätten sich lediglich Mitschnitte im Internet angesehen.

St. Petersburg hatte im März ein umstrittenes Gesetz in Kraft gesetzt, das öffentliches Reden über Homosexualität unter Strafe stellt. BefürworterInnen begründen den Erlass mit Kinderschutz. (APA, 22.11.2012)

Nachlese auf dieStandard.at

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    Bei ihrem Konzert in St. Petersburg rief sie nicht nur zu mehr Toleranz auf, sondern verteilte auch rosa Armschleifen, als Zeichen der Solidarität mit Lesben und Schwulen.

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