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Der Nieder- österreicher Clemens Schattschneider sprang beim ersten und einzigen Fis-Weltcup in dieser Saison im Big Air in Antwerpen auf den zweiten Platz. Für die WM in Stoneham ist er Medaillenkandidat, auch wenn nicht alle Topfahrer in Belgien auf der Startrampe standen.
Wien - Betont lustig und locker geben sich die Herren und Damen Snowboarder gerne, das soll die Szene schließlich auszeichnen und von spaßbefreiteren Sportarten abgrenzen. So sagt zum Beispiel Benjamin Karl: "Das Trainingslager in Neuseeland hab' ich nicht notwendig gehabt. Ich kann ja schon snowboarden."
Weniger lustig war freilich der ernste Grund für Karls Abwesenheit beim Sommercamp der Boarder. Der dreifache Weltmeister hatte sich Ende Mai bei einem Motorradsturz eine schwere Knöchelverletzung zugezogen. "Ich bekam die Schrauben erst raus, als das Team schon Richtung Neuseeland unterwegs war."
Insofern trifft es sich für Karl gut, dass der Weltcup der Alpinboarder erst am 21. Dezember mit einem Parallel-Riesentorlauf im italienischen Carezza anhebt. Schon am 7. und 8. Dezember starten die Snowboardcrosser mit zwei Bewerben im Vorarlberger Montafon in die Saison. "Schon lässig, wenn du ein Rennen im eigenen Tal fahren kannst", sagt Lokalmatador Markus Schairer, der Weltmeister von 2009.
WM als Highlight
Höhepunkt ist die WM von 17. bis 27. Jänner 2013 in Stoneham, Kanada. Zuletzt holte das ÖSV-Team 2011 im spanischen La Molina zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Zudem ist der Salzburger Alpinboarder Andreas Prommegger Titelverteidiger im Gesamtweltcup. Derartige Erfolge entsprechend zu vermarkten fällt angesichts der Übermacht der Skifahrer im österreichischen Skiverband (ÖSV) aber nicht leicht. "Unser gesamtes Team inklusive Betreuer ist nicht einmal so groß wie die Herren-Mannschaft der Skifahrer", sagt Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV, dem Standard.
Snowboarden, die große Hoffnung der Industrie, das war einmal. Vor allem Alpinboarden, das Zugpferd im ÖSV, steckt in einer veritablen Krise. Der Sport findet praktisch nur im Weltcup statt, der Weltmarkt mit den Carver-Brettern ist dramatisch geschrumpft. Jährlich werden höchstens noch 15.000 Stück verkauft. Und seit die Freeskier mit ihren breiten Latten die Szene aufmischen, haben die Snowboarder auch das Monopol auf schräge, bunte Wäsche verloren.
Zum anderen gibt es das Enden wollende Engagement des Ski-Weltverbandes Fis für das weit populärere Segment der Freestyler. Peinlich ist die Tatsache, dass vor der WM in Stoneham kein einziger Fis-Bewerb in der Disziplin Big Air mehr am Programm steht. Nach den Absagen in London und Stockholm fand Anfang November in Antwerpen der einzige Wettkampf des Weltcup-Winters statt. Der 20-jährige Niederösterreicher Clemens Schattschneider sprang auf den hervorragenden zweiten Platz.
Konkurrenz zur Fis
Schattschneider war aber so fair, auch einzuräumen, dass einige gute Springer beim Event fehlten. Vor allem nordamerikanische Athleten scheren sich keinen Deut um Fis-Bewerbe und springen lieber bei der alternativen Wettkampf-Tour "Ticket To Ride" (TTR), die etwa die Snowboard-Events "Air & Style" in Peking, Innsbruck und München sowie die X Games 2013 in Aspen, USA, und Tignes, Frankreich, unter ihrem Dach vereint. Auch Schattschneider tritt bei TTR-Bewerben an und hofft auf einen Start beim Air & Style in Innsbruck.
Noch vor Weihnachten und also vor der WM findet in Copper Mountain, USA, ein Freestyle-Bewerb in der neuen olympischen Disziplin Slopestyle statt. Schattschneider: "Da werden wieder viele Fahrer dabei sein, die in den letzten Jahren keine Fis-Bewerbe gefahren sind." Warum? Weil die Qualifikationskriterien für Olympische Spiele der Hoheit der Fis obliegen.
