Hannes Androsch: Wehrdienst kommt teurer als "Profiheer"

22. November 2012, 18:39
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Ein Berufssoldat entspricht zwei Wehrfpflichtigen

Wien - Das Pro-Berufsheer-Komitee "Unser Heer" wehrt sich gegen Befürchtungen von Wehrpflicht-Anhänger: Ein Berufsheer und ein Freiwilliges Sozialjahr kämen nicht teurer, sondern sogar günstiger als das derzeitige System. Als Argumente führten Komitee-Chef Hannes Androsch und Wirtschaftswissenschafter Andreas Wagener am Donnerstag versteckte volkswirtschaftliche Kosten und internationale Vergleiche an.

Inzwischen hätten 21 EU-Staaten auf Berufsheere umgestellt. Dass das Militär danach teurer komme, "kann man nirgendwo beobachten", sagt Wagener. Feststellbar sei hingegen ein Produktivitätsgewinn: Ein Berufssoldat entspreche eineinhalb bis zwei Wehrpflichtigen. "Das gleiche Leistungsniveau könnten die Hälfte der Leute erbringen", rechnet Wagener vor. Bei Beibehaltung der Wehrpflicht, befürchtet Androsch, droht Österreich ein "sicherheitspolitischer Trittbrettfahrer" zu werden. (mika, APA, DER STANDARD, 23.11.2012)

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