Snowboarder, die beim auch in der freien Szene beliebten Prestige-Event 2014 in Sotschi dabei sein wollen, müssen also Fis-Punkte sammeln. Und bleiben Fis-Bewerben dann wieder fern. Die Beziehung zwischen Fis und TTR ist keineswegs friktionsfrei: Im Februar 2012 fanden in Oslo erstmals die World Championships statt. Die TTR plant, ihre Weltmeister alle vier Jahre zu küren. (David Krutzler, DER STANDARD, 23.11. 2012)
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dass der snowboardsport leider auf dem sinkenden ast befindet.
das sieht man schon alleine an der anzahl der vereine.
1998 waren beim VSA (gibt es auch nicht mehr) noch 21 voralberger snowboardvereine gemeldet, die nicht beim ÖSV oder einem skiverein dabei oder kombiniert waren.
heute gibt es noch 3 reine snowboardvereine (raggal, rankweil und satteins), wobei nur satteins (Action Connection - Snowboardclub) nichts mit dem ÖSV zu tun hat und keinem fachverband untersteht.
trotzdem ist es ein wunderbarer sport, der nur mit wenigem vergleichbar ist, besser ist nur eishockey ;)
über kurz oder lang, wird sich die FIS beim snowboarden verabschieden; das ist schlecht für Ö nicht aber für den Sport an sich.
brauch ich nicht, mein bruder arbeitet nämlich dort... und ein großteil in meinem freundeskreis fährt wst contests!
was ist also wirklich Ihre motivation? ihre letzte antwort lasse ich nicht gelten, weil sie grundlegend falsch ist! es belibt nicht mehr viel übrig und ich rieche ziemlich unmotiviertes trolling... Sie können mir alles mögliche erzählen, nur nicht beim snowboarden! da weiss ich von was ich rede!
Hahahahaha,
achja, stimmt, wenn das superaktuelle Wikipedia noch nicht nachgezogen ist, dann muss es ja stimmen...
http://derstandard.at/131180278... utoren-aus - Sie erinnern sich?
Mit Shaun White? Gratulation, Sie kennen Shaun White! Sie sind offenbar Experte, dass Sie jenen Underdog kennen...
Lesen Sie einfach das Transkript der TTR Konferenz Stockholm von 2011! Und schaun Sie brav weiter Galileo und Welt der Wunder, das stimmt alles, was da steht! Ur interessant und ur richtig, ganz ur - wirklich!
haha ja ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich andere kenn...
brauch ich als begeisterter schifahrer eig. auch nicht...
snowboarden wird eh jede saison immer mehr out...
danke für den tipp aber schau ich auch in zukunft weiter, auch wenn sie glauben sie sind das allwissende
na dann haben wir ja alle antworten auf dem tisch und können brav mit was auch immer weitermachen!
auch hier noch eine korrektur, ich habe nicht behauptet allwissend zu sein, nur, dass ich mich bei DEM thema besser auskenne als Sie... und dass snowboarden mit jeder saison outer wird ist wunderbar, dann sind wir endlich die ganzen poser los. wie haben Sie sich denn dann als stolzer skifahrer überhaupt in diesen artikel verirrt?
http://derstandard.at/135320721... V-Rechnung
http://derstandard.at/135026101... r-Hirscher
http://derstandard.at/135025955... -Gletscher
zum glück!
95% der "snowboarder" lungern auf den pisten herum und wenn sie sich mal ein paar meter fortbewegen dann rutschens runter und "präparieren" die piste...
dass die alpinboarder aussterben tut mir eig. schon leid, denn denen darf ich meine carving ski verdanken...
das wirklich blöde am untergang der alpinen ist aber, dass es kaum noch bretter gibt. während man früher wirklich eine feine auswahl hatte, ist die wahl heute sehr beschränkt.
ich hab daher schon vor drei jahren angefangen, auf ebay diverse bretter von hot, rossignol und burton (factory prime) zu kaufen für mich und meine brüder. so hat jeder 3-4 bretter daheim, bis wir die durchhaben dauerts wohl noch länger. ein kessler wär auch was feines, ist mir aber im moment zu teuer.
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